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MITTWOCH, 18. OKTOBER 2017

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11
Okt
2017

Neuer Club-Life-Sampler

Tiësto - Club Life Vol. 5 – CHINA » [Review]

Tiësto Club Life VOL. 5 - CHINATiësto - Club Life Vol. 5 – CHINA

Das lange Warten hat ein Ende. Seit dem 6. Oktober 2017 steht endlich die 5. Ausgabe des Club- Life-Albums mit dem diesjährigen Thema "China" zum Stream und Download bereit. Darauf erwarten euch neben den bereits drei vorab veröffentlichten Singles „BOOM (mit Sevenn)“, „Harder (mit KSHMR ft. Talay Riley)“ und „Scream (mit John Christian) weitere 15 starke Tracks, unter anderem von SWACQ, John Christian und Tiësto selbst.


Tiësto's CLUB LIFE

Tiësto gehört schon seit gut zwei Jahrzehnten zu den besten Produzenten und DJs der Welt. Anfangs noch mit Trance unterwegs hat er sich inzwischen voll und ganz dem House-Genre zugewandt. Auf seinen eigenen Labels Musical Freedom und AFTR:HRS ist das mehr als deutlich zu spüren. Seit April 2007 strahlt er wöchentlich seine Radio-Show „Club Life“ aus und befindet sich inzwischen in der 548. Episode (Stand: 6. Oktober 2017). Im April 2011 startete er zudem mit „Club Life, Vol. 1 – Las Vegas“ seine gleichnamige Kompilations-Reihe CLUB LIFE. Es folgten „Club Life, Vol. 2 – Miami (2012)“, „Club Life, Vol. 3 – Stockholm (2013)“ und „Club Life, Vol. 4 – New York City (2015)“. Mit gerade eimal 48 Jahren kann Tiësto bereits auf unzählige Collabs, unter anderem mit Martin Garrix, Hardwell, Don Diablo, Oliver Heldens etc. zurückblicken. „Club Life, Vol. 5 – China“ ist der nächste Meilenstein des niederländischen DJs und Produzenten.


Club Life, Vol. 5 – China

Mit insgesamt 18 Titeln geht es sowohl durch das House- als auch Electro-Genre.


Tiësto & KSHMR ft. Talay Riley - Harder (Harder Intro Edit)

Die Single „Harder“ von Tiësto & KSHMR ist bereits die zweite Zusammenarbeit nach „Secrets“. Veröffentlicht wurde diese im Juni 2017 via Musical Freedom, die Vocals wurden dieses Mal von Talay Riley beigesteuert. Für das Club Life Vol. 5 Intro hat Tiësto „Harder“ deutlich verändert. Der Anfang sorgt für ordentlich Spannung. Die Vocals von Talay Riley sind langsamer gepitcht und werden nur von einer düsteren spannungsgeladenen Stimmung unterlegt. Im Build-Up kommen klare Drums hinzu, die die Spannung weiter verstärken. Die Original-Vocals führen im Zusammenspiel mit stärkeren Drums sowie vereinzelten Sound-Bausteinen zum Drop. Über den Mainpart herrschen eine starke Bassline, dröhnende Drums und eine mitreißende Melodie. Feinster Dirty-Electro-Tech-House-Sound.


Tiësto & VASSY - Faster Than A Bullet

Nach dem Mega-Erfolg der Single „Secrets“, welche im Jahr 2015 ungeahnte Ausmaße annahm und zum Dancefloor-Killer mutierte, haben sich Tiësto und VASSY entschlossen, noch mal zusammenzufinden. Heraus kam die Single „Faster Than A Bullet“, die Tiësto bereits in seinem Creamfields-Set spielte. Die VASSY-Vocals sind auch bei diesem Werk unverkennbar und werden von einer wunderschönen Melodie begleitet. Besonders markant sind die ähnlich klingenden Xylophon-Töne im Hintergrund. Das Build-Up wird durch an Kraft gewinnende Drums eingeläutet, wo die Vocals gekonnt mithalten können. Der Drop setzt ein und der typische Tiësto-Progressive-House-Sound rollt über die Tanzfläche. Sehr eingängig!


