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Zweite offizielle Single ohne Rain Man

Krewella - Somewhere to Run

Als im vergangenen Herbst die beiden Krewella Schwestern Yasmine und Jahan verkündeten künftig ohne den einzigen Mann der Band, Produzent Rain Man auszukommen, war die Aufregung in der EDM Szene groß (wir berichteten). Nun zeigt das mittlerweile Duo wo es musikalisch mit dem Projekt hingeht. Mit „Somewhere to Run“ erschien am 23. März eine ziemlich poppige Nummer. Das Release wird von Columbia Records, einem Label der Sony Music Group, vertrieben. Fraglich bleibt, ob an den Erfolg aus den besten Zeiten des Ex-Trios angeknüpft werden kann. In jedem Fall gehen jetzt erstmal die Diskussionen los, ob die beiden US-Amerikanerinnen auch ohne den enorm talentierten Produzenten Kris Trindl erstklassige Musik produzieren.

 

Monate der Veränderungen

Früher war Krewella die Vorzeigegruppe für Dubstep in Amerika schlechthin. Das „Play Hard EP“ und ihr Debütalbum „Get Wet“ überzeugten Fans weltweit von härterer elektronischer Musik. Ihre Shows waren eine Kuriosität für sich. Die Yousaf Schwestern sangen Live und Rain Man legte auf. Hauptmerkmal war die pure Eskalation, spätestens nach 10 Minuten war die ganze Crowd in Schweiß gebadet. Die gute Nachricht ist erstmal, das ist immer noch so. Bereits rund ein halbes Jahr bevor Trindl aus der Gruppe ausgeschlossen wurde, traten die beiden Frauen größtenteils zu zweit auf Gigs auf, angeblich habe der Produzent Alkoholprobleme gehabt.

Nachdem sich die Band zwischenzeitlich bis hin zum Hardstyle bewegt hatte, scheinen sie nun musikalisch wieder softer zu werden. Das musikalische Statement „Say Goodbye“ aus dem letzten November gab es kostenlos auf ihrer Webseite und arbeitet lyrisch die Trennung auf. Für interessierte Fans präsentieren die beiden Damen die Zukunft ihres Sounds übrigens auch auf dem World Club Dome in Frankfurt am Main in diesem Juni.

 

Pop ohne Rain Man?

Nachdem vor wenigen Tagen Rain Man seine erste Single „Visionary“ nach dem Bruch veröffentlichte, ein ausgesprochen harter Trap Track, fragt man sich ob die beiden Schwestern ähnliche musikalische Pfade einschlagen. Die Antwort ist ganz einfach: Nein. Rockige Streichinstrumente treffen auf die Vocals der beiden Sängerinnen. Ein Acid Synthesizer macht ein Arpeggio Build Up, der Drop ist irgendwo zwischen Electro House und Drum & Bass, fühlt sich aber mehr wie Pop an. Das ist nicht die Eskalationsmusik, die einen ab dem ersten Takt springen lässt. Es ist zwar nicht schlecht was vom neuen Krewella kommt, aber eben auch auf keinen Fall auf einer Höhe mit den Releases von vor zwei, drei Jahren. Man wird abwarten müssen, was die nächsten Songs sowie die Live Performances im Sommer so bringen.

Krewella - Somewhere to Run

 

Fazit: Krewella hat einen neuen Song ohne Produzenten Rain Man releast, „Somewhere to Run“. Ist eine schöne Mischung aus Pop und elektronischen Sounds. Doch irgendwie ist es weder das Krewella, das wir kennen und lieben noch ein echter Hit mit neuer musikalischer Ausrichtung. Es ist einer dieser Songs die man auf ein Album packt um es vollzukriegen, aber eher keiner der als Leadsingle präsentiert wird.

 

 

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Über den Autor
Vitus Benson

Von den vielen Dingen, die mich im Leben begeistern, nimmt die elektronische Musik wohl die meiste Zeit in Anspruch. Angefangen mit kommerziellen Hands-Up-Scheiben bin ich mittlerweile einer, der gern perfekte Kompositionen hört und sich wenig um Genregrenzen schert. Hier bei Dance-Charts.de schreibe ich über tolle Releases und brandaktuelle Themen der Szene.

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