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Musikalischer Jahresrückblick

Hardwell: Das waren seine Tracks 2016

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Manch einer behauptet ja, 2016 wäre nicht Hardwells Jahr gewesen - kein Tomorrowland-Auftritt, nur der dritte Platz im DJ-Mag-Voting und keiner seiner Versuche, einen seiner Tracks im Mainstream zu etablieren und sogar auf einen Charthit zu avancieren, zündete auch nur ansatzweise. Klar ist dabei allerdings auch, dass es für so einen großen Namen wie Hardwell einen sehr großen Aufwand erfordert, von seinem Signature-Sound wegzukommen, ohne seine eigenen Fans zu verärgern - was in diesem Jahr durchaus häufiger bei anderen Künstlern mit weniger Reputation vorkam. Hinzu kommt, dass sich Hardwell bereits im Juli 2015 das Ziel gesetzt hat, jeden Monat mindestens einen neuen Track zu veröffentlichen. Und andererseits darf man auch nicht vergessen, dass Hardwell in diesem Jahr durchaus einige Tracks veröffentlich hat, die auf den Mainstages dieser Welt kräftig für Zündstoff gesorgt haben. Einige nicht ganz unvernünftige Konzepte waren da dabei -  Grund genug jedenfalls, um sich seine Veröffentlichungen im Jahr 2016 einmal etwas näher anzusehen.


Hardwell - Blackout (Januar)

Am 7. Januar hat Hardwell bekanntlich Geburtstag. Zu diesem Anlass ließ er es sich in diesem Jahr nicht nehmen, seine treuen Fans mit einem neuen Track zu beglücken, der sogar zum kostenlosen Download bereitstand. Und was für ein Track! Man munkelt, dass „Blackout“ der beste Hardwell-Track seit der Veröffentlichung seines Albums „United We Are“ ein Jahr zuvor gewesen sei. Das liegt daran, dass Hardwell mit dieser Nummer seine Die-Hard-Fans befriedigte, die den niederländischen Superstar-DJ schon seit seinen Anfängen begleiten - der Oldschool-Hardwell-Sound kommt eben noch immer gut an! „Blackou“ weiß durch seine druckvollen Lead-Synths, ein grooviges Ambiente und allgemein sehr viel Oldschool-Innuendo zu überzeugen - lediglich die Break ist ein wenig langweilig gestaltet. Hier präsentiert sich uns grooviger Bigroom von seiner schönsten Seite! Wenn es bei Hardwell in diesem Jahr nur mal so weitergegangen wäre... wir werden sehen!


Hardwell & Afrojack - Hollywood (Januar)

Dass Hardwell und Afrojack eine Kollaboration am Start haben, wusste der wohlinformierte Fan beider Künstler schon einige Monate vor dem Release des fertigen Produkts, einem Peaktime-Gerät namens „Hollywood“ - Gerät, weil bei diesem Track garantiert niemand jemals müde wird oder gar einschläft, wenn auch aus von Hörer zu Hörer verschiedenen Beweggründen. Am 25. Januar zündete der Hollywood-Express dann die Nachbrenner und wusste durch die stilechte Kombination des typischen Hardwell-Sounds mit einem von Afrojacks Dirty-Dutch-Krachern zu überzeugen. Mit dominanten aber zugleich angenehm abgemischten Supersaws in der Break teast der Buildup bereits, in welche Richtung sich der Drop bewegen wird - heraus kommt eine aggressive Mischung aus Bigroom und Dirty Dutch mit Einflüssen aus dem Jungle Terror, also genau das Richtige, um eine Festivalstage zum Kochen zu bringen. Dem Standard-Mainstream-Fan oder gar eingefleischten Undergroundies wird das eher auf die Nerven gehen, aber für all diejenigen, die eskalativ unterwegs sind, wird „Hollywood“ auf jeder Mainstage dieses Planeten die pure Wonne sein!


Hardwell feat. Jake Reese - Run Wild (Februar)

Kaum ein Releasedatum wurde je so frühzeitig angekündigt wie das von Hardwells neuestem Vocal-Track „Run Wild“, zu dem der niederländische Sänger Jake Reese den Gesang beisteuerte. Bereits im August 2015 wurde bekannt, dass mit „Run Wild“ ein Follow-Up zu Hardwells letzter Kollaboration mit Jake Reese namens „Mad World“ in den Startlöchern stehe und Anfang März 2016 veröffentlicht werde. Das traf dann nicht ganz ein, da der Februar in diesem Schaltjahr ausnahmsweise 29 Tage hatte, sodass „Run Wild“ das seltene Vergnügen hatte, an einem 29. Februar das Licht der WIlt zu erblicken. Aber was kann die Single denn nun? Hardwell bleibt hier seinem üblichen Bigroom-Stil treu, flüchtet sich dabei aber auch ein wenig in Einflüsse des Trance - den Credits nach mit einiger Unterstützung der Jungs von W&W! Heraus kommt eine durchaus poppig geratene Mischung aus den etwas gequält wirkenden Vocals von Jake Reese, Supersaws bis zum Abwinken und einem trancigen Bigroom-Drop. Die Mischung macht's hier allerdings - denn das Ganze ist hier mehr als die Summe seiner Teile. Und so entstand mit „Run Wild“ einer der besseren Hardwell-Tracks, der zwar nicht vollends überzeugt, andererseits aber auch schön anzuhören ist - es muss eben nicht immer höchster Anspruch sein, um zu gefallen!


