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Tuesday, 06. December 2016

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06
Apr
2016

5 Remixe zum Hardwell Hit

Hardwell feat. Jake Reese - Run Wild (Remixes)

Hardwell feat. Jake Reese - Run Wild

Hardwell und Jake Reese veröffentlichten vor knapp einem Monat ihren „Mad-World“-Nachfolger „Run Wild”. Dieser konnte an den Erfolg anschließen, obwohl er sich im Grunde komplett von seinem Vorgänger unterscheidet. Statt Progressive wurde hier auf Bigroom und ein paar ganz wenigen Hardstyle-Elemente gesetzt. Um aber auch die Freunde anderer Genres zufrieden zustellen erscheint am 8. April 2016 natürlich über Revealed Recordings eine Remix-EP.


Run Wild (Alternative Remix)

Der erste Track der EP trägt den Titel „Alternative Remix“. Zwar ist hier kein Name zu finden, jedoch munkelt man, dass Headhunterz hierbei Hand angelegt hat, bestätigt wurde dies aber nicht. Einzuordnen ist der Remix in den Bereich des soliden Progressive-House‘. Der Break ist hierbei um einiges langsamer und ruhiger gestaltet, die Vocals klingen dadurch anders und wurden an einigen Stellen sehr gepitcht. Während des Drops findet man sich dann in Mitten von Galantis‘ „Runaway (U & I)“ wieder und auch hier trifft man auf gepichte Vocal-Cuts. Die Vermutung, dass Heady hierbei involviert sein könnte, kann man schwer unterstützen. Allem in allem eine solide Produktion, aber Welten vom Original entfernt.


Run Wild (Kazee’s Swede Remix)

Weiter geht es mit Kazee. Der schwedische Newcomer ist bekannt für die Weitläufigkeit seines Stils und hat beinahe aus jedem Musikstil einen Track aufzuweisen. Bei „Run Wild“ hat er sich dazu entschlossen, dem Lied eine Prise Electro-House zur verleihen. Auch hier ist der Break von hinab-gepichte Vocal-Parts zu geprägt. Der Drop ist sehr scheppernd und kraftvoll gestaltet. Jedoch agieren hier unterschiedliche Basslines parallel und ein dauerhaft anhaltender Ton zieht den ganzen Part unglaublich stark nach vorne. Passen tun die Vocals nur sehr bedingt und mit dem Original hat dieser Remix ansonsten rein gar nichts mehr zu tun. Das Ende der Preview spielt allerdings noch auf einen zweiten Drop hin, man darf gespannt sein, ob dieser noch etwas herausreist.


Run Wild (ATMO Remix)

Hinter dem Pseudonym ATMO versteckt sich kein geringerer als der niederländische Hardstyler Atmozfears. Doch mit seinem Remix zu Run Wild erwartet uns keine Neuinterpretation im Hardstyle, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, sondern quasi ein Mash-Up mit dem Instrumental von Major Lazer und DJ Snakes „Lean On" auf 100Bpm-Basis. Natürlich ist die Melodie eine andere, aber im Grunde genommen wurden hier nur einige Töne der Melodie verändert, das gesamte Build-Up und die Synthes sind identisch. Die Vocals sind so schnell, dass es nicht mehr schön klingt und fesseln tut der Remix einen leider auch nicht. Atmozfears hätte lieber das machen sollen, was er am besten kann: Hardstyle!


Run Wild (Manse Remix)

Kommen wir zum Remix des schwedischen DJs Manse. Dieser ist wohl mit weitem Abstand der Beste auf dieser EP. Beim Break wurden zwar die Vocals wieder unerträglich verlangsamt und hinab-gepitcht, dafür ist der Drop aber umso besser produziert. Hier erwartet uns nämlich tolle Klänge, wie man sie aus der schwedischen Progressive-House-Küche kennt. Die Vocals und die Melodie harmonieren hier großartig miteinander und auch die Bassline sticht gut hervor. Der Kick hätte durchaus noch etwas aggressiver sein können, aber hier sollte man nicht zwingend auf hohem Niveau meckern.


Run Wild (eSQUIRE Houselife Remix)

Nachdem den Remixen im Progressive- und Electro-House-Bereich fehlt lediglich noch eine Interpretation im Future-House-Stil. Dafür beauftragte Hardwell den Briten eSQUIRE. Ähnlich wie Atmozfears sich an „Lean On“ und Heady an „Runaway (U & I)“ bediente, nahm sich eSQUIRE Tiëstos und Don Diablos „Chemicals“ als Vorlage. Der Break wird weder durch einen Kick, noch durch jegliche Bässe unterstützt, sondern nur ein Rauschen, verlangsamte Vocals und ein leiser Clap sind zu hören. Der Drop ist dann fast exakt der, von „Chemicals“. Aber trotzdem passt das ganze irgendwie gut zusammen und eine sommerreife Atmosphäre entsteht.

 

Fazit: Keiner der Remixe kommt auch nur annähernd an das Original ran. Der Manse-Remix funktioniert im Großen und Ganzen ganz gut und eine Acoustic-Version hätte vielleicht auch noch etwas herausgerissen. Von Begeisterung kann hier leider nicht die Rede sein.

 



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