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Thursday, 08. December 2016

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29
Nov
2016

Die Vorband von Justin Bieber

Interview mit The Knocks

The Knocks haben einen fulminanten Sommer hinter sich. Das US-Amerikanische Duo schaffte es gar auf den Radar von Superstar Justin Bieber. Dieser lud die beiden ein, als Vorband auf seiner „Purpose“-Tour zu spielen. Unter Anderem traten Sie im November in Frankfurt und Hamburg in ausverkauften Hallen auf. Ben „B-Roc“ Ruttner und James „JPatt“ Patterson haben nach ihrem Megahit „Classic“ aus dem Jahr 2014 dieses Jahr nun dann auch endlich ihr Debütalbum „55“ veröffentlicht. Mit dabei sind einige hochkarätige Kollaborationen!

Interview mit The Knocks

Für The Knocks ist sie eine neue Erfahrung, die Tour mit Justin Bieber. Nach zwei Shows in Kanada sind sie nun auf der gesamten Europatournee dabei. „Bisher war es sehr gut, hoffentlich können wir, wenn wir unsere eigenen Shows machen, etwas von dem, was wir hier gelernt haben, nutzen.“ sagte James „JPatt“ Patterson im Interview. Man mag sich vielleicht wundern. Immerhin waren The Knocks auf ihrer ersten Tour Vorband von Ellie Goulding und auch Dragonette haben sie bereits supported.

Doch Justin Bieber sei anders. Einmal hätten sie ihn getroffen, sonst wäre er immer von Bodyguards umgeben. Es gibt kein Abhängen vor oder nach den Shows - dafür ist die Produktion zu gigantisch. 30 Minuten dürfen The Knocks spielen, es sollen ihre größten Hits werden. Mit dabei ist natürlich das allgegenwärtige „Classic“. Ihr Megahit aus dem Jahr 2014, der noch heute Standards im Nu Disco / Tropical House setzt.

Auch so ein Hit werden soll „Heat“, ihre neuste Veröffentlichung, die gemeinsam mit Sam Nelson Harris von den X Ambassadors entstand. „Wir fingen an den Track mit Styalz [Fuego] von den 96’ Bulls zu schreiben. Irgendwann suchten wir jemanden für den Songtext. Mit Sam haben wir auch in der Vergangenheit öfters gearbeitet, so kam dann das Eine zum Anderen.“ Er sei einer der Leute, denen The Knocks immer ihre Tracks schicken, auch wenn er mit den X Ambassadors meist sehr eingebunden sei, so gäbe er doch immer großartiges Feedback.

Auch ansonsten sei das Duo in der Szene gut vernetzt, „Wir haben einige DJ-Freunde in der Szene. Die ist ja nicht so groß, also besonders unser Nu-Disco-Segment. Wenn wir in deren Stadt sind schreiben wir kurz, so hingen wir kürzlich zum Beispiel mit Alex Metric in London ab, er ist einer unserer Freunde.“ Eigentlich kommen The Knocks aus der Open-Format-Szene New Yorks. Die beiden trafen sich dort, als sie beide nach einer WG suchten und zogen kurzerhand gemeinsam in eine Wohnung.

Die Mischung macht Sie aus, der von DJ AM gestartete Style des Open-Formats hat sie geprägt. Open-Format heißt Hip Hop, Soul und House im Crossover - in New York ist das Kult. Laut James gäbe es auch keine andere Stadt, die nur annähernd an diesen Style herankäme, aber er sei da auch ein wenig voreingenommen. Ihr aktuelles Album „55“ soll dann auch genau diesen New Yorker Vibe wiederspiegeln. Der Name „55“ ist die Hausnummer ihres Studios in der Chrystie Street in Chinatown.

Die Tracks stammen aus über 4 Jahren, für The Knocks kam das alles sehr natürlich zusammen. „Mit unserem ersten Label hat es nicht wirklich geklappt, die wollten, dass wir etwas mehr Pop machen. Jetzt bei Atlantic ist das viel besser, sie lassen uns machen, was wir wollen. So sind auch fast alle Features quasi Freunde von uns. Da wurde nichts erzwungen oder gekauft oder so.“ Wyclef Jean zum Beispiel sei über einen gemeinsamen Freund ins Studio gekommen. Ihre Kollaboration „Kiss The Sky“ ist übrigens auf dem offiziellen Soundtrack des Videospiels „EA Sports Madden NFL 17“ vertreten.

Auch auf dem Album zu hören ist Carly Rae Jepsen. Mit der „Call Me Maybe“-Sängerin werden die beiden bald erneut ins Studio gehen, beziehungsweise werde Ben sich mit ihr in Los Angeles treffen, James sei über die Feiertage bei seiner Familie. Allgemein möchten die beiden in der Zukunft wieder mehr für andere Künstler schreiben und produzieren. Und ein zweites The Knocks Album soll kommen, also zumindest angefangen werden, wenn es bald mal wieder eine Pause vom Touren gibt.

Ans Aufhören denkt James von The Knocks nicht, auch wenn ihn schon mal der eine oder andere in den Straßen von New York erkannt habe, auch als wirklicher Star fühle er sich noch nicht. Vielmehr liebe er es, an der Musik zu arbeiten. Ohne lange zu zögern gibt es dann auch zwei brandheiße musikalische Tipps, die aktuellen Lieblingssongs von James „JPatt“ Patterson.

„Ich höre „Feel No Ways“ von Drake ungefähr acht Mal am Tag. Das ist definitiv mein meistgespielter Song des Sommers. Ohh, und dann bin ich auf diese brasilianische Sängerin Evinha gestoßen. Der Song heißt „Esperar pra ver“, der ist echt spitze.“

 



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