Dance-Charts

Das Portal für Musik-News, Charts und DJ-Promotion

Friday, 09. December 2016

USER-AREA LOGIN


19
Jan
2016

Eine Parodie auf die Wohltätigkeit

Musikvideo » Alligatoah - Denk an die Kinder

Mit „Denk an die Kinder“ knüpft sich Alligatoah die deutsche „Charity-Szene“ vor – da bleibt auch kein Jan Delay oder Philipp Poisel verschont. 3:51 Minuten Unterhaltung und Satire auf hohem Niveau – das bietet die dritte Single aus seinem vierten Album „Musik Ist Keine Lösung“. Bereits am 27.11.2015 erschienen, haben wir jetzt einmal genauer hingehört und stellen fest, dass sogar das Dschungelcamp seinen Platz in der "Alligatoah - Denk an die Kinder" findet. Warum es sich lohnt, bei diesem Song mehr als nur einmal das offizielle Musikvideo anzuschauen, verraten wir euch in diesem Artikel.


Wer steckt eigentlich hinter Alligatoah?

„Meine Lieder handeln von Verblendung und gnadenloser Naivität“ stellt der selbsterkorene Schauspielrapper klar. „Die zweifelhaften Hauptcharaktere der Songs werden stets von mir selbst verkörpert. Ich bin Schauspieler und ich mache Satire!“ schreibt Alligatoah auf seiner Website. Dass Lukas Strobel, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, etwas anders ist als die breite Masse, lässt sich unschwer erkennen. Nicht zuletzt wenn man feststellt, dass seine dreiköpfige Band Alligatoah doch nur aus einer Person besteht – nämlich aus sich selbst.

Dieses Dreiergespann wurde am 10. April 2006 von ihm gegründet: Kaliba 69 (Texter und Rapper) und DJ Deagle, Beatproduzent. 2013 gelang ihm mit dem Album „Triebwerke“ der große Durchbruch. Für die ausgekoppelte Single „Willst du“ erschien 2014 sogar ein Robin Schulz-Remix.

Bevor Lukas Strobel mit der Musik durchstartete verbrachte er seine Kindheit und Jugend in Neuendorf - einem kleinen Ort in Niedersachen. Nach dem Abitur verschlug es ihn nach Berlin, wo er zunächst eine Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton abschloss. Stark inspiriert von Aggro Berlin startete er dann musikalisch durch und produzierte bis 2015 vier Alben:

- 2006: ATTNTAAT
- 2008: In Gottes Namen
- 2013: Triebwerke (Singleauskopplung „Willst du“)
- 2015: Musik ist keine Lösung (bisherige Singleauskopplungen „Vor Gericht“, „Lass liegen“, „Denk an die Kinder“)

Mit seinem besonderen Stil parodiert und kritisiert Alligatoah aktuelle gesellschaftliche Themen und auch das Verhalten von einzelnen Personen.


Denk an die Kinder – der nächste Chart-Erfolg von Alligatoah

Nach seiner Nummer „Willst du“, mit der er 2014 den Platin-Status erreichte, könnte Alligatoah jetzt den nächsten Chart-Hit landen. Auch wenn wir die satirische Single noch nicht in unseren Dance-Charts entdecken konnten – das YouTube-Video schaffte es bereits auf satte 2,8 Millionen Klicks! Hier zeigt der erfolgreiche Rapper außerdem erneut ein grandioses schauspielerisches Talent, so dass es echt Spaß macht, sich das Video anzusehen. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!

Aber bei all den fröhlichen Sounds sollte man nicht denken, dass es hier um ein lustiges Thema geht. „Manchmal ist mehr zwischen den Zeilen verborgen als die Zirkusfeeling erweckenden Melodien vermuten lassen.“ schreibt Alligatoah selbst auf seiner Website. 

Ihr kennt das sicher auch – man tanzt fröhlich zu einem englischen Song, bis man irgendwann auf den Text hört und dann merkt, dass es doch eigentlich gar nicht so lustig ist. Das Gleiche kann einem bei Alligatoah auch schnell passieren. Schon bei seiner Drogen-Satire „Willst du“ musste man erstmal zwischen den Zeilen „hören“ um zu erkennen, dass Alligatoah uns da doch eigentlich eine ziemlich kritische Nummer vorsingt. Auch bei seiner aktuellen Single lässt sich der erfolgreiche Rapper seinen satirischen Stil nicht nehmen. 


Alligatoah veralbert die Stars

Komisch und witzig parodiert der 26-Jährige die Liga der großen deutschen Sänger: Xavier Naidoo, Westernhagen, Udo Lindenberg, Clemens Rehbein, Peter Brugger, Herbert Grönemeyer, Jan Delay, Till Lindemann, Philipp Poisel, Bill Kaulitz und Helge Schneider werden hier durch den Kakao gezogen. Dabei synchronisiert Alligatoah die Stimmen so gut, dass man fast meinen könnte, die Stars hätten freiwillig mitgesungen. Aber spätestens im Video zeigt sich, dass es nicht so ist.

Mit der Nummer kritisiert Alligatoah Charity-Songs, die eigentlich einem guten Zweck dienen sollen und dann aber oft eher dazu dienen, das Image des Künstlers aufzupolieren. Gerade Kinder eignen sich seiner Meinung nach hervorragend um in der Öffentlichkeit wieder besser dazustehen. Außerdem erinnert die Menge an verschiedenen Künstlern sehr an den weltberühmten Charity-Hit „Do They Know It’s Christmas“, bei dem zuletzt 47 Sänger beteiligt waren. Alligatoah erlaubt sich mit „Denk an die Kinder“ eine Parodie auf solche Gemeinschafts-Songs.

Alligatoah - Denk an die Kinder

 

Fazit: Alligatoah bringt eine fröhlich klingende Nummer, bei der es Spaß macht, von Anfang bis Ende genau hinzuhören. Dieser Künstler hat echt was auf der Kirsche und das sollte belohnt werden. Wenn Euch der Song auch so gut gefällt, tippt ihn doch direkt in unsere Charts.

 

 



Mehr zum Thema: Alligatoah
DANCE-CHARTS Top 100 auf Spotify
Passende Artikel zum Thema
Desktop Version