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Saturday, 10. December 2016

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28
Feb
2016

Ein guter R&B-Song im tollen EDM-Gewand

Nico & Vinz feat. Bebe Rexha & Kid Ink - That’s How You Know (Remixes)

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass wir etwas von dem norwegischen Hip-Hop-Duo gehört haben, doch nun startet die jüngste Single von Nico & Vinz durch. Für „That’s How You Know“ holten sie US-Rapper Kid Ink und Sängerin Bebe Rexha ins Studio. Doch für den Erfolg war nicht das Original, sondern einer der brillianten Remixe zuständig.

Nico & Vinz feat. Bebe Rexha & Kid Ink - That’s How You Know (Remixes)


Vier Ausnahmetalente hinter einem Mikrofon

Die beiden niederländischen Musiker Nicolay Sereba und Vincent Dery sind bereits seit 2009 als Duo aktiv, jedoch unter dem Pseudonym Envy. Im Jahr 2013 beschlossen sie, einen, auf ihren wirklichen Namen basierenden Titel zu verwenden: Die Gründung von Nico & Vinz. Parallel erschienen erste Prewies ihrer kommenden Single „Am I Wrong“ im Internet, die die Charts innerhalb kürzester Zeit eroberte. Beinahe in allen Ländern erreichte diese die Top-10 und auch hier erschienen eine Menge Remixe, darunter von W&W, die sich großer Beliebtheit erfteuten. Singles wie „In My Arms“ oder „When the Day Comes“ konnten in ihrer Heimat an den Erfolg anschließen.

Parallel landet Kid Ink in den USA einen Erfolg nach dem anderen. Aktiv ist er jedoch bereits seit 2010, wo er insbesondere im Underground aktiv war. Sein Durchbruch in Deutschland gelang ihm mit der Single „Money and the Power“, gefolgt von „Show Me“, „Worth It“ und nicht zu vergessen natürlich „Ride Out“ mit unter anderem Tyga und YG. Doch auch im EDM war er bereits aktiv, und zwar gemeinsam mit Steve Aoki, Tujamo und Chris Lake und einer Vocal-Version ihres Liedes „Boneless“. Zuletzt war er zudem mit seiner Beteiligung an einem Remix der Grund, warum Felix Jaehn gemeinsam mit OMI und ihrer Single „Cheerleader“ Platz eins der US-Amerikanischen Single-Charts erreichete.

Bebe Rexha dürfte ebenfalls jedem bekannt sein. 2014 beteiligte sie sich die US-Amerikanerin an Cash Cashs Erfolgstrack „Take Me Home“, mit dem sie erstmals die Single-Charts vieler Länder erreichte. Ein Jahr später sang sie gemeinsam mit Nicki Minaj den Song „Hey Mama“ von David Guetta und Afrojack, mit dem sie einen Welthit hervorrief. Kurz darauf nahm sie gemeinsam mit G-Eazy das Lied „Me, Myself & I“ auf, mit dem sie derzeit in Richtung Chartspitze wandert.


That’s How You Know (HeyHey Remix)

Der wohl bekannteste Remix stammt vom deutschen DJ und Produzenten HeyHey. Dieser präsentierte seinen Remix im Dezember 2015 über Warner Music. Als Single erschien dieser am 16. Februar 2016  und brachte das Lied auf direktem Wege in die deutschen Single-Charts. Basieren tut der Remix auf einfachen Deep-House-Beats und einem sehr eingängigen Rhythmus. Dazu kommt noch eine sehr groovige Atmosphäre, die die Vocals genial untermalt. Die ganze Mischung erninnert sehr an Felix Jaehns Produktionen, was die Qualität der Spur keineswegs hinab setzt. Letztendlich verpasste die Überarbeitung dem Lied eine ordentliche Priese gute Laune, die uns in diesem bisher eher kühlen Jahr 2016 mit einem schönen Sommerfeeling bescheeren. Aber hört selber:


That’s How You Know (Janji X Hogland Remix)

Der nächste Remix stammt von den beiden Skandinaviern Janji und Hogland. Während Hogland noch eine eher geringe Fangemeinde aufgebaut hat, konnte Janji sich mit unglaublich starken Progressive-House-Produktionen wie „Heroes Tonight“ bereits einen Namen machen. Doch ihr gemeinsamer Remix orientiert sich eher weniger am kraftvollen Progressive-House, sondern viel mehr an einer Mischung aus Future-Bass, Deep- und Future-House. Der Original-Song wurde hierbei um einiges schneller gemacht und baut anders als HeyHeys-Version auf einen Drop hin, der aus Groovigen Beats und großartig harmonierenden Vocal-Cuts besteht.


That’s How You Know (Teflo Tropical Remix)

Der dritte Remix auf unserer Liste stammt vom norwegischen Newcommer Teflo. Mit seiner Interpretation dieses Liedes tritt er in die Fußstapfen seines Landsmanns Kygo und untersetzte den Track mit einem kraftvollen und mitreißenden Tropical Sound. Doch anders als Kygo musste Teflo die Vocals nicht etwa auf 110 Bpm hinabdrehen, sondern bewegt sich stehts in einer sehr tanzbaren und partytauglichen Geschwindigkeit. Auch die einzelnen Parts der vier Stimmen sind sehr gut unterlegt. Neben den genretypischen Klängen, sind hier die Merkmale des Originals, darunter insbesondere die Akustik-Gitarre, nicht allzu weit in den Hintergrund geraten. Das Gesamtwerk ist sehr gut verpackt und kann voll und ganz überzeugen.


That’s How You Know (Dripice Remix)

Nummer 4 unserer Liste stammt aus dem Studio des dänischen Produzenten Dripice. Dieser gehört zwar noch der Kategorie Newcomer an, doch seine Produktionen bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Aktiv ist er insbesondere in den Genres Progressive- und Electro-House. Seine Version von „That’s How You Know“ lässt sich als sehr energischer und packender Progressive-House bezeichnen. Ein aggressiver Kick unterstützt die Rapparts und der Refrain deutet auf einen mitreißenden Drop hin, welcher die Erwartungen mehr als erfüllt. Bei diesem Part werden leichte Erinnerungen an den alten Avicii wach und auch gute Laune bleibt hier nicht aus. Was hier jedoch fehlt ist der Part von Kid Ink.


That’s How You Know (Enthic Remix)

Das Finale bildet hier der Remix, der wohl das Herz eines jeden Freund des Future-House‘ höher schlägen lässt. Für diesen sorgte der Tschechische Produzent Enthic, der wohl leider auch den wenigsten bekannt sein dürfte. Die Merkmale des Future House‘ kommen sehr schnell zur Geltung und spätestens im Drop setzt eine, insbesondere an Oliver-Heldens-Produktion-erinnernde Bassline ein. Die prägenden Souds hingegen bewegen sich eher im seichten Don-Diablo-Bereich, harmonieren aber sehr gut zusammen. Man merkt deutlich, dass sich der Nachwuchsproduzent sehr viel Mühe gegeben hat, aber ein wenig Luft nach oben, existiert dennoch. Anmerken kann man hier leider auch, dass hier mal wieder auf Kid Inks Part verzichtet.

 

Fazit: Nachdem das Original bereits sehr überzeugen konnte, sind auch eine ganze Menge großartiger Remixe zu finden, bei denen wohl jeder seinen klaren Favoriten finden dürfte. Besonders gut, gefallen uns die Version von Teflo und Dripice, die durch hohe Qualität und starke Wandlung des eigentlichen Genres punkten können.

 



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