Hardwell & Kura - Calavera (März)

Exakt einen Monat nach „Run Wild“ stand schon Hardwells nächste Veröffentlichung an. Mit „Calavera“ liefert er ein Follow-Up auf den „Hollywood“-Sound seiner Kollaboration mit Afrojack ab. Bereits im November 2015 gaben Kura und Hardwell ihre Zusammenarbeit bekannt und kurz nach der Veröffentlichung von „Calavera“ kam auch schon die nächste Studio-Session beider Produzenten - eine neue Kollaboration befindet sich für 2017 im Anflug. Der einzige Wermutstropfen: „Calavera“ ist eine Scheibe, mit der nur wenige warm wurden. Mainstream-Fans gefiel die typische Hardwell-Supersaw-Break, dafür wurde es ihnen dann im Drop zu bunt. Hörer mit Anspruch blicken verächtlich auf die soundtechnisch doch etwas anspruchslos gestaltete Break und wundern sich über den etwas ungestümen Drop - man wird sich mit der Nummer einfach nicht grün. Wie schon statuiert wurde, ist die Break doch recht einfallslos, „Supersaw hier, Supersaw da, trulala!“, wäre wohl die passendste Umschreibung. Der Drop wiederum ist ein Schlag ins Gesicht aller Mainstream-Hörer und solcher, die Hardwell gern Future House und ähnliches Valium veröffentlichen sähen. Wie in „Hollywood“ sehen wir auch hier wieder eine gesunde Mischung aus Bigroom, Jungle Terror und Dirty Dutch - aggressive Dirty-Dutch-Sounds dürfen zu Bigroom-Kicks und Jungle-Terror-Percussion in einem 2/4-Takt auf dem Grundton hämmern - heraus kommt natürlich eine Melodie so platt wie die vielzitierte Flunder. Manch einer witzelt auch über die Entfesselung von Kuras Affenstall im Drop - durchaus ein passendes Bild. Insgesamt hat „Calavera“ (deutsch: „Totenschädel“) durchaus starke Momente, weiß aber wohl nicht jeden auf ganzer Linie zu überzeugen.


The Chainsmokers feat. Daya - Don't Let Me Down (Hardwell & Sephyx Remix) (Mai)

Im Mai folgte dann Hardwells wohl stärkster Track in diesem Jahr - für einen Remix des Megahits „Don't Let Me Down“ von den Chainsmokers und der Sängerin Daya holte sich der Holländer das junge Hardstyle-Talent Sephyx ins Studio. Noch schnell Frontliners Hardstyle-Soundpack gezogen und ab geht die wilde Fahrt! In dem Remix zu dem internationalen Chartbreaker geht Hardwell (endlich!) neue Wege und tastet sich in den Hardstyle hinein. Den Großteil dürfte dem Sound nach wohl Sephyx beigetragen haben, aber wenn man sich ansieht, welche Richtungen der gute alte Hardwell aktuell einschlägt, dürfte auch er einiges an dem Track gemacht haben. Aggressive Hardstyle-Sounds, eine fette Kick und ein ordentliches Tempo-Update machen dieses Hardstyle-Crossover mit Future-Pop-Einflüssen zu dem wahrscheinlich besten Remix des Tracks. Auch wenn er wohl nur marginal an der Nummer beteiligt war  - und das sagt einiges über Hardwells Jahr! -, handelt es sich wohl um Hardwells besten Track im Jahr 2016!


Hardwell & Thomas Newson - 8Fifty (Juni)

Hardwells nächste Kollaboration, der Track mit dem klangvollen Namen „8Fifty“, war eine Zusammenarbeit mit dem Niederländer Thomas Newson. Auch hier schlägt Hardwell wieder härtere Saiten an und bewegt sich wieder deutlich in Richtung Bigroom, Jungle Terror und Dirty Dutch, also quasi ein würdiges Follow-Up für „Hollywood“ und „Calavera“. „9Fifty“ hat dasselbe Problem wie die erstgenannten Tracks, denn kaum einer wird sich mit dem Gesamtwerk grün. Den einen ist der Drop zu hart, den anderen zu ungestüm. Diejenigen, die den Drop mögen, werden an der Break auszusetzen haben, dass das Sounddesign ein waschechter Klon von Hardwells letzter Dannic-Kollaboration „Survivors“ ist, wenn auch mit einer weit angenehmeren Melodie. „8Fifty“ bietet also reichlich Zündstoff für angeregte Diskussionen. Insgesamt ist „8Fifty“ allerdings dann doch ein recht interessanter Mainstage-Track, der in diesem Jahr auch durchaus einige Festivals zum Kochen gebracht haben dürfte. Ein Track aus der Kategorie „Kann man mal machen!“.

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