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Avicii: Der Grund für seinen Ausstieg

AviciiBild: facebook.com/avicii

Vor wenigen Tagen berichteten wir über das Ende der DJ-Karriere von Superstar Avicii. Nun werden erste Gründe bekannt, die über das offizielle Statement hinausgehen. Marcus Dowling vom Mixmag schreibt in einem Blog-Artikel, warum Avicii die Notbremse zieht, und sich mit Ablauf des Jahres vollkommen aus dem DJ-Business zurückziehen wird. 


Alkoholismus, Tourstress und Pankreatitis

Um die Gründe verständlich darzulegen, muss man ein wenig ausholen und erklären: Avicii spielte in den letzten fünf Jahren (seit 2011) mehr als 220 DJ-Sets, verteilt über den gesamten Globus. Das entspricht einer Quote von ca. einem Gig pro Woche. Während dieser Zeit produzierte der Schwede intensiv Musik für sich und gemeinsam mit anderen Künstlern. Hinzu kam intensive Tourtage, bei denen pro Tag ein Gig absolviert werden musste. Interviews, TV-Auftritte, Werbeauftritte und weiteres kamen ebenfalls hinzu. Oft vergaß Avicii gar, in welcher Stadt und in welchem Land er sich aktuell befand. Alles in Allem - man kann es sicherlich nachvollziehen - ein unglaublich anstrengendes Leben. Sowohl in der Öffentlichkeit, als auch im Privaten.

2013 wurde Avicii schwer krank. Er erlitt eine Pankreatitis - eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Seine Gallenblase musste ein Jahr später operativ entfernt werden. Übermäßig viel Alkohol soll der Auslöser gewesen sein. Die großen Gigs und Auftritte vor vielen Tausend Menschen machen ihn "so nervös", dass Avicii regelmäßig zum Alkohol griff. Das Trinken gab ihm Mut und Selbstvertrauen, um live zu spielen. Und vielleicht auch die Kraft, 60 Stunden pro Woche im Studio zu absolvieren.


Finanziell ausgesorgt

Dass Avicii nun seine letzten Gigs spielen wird, ist Ergebnis reiner Vernunft. Hier wird ganz klar eine Reißleine gezogen; und zwar rechtzeitig. Finanziell hat der schwedische Superstar ausgesorgt. Mehr als 75 Mio. US-Dollar soll er auf seinem Konto haben. Kein Grund also, nicht in den DJ-Ruhestand zu treten. Zu viele Stars haben den Punkt um  aufzuhören nicht erwischt und sind dann frühzeitig verstorben und auf tragische Weise gescheitert. 

Der Fall Aviciis macht deutlich wie schwer und anstrengend das Leben auf der internationalen EDM-Bühne sein kann. Nicht jeder ist in der Lage diesem gewaltigen Druck stand zuhalten. Stress, Schlafmangel und stetiger Erfolgsdruck zerren an den Nerven und an der Gesundheit. Einige versuchen, diesen Umständen mit Drogen oder Alkohol Herr zu werden. Ein Trugschluss. Bleibt zu hoffen, dass Avicii sich psychisch und physisch vollkommen erholen wird, so dass wir in Zukunft noch viel gute Musik von ihm hören werden.

Quelle: Mixmag.net

 

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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