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DJ-Kurs Teil 2: Beatmatching, Analog, BPM, Sync [VIDEO] 🎧

Beatmatching, Analog, BPM, SyncDJ-Kurs Teil 2: Beatmatching, Analog, BPM, Sync

Herzlich willkommen zum 2. Teil unseren DJ-Kurses (hier geht es zum 1. Teil). Was macht ein DJ eigentlich genau? Im Grunde hat er zwei elementare Aufgaben. 1. Die Songauswahl und 2. das Mixen verschiedener Songs. Auch wenn meiner Meinung nach beides in etwa gleich wichtig ist, so ist fĂŒr die meisten Zuhörer die Songauswahl wohl mehr dafĂŒr verantwortlich ob es ein gelungener Abend wird oder nicht. Gute Mixing Skills werden hĂ€ufig leider nur vom fachkundigen Publikum bemerkt. Je mehr man sich selbst mit dem Thema DJing und Musik beschĂ€ftigt, desto kritischer achtet man auch darauf wie talentiert die DJ Kollegen eigentlich sind. Gehen wir nun davon aus, ihr habt euch ausreichend mit dem Thema Musik beschĂ€ftigt und eure Tracks die ihr mischen wollt beisammen. Dann stellt sich nun die Frage, wie kann man dies am besten machen? Dabei gibt es zwei Methoden. 1. der Stop / Play Übergang. Das heißt mit einem mal setzt der neue Track ein und der vorherige stoppt bzw. ist einfach zu Ende. Dabei handelt es sich um einen harten Übergang, den jeder sofort mitbekommt. Geeignet um einen Akzent / Bruch im Set deutlich zu machen.


Mixing Tutotorial

Die zweite Möglichkeit ist der Crossfade Übergang. Also das allmĂ€hliche Steigern der LautstĂ€rke des neuen Tracks, bei zeitgleichem Absenken der LautstĂ€rke des vorherigen Tracks. Dieser Übergang wirkt subtiler, je nach Musikrichtung ist er manchmal sogar gar nicht richtig zu bemerken.

Um solch einen Übergang sauber zu vollziehen, muss EINE Regel absolut perfekt sitzen. Und zwar das Beat Matching.


Beat Matching

Wenn wir von Track A rĂŒber zu Track B faden möchten, dann mĂŒssen beide Songs die selbe Geschwindigkeit haben. Alles andere ist verwirrend und klingt ganz fĂŒrchterlich. ZunĂ€chst stellen wir uns ein rein analoges Vinyl Setup vor. Wir haben also keine Ahnung wie schnell die Tracks sind und auch keine optische Hilfe wie eine Waveform Anzeige. Wir beginnen damit Track A abzuspielen.

Normalerweise wĂŒrdet ihr bei Track B jetzt die CUE Taste auf dem Mixer drĂŒcken um unterm Kopfhörer den neuen Track hören zu können. Der Einfachheit halber demonstriere ich das Beatmatching ĂŒber den Masterkanal. Um nun den Beat aus Track B anzugleichen, suchen wir uns die Stelle an welcher der Track bzw. der Beat beginnt. Diese Stelle scratchen wir paar mal hin und her um genau festzustellen wann wir am Anfang sind. Als nĂ€chstes warten wir auf einen geeigneten Zeitpunkt in Track A um dann den Track B mit einsteigen zu lassen. Achtet darauf, dass ihr im richtigen Taktraster seid. D.h. Kick und Clap Positionen stimmen bei beiden Tracks ĂŒberein.

 

 

Track A & B beginnen nun idealerweise parallel zu spielen. Sofern sie nicht die gleiche Geschwindigkeit besitzen, laufen die Beats natĂŒrlich auseinander. Nun ist die Frage, welcher ist schneller und welcher langsamer. Muss ich Track B hoch oder runter pitchen um ihn an Track A anzugleichen. Das findet ihr heraus in dem ihr den Plattenteller wahlweise etwas anschiebt oder bremst. Je nachdem ob es besser oder schlechter wird, wisst ihr ob Track B im VerhĂ€ltnis zu schnell oder zu langsam ist. Nun den Pitch-Regler entsprechend neu justieren und wieder drauf achten ob die 2 Beats auseinander laufen.

