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15
Aug
2015

Es geht auch ohne "Sandstorm"

Darude - Moments [Tracklist & Album Review]

Vorgestern hat Darude – wir ersparen euch die müden Witze, wofür der Mann am besten bekannt ist – sein neues Album vorgestellt. Nach acht Jahren ohne ein neues Darude-Album wurde es auch mal wieder an der Zeit dafür. Wir haben die Tracklist, exklusive Previews und einen Überblick darüber, was wir von dem Album halten für euch zusammengestellt.

 

Darude

„Wer ist dieser Darude?“, wird sich manch einer fragen. Kleiner Scherz, spätestens seit dem Youtube-Trend, jedem Kommentar, in dem nach dem Songtitel eines verwendeten Tracks gefragt wird, zu antworten, es handele sich um „Darude – Sandstorm“, sollte den Namen jeder Mensch mit einer Internetverbindung (die wir bei unseren Lesern einfach einmal voraussetzen) kennen. Der finnische DJ und Musikproduzent hat bereits mehrere Alben veröffentlicht, darunter „Before The Storm“, „Rush“ und „Label This“, wobei die letzte Veröffentlichung acht Jahre zurückliegt. Am besten bekannt ist und bleibt er aufgrund seines Tracks „Sandstorm“, der im vergangenen Jahr seine Rennaissance erlebte und auf diversen Festivals gespielt wurde – zahlreiche Mashups, Remixe und Chartplatzierungen über ein Jahrzehnt nach seiner Veröffentlichung sagen alles.

 

Tracklist: Darude - Moments

  • Beautiful Alien (feat. AI AM)
  • Be With You Tonight (feat. Will Sly)
  • Coming Home (feat. Mahan Moin)
  • Moments (feat. Sebastian Reyman)
  • Warrior
  • Supersized (& Caater)
  • One Lifetime (feat. Sebastian Reyman)
  • Turn The Light On (feat. Will Sly)
  • Till I Could Find (& Weirdness)
  • Peace Revisited (& Apocalyptica)
  • No More Tears To Cry (feat. Kristiina Wheeler)
  • Moments

 

Moments

Das Album beginnt mit „Beautiful Alien“, einer Zusammenarbeit von Darude mit der Sängerin AI AM. Der Track ist mit Sicherheit kein schlechter, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie, da er etwas weichgespült klingt und stellenweise an Songs von Lady Gaga erinnert. Der zweite Track, „Be With You Tonight“ hingegen ist bereits der erste Hinhörer des Albums: Die gefühlvollen Vocals von Will Sly zu Pianoklängen und dem berühmten „Sandstorm“-Synthesizer machen diesen Progressive-House-Track sehr gefällig, wobei die eingängige Melodie ihr Übriges tut. Ebenso überzeugend, wenn auch ein kleiner Stilbruch, ist „Coming Home“. Der Piano-Progressive-Stil erinnert etwas an das, was wir eigentlich von Avicii gewohnt sind.

Der Track ist zwar nichts, was wir noch nicht gehört hätten, überzeugt aber durch saubere Produktion und eine gut gewählte Stimme – Mahan Moin. Kann man sich sehr gut anhören. Der nächste Track – namensgebend, also „Moments“ - überzeugt nicht ganz so wie die bisherigen, nicht etwa, weil er nicht absolut hörbar, eingängig und „feierbar“ wäre, sondern weil der Drop einfach nicht zum gefühlvollen Rest passt. Ein softer Lead-Synth im Mainpart gegenüber einem Electro-House-Drop passt einfach nicht. Klingt eher wie ein Dannci-Mashup als ein Original-Mix. „Warrior“ ist wiederum ziemlich trancig und klingt dem titel entsprechend sehr episch. Mehr ist nicht zu dem Track zu sagen; solide Nummer mit Stärken und Schwächen.

Mit „Supersized“ versuchte Darude möglicherweise, seinen „Sandsorm“-Synthesizer ein wenig im ausklingenden Bigroom-Hype zu platzieren. Etwas langweiliges aber nichtsdestoweniger gut produziertes Lied. Mit „One Lifetime“ folt einer der schwächeren Tracks des Albums; Klavierunterlegung scheint anscheinend Darudes Lieblingsstilmittel zu sein. An den (wie auch sons: gefühlvollen) Vocals scheitert es auch nicht, aber der Drop ist einfach eine Nachahmung aktueller Hardwell-Produktionen und passt überdies einfach nicht zum Rest. Es folgt „Turn The Light On“, ein etwas sehr gewaltiger, wenn auch nachdenklicher Track. Immerhin hat Darude hier eine geiwsse Kreativität bei der Wahl seiner Synthesizer bewiesen, wenn gleich der Drop ein wenig an Tracks von Jewelz & Scott Sparks erinnert.

Mit „Till I Could Find“ und „Peace Revisited“ folgen zwei Trance-Tracks mit hoher produktionstechnischer Qualität, die jedem Trance-Liebhaber gefallen dürften. Als Abschluss des Albums erwartet uns „No More Tears To Cry“, eine eher gefühlvolle Produktion ohne viel Bewegung. Sehr chillig und gut hörbar.

Darude - Moments [Tracklist & Album Review]

 

Fazit: Darude kriegt für sein Album eine 2+. Er kann sich nicht ganz von seinen alten Sandstorm-Angewohnheiten lösen, liefert aber ein (ihr könnt's nicht mehr hören, trotzdem:) gefühlvolles Album  auf hohem produktionstechnischem Standard ab. Kann man sich auf jeden Fall holen ohne es zu bereuen.

 

 



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