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Saturday, 10. December 2016

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28
Nov
2016

Warum man nicht zu laut mastern sollte

Spotify - Die beste Waffe gegen den Loudness War

Ein Algorithmus bei Spotify analysiert alle Songs und erkennt deren wahrgenommene Lautstärke. Anschließend werden laute Tracks einfach leiser abgespielt. Dadurch sollen starke Lautstärke-Unterschiede zwischen verschiedenen Songs vermieden werden. Diese Funktion, welche ursprünglich nur als komfortables Feature für die Kunden gedacht war, entpuppt sich mittlerweile als eines der wirksamsten Waffen gegen den Lautheits-Krieg - zu lautes Mastering in der Musikproduktion.

Spotify - Die beste Waffe gegen den Loudness War


Loudness War

Produzenten, Labels, Management, jeder will es so laut wie möglich. Denn laut wird gehört, laut wird wahrgenommen. Audiosignale werden mit Equalizern verpfuscht, mit Kompressoren zerquetscht und  am Schluss noch verzerrt. Egal wie sehr die Klangqualität leidet, beim Kampf im Loudness War ist jedes Mittel recht. Wie das im Fall von MOTi und Spinnin Records ausgehen kann, seht ihr hier.

Nun ändern sich aber die Hörgewohnheiten der Konsumenten. Immer mehr Menschen nutzen Streaming-Plattformen wie Spotify, Deezer, Google Music. Wie oben beschrieben scannen diese Dienste alle Songs und reduzieren bei Bedarf einfach die Wiedergabe Lautstärke. Dies ist auch absolut sinnvoll, da der Konsument keine Lust hat bei jedem Song-Wechsel den Lautstärke-Regler zu bedienen.

Was diese Funktion jetzt für Auswirkungen auf laute Pfusch-Produktionen hat, ist interessant. Produzenten wie Galantis, welche im Vorfeld alles dafür getan haben um maximal laut zu sein, werden von Spotify einfach zurecht gestutzt. Um so laut zu werden haben sie auch bewusst auf Bass und Druck in Ihrer Produktion verzichtet. Auf Spotify wird das zum Verhängnis. Das Ergebnis ist verblüffend – Galantis No Money klingt im direkten Vergleich zu anderen Tracks schwach und leblos.

Im nachfolgenden Video seht und hört ihr wie das menschliche Ohr auf verschiedene Frequenzen reagiert. Ab Minute 06:52 wird gezeigt was das für Spotify bedeutet. Auf www.futorial.de können Musikproduzenten alles über das Thema Mixdown & Mastering lernen, sowie sich im Forum miteinander austauschen.

 

 



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