Nun heißt es ĂŒben ĂŒben ĂŒben. Immer wieder Track B mit einsteigen lassen und durch anschieben oder bremsen des Plattentellers herausfinden ob ihr den Pitchregler erhöhen oder erniedrigen mĂŒsst. Irgendwann entwickelt ihr ein GefĂŒhl dafĂŒr, wie unterschiedlich schnell die Beats laufen und es dauert nur noch wenige Sekunden 2 Beats ungefĂ€hr auf das gleiche Tempo zu bringen. Rein analog, ohne digitale Anzeigen ist es selten der Fall, dass Beats 100% identisch laufen. D.h. selbst wenn ihr die Beats nun gematched habt, wird vermutlich nach einer gewissen Zeit eine kleine Korrektur nötig sein.


Beatmatching mit Hilfe der BPM Anzeige

Falls Ihr moderne DJ Player oder eine DJ Software nutzt. Dann könnt ihr die Geschwindigkeit eines Songs ganz einfach im Display ablesen, sofern die Software die Geschwindigkeit richtig erkannt hat. Wenn ihr nun den Pitchregler betĂ€tigt, Ă€ndert sich auch die angezeigte Geschwindigkeit. Diese wird in BPM (Beats per Minute angeben). Nun einfach Track B auf die gleiche Geschwindigkeit pitchen wie Track A und das Beatmatching ist fertig. Dies ist natĂŒrlich wesentlich einfacher und geht bedeutend schneller. Kopfhörer sind fĂŒr diese Methode auch keine notwendig. Jetzt gilt es nur noch darauf zu achten, dass man im richtigen Taktraster mischt.


Beatmatching mit Hilfe der Sync Funktion

Wie wir gesehen haben ist moderne DJ Software in der Lage die Geschwindigkeit von Songs zu analysieren. Um sich nun den Schritt des Pitchreglers zu sparen, haben die Entwickler die Sync-Funktion entwickelt. Ist die Synchronisation aktiviert, sorgt die Software dafĂŒr, das Track A & B die gleiche Geschwindigkeit haben. Dabei geht das Programm immer von einer Master Slave Hierarchie aus. Das heißt entweder Deck A oder B ist die Referenz also der Master und der jeweils andere Track wird an diesen synchronisiert. Mit der Syncfunktion haben wir uns noch einen weiteren Schritt gespart und das Beatmatching ĂŒbernimmt nun komplett die DJ Software.

Aber Vorsicht. Damit die Sync Funktion verlĂ€sslich funktioniert mĂŒssen zwei Dinge beachtet werden. 1. Die Software muss die Geschwindigkeit des Tracks richtig erkannt haben. Sehr komplexe Songs können da schon mal falsch analysiert werden. 2. Die Software legt auf den Track ein sogenannten Grid, ein virtuelles Gitter. Das Gitter (meist 4/4 Takt) zeigt an an welcher Stelle die DJ Software den Takt ermittelt hat. Wenn dieses Grid nicht richtig ĂŒber dem Song liegt, funktioniert auch die Sync Funktion nicht zuverlĂ€ssig. Entweder ihr sorgt dafĂŒr, dass die Grids richtig sitzen, oder ihr korrigiert die automatische Synchronisation im Live-Betrieb durch leichtes anschubsen oder abbremsen des Jog-Wheels..

Auch wenn die Sync-Funktion hĂ€ufig in der Kritik steht, da sie dem DJ einen Großteil der Arbeit abnimmt, bin ich ein großer Fan von ihr. Richtig eingesetzt nimmt sie mir unnötige Arbeiten ab und bringt völlig neue Möglichkeiten. Das praktische ist nĂ€mlich, dass die Sync-Funktion dafĂŒr sorgt, dass Pitch-Änderungen parallel auf beiden Playern vollzogen werden können. D.h. wir können wĂ€hrend eines Übergangs das Tempo des Mixes verĂ€ndern.

 

Abonniert den Kanal von Futorial, um auch die weiteren Ausgaben der Serie nicht zu verpassen. In wenigen Tagen geht es ansonsten hier auf der Webseite mit dem nĂ€chsten Teil weiter.

 

 

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

WĂ€hrend meines Studiums grĂŒndeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der grĂ¶ĂŸten Blogs und News-Portale fĂŒr Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es tĂ€glich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der TĂ€tigkeit fĂŒr die Agentur bin ich regelmĂ€ĂŸig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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