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Mehr als die Summe seiner Teile!

„Pen-Pineapple-Apple-Pen“ verzückt das Internet

Der japanische Komiker Kazuhiko Kosaka befindet sich gerade auf einem guten Weg, einen ähnlichen Ohrwurm wie sein berüchtigter Vorgänger Psy vor vier Jahren zu schaffen. Sein Comedy-Video „Pen-Pineapple-Apple-Pen“ bringt es in zur zehn Tagen seit seinem Upload auf der Videoplattform YouTube bereits auf 40 Millionen Klicks und es werden immer mehr! Was dem Südkoreaner Psy damals mit seinen Ohrwurm-Hooklines und nicht zuletzt seinem höchst eleganten, pferdelosen Reitstil gelang, könnte nun auch der weitaus anmutigere Kosaka unter dem Pseudonym Piko-Taro schaffen. Getreu dem Motto „Less Is More“ geht es in Piko-Taros knapp einminütigem Musikvideo lediglich um drei Dinge, nämlich Äpfel, Ananas und Stifte – doch das Produkt dieser Dinge ist (wie man sich denken kann) einfach mehr als die Summe seiner Teile!


Stift-Ananas-Apfel-Stift

Was also steckt hinter dem Hype zu „Pen-Pineapple-Apple-Pen“? Das wird so genau kaum einer beantworten können, denn der dahintersteckende Humor ist stumpf genug, um selbst das Niveau der berüchtigten „Dummer-Junge“-Videos zu unterbieten. Und doch bringt Piko-Taro mit diesem Video unweigerlich jeden zumindest zum schmunzeln. Zu anmutig ist der Tanzstil, zu ausgeflippt der gelbe Leo-Schal oder das exzentrische Anakonda-Top und zu künstlich wirkt das breite Grinsen des mit einer Jahresration „Got 2b Strandmatte“ gestriegelten Japaners.

„Pen-Pineapple-Apple-Pen“ verzückt das Internet Es muss wohl eine merkwürdige Kombination aller Merkwürdigkeiten in diesem Video sein, die das Internet derzeit zum Ausflippen bringt und vielleicht ist ja genau das die tiefgründige Botschaft des Japaners: Genauso wie eine Ananas, ein Apfel und Stifte ganz gewöhnliche Gegenstände zu sein scheinen, deren Kombination zu einem „Pen-Pineapple-Apple-Pen“ einfach mehr ist, als man von den Einzelteilen je zu träumen gewagt hätte, so könnte Piko-Taro mit seinem Video als Gesamtkunstwerk zeigen wollen, dass es eben die Mischung ausmacht – selbst wenn es eine Mischung stumpfer Blödeleien ist. Andererseits könnte er auch schlichtweg ein billiges Wortspiel in ein Video verpackt haben.

Welche der beiden Versionen wohl am Ende die Wahrheit sein mag... wir werden es wohl nie erfahren. Der Erfolg gibt ihm jedenfalls recht – wenngleich „Pen-Pineapple-Apple-Pen“ wohl jetzt bereits ähnlich viele Gegner auf sich gezogen haben dürfte wie einst Gangnam Style. Andererseits wurde das Video erst am 24. September hochgeladen und hat jetzt bereits über 43 Millionen Aufrufe gesammelt. Ein Extended Mix würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die weltweiten Charts in ihren Grundfesten erschüttern. 


Smooth-Version und Remixe

Wie wir es nicht anders aus der Musikbranche kennen, ließ ein Follow-Up-Video nicht lange auf sich warten. Am Sonntag lud Kazuhiko Kosaka ein weiteres Pen-Pineapple-Apple-Pen-Video mit seiner Kunstfigur Piko-Taro in der Hauptrolle hoch, dieses Mal allerdings nicht unterlegt mit dem kräftigen J-Pop-Instrumental des Originals, sondern von einem sanften Shuffle-Rhythmus mit seichten Piano-Klängen. In Kombination mit der nun deutlich sonanteren Stimme des Komikers wird aus einem Stift-Ananas-Apfel-Stift ganz schnell eine smoothe Pop-Ballade. Natürlich ist das Video mit dieser Unterlegung nicht minder lustig als das Original und wurde in zwei Tagen immerhin schon 300.000 Mal geklickt.

 

Das Internet wäre nicht das Internet, wenn es nicht bereits diverse Remixe des Viral-Videos hervorgebracht hätte. Der heutige #TrackOfTheDay unseres Dance-Charts-Twitteraccounts war beispielsweise einer davon: Hoaprox glänzt hier durch seine gefühlvolle Trap-Interpretation des liebevoll „PPAP“ abgekürzten Songs.

 

Allen, denen das zu sanft war, sei der Bass-House-Remix ans Herz gelegt: So muss es klingen, wenn ein Rasenmäher dem Stift-Ananas-Apfel-Stift den Garaus macht!

 

Zu guter Letzt noch zwei Remixe aus dem Genre Melbourne Bounce. Wir können uns hier lebhaft einen Piko-Taro-Flummi auf- und abshufflen vorstellen. Boing-Pineapple-Apple-Boing quasi.

 

 

Sagten wir „zu guter Letzt“? Könnt ihr knicken, natürlich geht es immer noch absurder. Wie wäre es zum Beispiel mit einer indischen Version?

 

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