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Tuesday, 06. December 2016

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20
Feb
2016

Erster Track Sebastian Ingrossos seit 2013

Ingrosso, LIOHN, Salvatore - FLAGS!

2013 veröffentlichte das ehemalige Swedish House Mafia Mitglied Sebastian Ingrosso seine letzte Single. Anlässlich einer solchen Überraschung wie der, die uns hier erwartet, darf man durchaus mal zu genauer hinhören. Was steht uns also ins Haus? Ingrosso ohne Axwell? Das gab es also schon seit „Reload“ nicht mehr. Und das ist wiederum nicht weit entfernt von den guten alten Zeiten, als es die Swedish House Mafia noch gab... „Reload“ war seinerzeit ein riesiger Clubhit, also tut Sebastian Ingrosso gut daran, das mit seiner nächsten Single ohne seinen „Sidekick“.


Sebastian Ingrosso, LIOHN & Salvatore

Lang, lang ist's her, dass man einen „Solotrack“ von Sebastian Ingrosso hörte. In diesem Fall handelt es sich zwar um keinen solchen, aber zumindest um eine Kollaboration ohne Axwells Mitarbeit. Sebastian Ingrosso dürfte jedem Kenner der gepflegten elektronischen Musik ein Begriff sein; gemeinsam mit Axwell und Steve Angello bildete er dereinst die legendäre Swedish House Mafia, die sich auf dem Ultra Music Festival 2013 von der Weltbühne verabschiedete. Seitdem verfolgte er zunächst eigene Projekte, aus denen der Club-Klassiker „Reload“ mit dem Australier Tommy Trash entstand. Allerdings hielt es ihn nicht lange allein, sodass er bald darauf mit seinem Ex-SHM-Kollegen Axwell das inzwischen sehr erfolgreiche Projekt Axwell Λ Ingrosso startete. Daraus entstanden Tracks wie „Sun is Shining“ oder „We Come, We Rave, We Love“, ersterer wurde ein wahrer Welthit.

Sebastian Ingrosso produzierte den vorliegenden Track nicht allein. Vielmehr kollaborierte er mit zwei weniger bekannten Künstlern, nämlich LIOHN und Salvatore Ganacci. LIOHN, ebenfalls ein Schwede, muss wohl keinem ein Begriff sein, mit etwa 400 Facebook-Likes wohl ein Insider-Tipp unter Insidern der schwedischen Musikszene. Bisher produzierte er eine Art von Future Bass, ähnlich dem, womit uns Flume Release für Release überrascht. Salvatore Ganacci, genannt Salvatore, dürfte ebenfalls kaum einem ein Begriff sein, es scheint sich bei ihm allerdings wohl um eine regionale Berühmtheit zu handeln – 25.000 Facebook-Likes sind durchaus eine stattliche Zahl. In letzter Zeit produzierte er sich kontinuierlich verbessernd eine Art Trap-Sound mit Bass-House-Einflüssen. Ob dieser Zusammenstellung von Einzeltalenten dürfen wir gespannt sein.


FLAGS!

„Was erwartet uns hier?“, das dürften sich Ingrosso-Fans auf der ganzen Welt seit seiner Facebook-Ankündigung Mitte letzter Woche gefragt haben. Der Track ist im Viervierteltakt gehalten, aber von einem trappigen Rhythmus geprägt. Bereits zu Beginn ahnt man, in welche Richtung es später geht, die durchaus epischen Bass-Sounds könnten auch wunderbar einen Hollywood-Actionfilm hinterlegen. Dann geht es ohne Umschweife mit einem kurzen Buildup zum Drop. Der vereint dann die Sounds von LIOHN und Salvatore. Future-Bass-Sounds und ein trappiges Setting verleihen „FLAGS!“ allerdings etwas Einzigartiges. Ein genialer Schachzug von Sebastian Ingrosso, so einen Track zu dieser Zeit zu veröffentlichen. Bass House boomt, Trap geht immer und ist mainstreamtauglich und dieser Track ist das Paradebeispiel für einen guten Clubtrack: Eine wunderbar mitgröhlbare Melodie im Drop, die jeder auch nach dem zwanzigsten GreyGoose-Shot mitgröhlen kann und heftige (!) Bässe, die jeden Raum in seinen Grundfesten erzittern lassen.

Nach dem Drop kommt in der Break ganz großes Kino, nämlich ein Taktwechsel vom Standard-Viervierteltakt zum Zweiviertel-Takt. Catchy Vocals und ein neuer Rhythmus – was will man mehr? Besonders bemerkenswert ist hier auch, dass der zweite Drop sich im Sounddesign und der Zusammenstellung deutlich vom ersten abhebt.

Ingrosso, LIOHN, Salvatore - FLAGS!

 

Fazit: Geniale Nummer von Sebastian Ingrosso. Möglicherweise nicht für den Mainstream geeignet, aber eine geniale Clubnummer, die genau zur richtigen Zeit kommt. Lieber Hardwell: So macht man es richtig!

 

 



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