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05
Nov
2012

GEMA und Discotheken-Verbände einigen sich im Tarifstreit


 Einigung im Tarifstreit über GEMA-Vergütung im Diskotheken- und Clubbereich

Gute Nachrichten für alle Discotheken und Clubs in Deutschland! Wie die GEMA soeben mitteilt, gibt es eine Einigung im Tarifstreit über die GEMA-Vergütung im Discotheken. und Clubbereich. Der Verband Deutscher Musikschaffender (VDM), die Deutsche Disc-Jockey Organisation (DDO), der Verband Deutscher Musikschaffender (VDM) sowie die GEMA haben einen Gesamtvertrag auf Basis neuer Veranstaltungstarife unterschrieben. Somit konnte eine eine tarifliche Lösung im Diskotheken- und Clubbereich gefunden werden.

Mit der Vertragsunterzeichnung wird die Angemessenheit der ab 1.4.2013 geltenden Veranstaltungstarife seitens der Clubbetreiber bestätigt. Dadurch erhalten die Mitglieder der drei Verbände ihre geforderte Planungssicherheit und profitieren von einem Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20 % auf alle Vergütungssätze der GEMA.

Die Tarifreform der GEMA führte besonders in der Discothekenbranche zu massiven Protesten. Der Gesamtvertrag nimmt auf die Besonderheiten von Discotheken und Clubs jetzt Rücksicht. Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA: „Wir freuen uns, dass wir nach konstruktiven Gesprächen und Verhandlungen mit den drei Verbänden VDM, DDU und DDO nun auch die Branchenbesonderheiten der Diskotheken- und Clubbetreiber in dem Tarif vertraglich berücksichtigt werden. Die drei Verbände haben ihren Gestaltungs- und Verhandlungsspielraum zum Wohle ihrer Mitglieder genutzt. Dies ist, wie man am Ergebnis erkennen kann, zielführender als eine öffentliche Protesthaltung." 

Klaus Quirini, Gründer der seit 1963, 1970 und 1974 bestehenden Verbände: „In der kritischen Auseinandersetzung mit den neuen Veranstaltungstarifen sahen wir uns von Anbeginn in der Pflicht, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten und mit der GEMA in einen Dialog zu treten. Nur so können wir Veränderungen aktiv und zugunsten unserer Branche mitgestalten. Für DJs konnten wir mit dem Gesamtvertrag die Umgestaltung der Vergütungen für die Vervielfältigungsrechte erwirken – eine von unseren Mitgliedern seit vielen Jahren geforderte Veränderung.“

Udo Starkens, Geschäftsführer der Deutschen Diskotheken Unternehmer (DDU): „Für die rund 300 Mitgliedsbetriebe in unserer Organisation Deutsche Diskotheken Unternehmer konnte eine stufenweise Einführung der neuen Veranstaltungstarife über einen Zeitraum von 5 Jahren und unterhalb von 10 EUR Eintrittsgeld verhandelt werden. Darüber hinaus profitieren unsere Mitgliedsbetriebe von der Umgestaltung der Vervielfältigungszuschläge. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung bei unseren Mitgliedern."

Die Vereinbarung sieht im Wesentlichen folgende Anpassungen in den Vergütungssätzen U-V und M-V vor:
Einführungsnachlass: Die GEMA gewährt Betrieben, die zwei oder mehr Veranstaltungen wöchentlich durchführen, gesonderte Einführungsnachlässe auch für Veranstaltungen mit einem Eintrittsgeld von weniger als 10 EUR über einen Zeitraum von 5 Jahren.
Vervielfältigungsrechte: Die GEMA plant für die zukünftige Lizenzierung der Vervielfältigungsrechte (sogenannter Laptopzuschlag), den bereits heute bestehenden Vervielfältigungstarif VR-Ö entsprechend anzupassen. Die Lizenz beträgt dort € 0,13 je vervielfältigtem Werk. Dadurch würde der bisherige Zuschlagstarif VR-T-G entfallen.

 



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