Tiësto & John Christian - Scream

Zusammen mit dem in der EDM-Szene bekannten John Christian hat Tiësto ebenfalls den Weg ins Studio gefunden, dabei herausgekommen ist „Scream“. Diese ist eine typische Bigroom-Nummer und wurde bereits Anfang September via Musical Freedom veröffentlicht (wir berichteten). Claps und eine schleichende Electro-Melodie machen den Track besonders zu Anfang aus. Nahezu nahtlos bildet sich das Buidl-Up in wenigen Sekunden; die Drums gewinnen an Kraft und Lautstärke. Der Drop entlädt sich  und es kracht von allen Seiten. Der Mainpart geht gut voran und wird durch schelle Breaks sehr kreativ gestaltet. „Scream“ wird die Festivals und Clubs dieser Welt im Sturm erobern und für den puren Abriss sorgen.


Tiësto ft. Stargate & Aloe Blacc – Carry You Home (Tiësto's Big Room Mix)

Tiësto hat sich mit den Hitproduzenten Stargate („Waterfall“ ft. Sia & P!NK) und „I Need A Dollar“-Sänger Aloe Blacc starke Unterstützung für „Carry You Home“ ins Studio geholt. Das Original von „Carry You Home“ wurde Ende September 2017 - eine Woche vor dem „Club Life Vol. 5“-Album-Release – veröffentlicht. Erstmals seit 3 Jahren ist der alte Tiësto-Sound wieder vertreten, nach dem sich viele EDM-Gänger zwischenzeitlich sehnten. Für „Club Life Vol. 5 - China“ hat der Niederländer an einem Big Room Mix von „Carry You Home“ geschraubt. Die Basis bilden dabei die Claps und Drums. Die Vocals von Aloe Blacc treten unverändert auf. Das Build-Up strotz voller Kraft und gefällt ganz gut, prägnant sind vor allem die Drums und Vocals, die miteinander agieren. Die Spannung hält bis zum Drop; im Mainpart holt der Big Room Mix alles raus und schreitet rasch voran. Hauptsächlich wurde an der Single das Tempo gepitcht, was jedoch ein bisschen eintönig ausfällt.


Tiësto – No Worries (Tiësto's Big Room Mix)

Mit „No Worries“ hat Tiësto sicherlich viele seiner Fans überrascht. Denn dieser Titel wurde bis zur offiziellen Veröffentlichung der Tracklist nie von Tiësto in einem seiner Sets gespielt. Die weiblichen Vocals zu Beginn lockern den Song schön auf. Dazu gesellen sich fantastische Piano-Klänge und feine Synths, diese beiden Komponenten sorgen für eine Mischung aus Pop und Deep House. Unterlegt wird dieser Eindruck von Drums. Im Build-Up verfliegt diese Meinung jedoch, da die Drums aus dem Hintergrund nach vorne rücken und an Stärke gewinnen. Durch den Drop kommt der Big-Room-Sound zur vollen Geltung und wird dabei durch mehrere Trompeten-Klänge unterstützt, die das Ganze gekonnt abrunden.


Tiësto & Sevenn – BOOM  

Auch der Mega-Smasher „BOOM“ ist auf dem neuen Club-Life-Sampler vertreten. Bereits im März diesen Jahres feierte die Single Premiere auf dem Ultra Music Festival Miami 2017. Entstanden ist sie mit dem amerikanischen DJ- und Produzenten-Duo Sevenn, releast wurde sie im April 2017 via Musical Freedom.  Der Track erhielt weitestgehend positives Feedback, sowohl von EDM-Magazinen als auch von Kritikern. Anerkennung gab es vor allem für die ausgelebte Kreativität: die Verspieltheit der Vocals sowie den starken Wiedererkennungswert. Genre-technisch lässt sich die Single im Bereich von Electro House mit einem Future-House-Einfluss einordnen. In der EDM-Szene reifte der Track zum Festival-Monster heran, so existieren inzwischen unzählige Shuffle-Videos zu diesem Thema. „BOOM“ darf auf keiner Festival-Stage fehlen!


Tiësto & Diplo – C' mon (John Christian Remix)

Das Original von Tiësto & Diplo stammt aus dem Jahr 2011. Auf der Vocal-Version „C'mon (Catch 'Em by Surprise)“ ist zudem noch Rap-Legende Busta Rhymes vertreten. Ende 2016 hat Maestro Harrell jüngst diesem Thema ein komplettes Make-Over verpasst. Nun hat sich der aus Amsterdam stammende DJ John Christian („Brothers“ ft. Eric Lumiere)“an das Thema gewagt. Dieser hatte schon im Jahr 2013 ein Remake von Tiesto's „Flight 643“ angefertigt. Der Remix zu „C' mon“ kommt von Anfang an in der typsichen John-Christian-Mainiere um die Ecke. Der feine aber großzügige Synt-Part, der sich über die Crowd ausbreitet. Schnelle harte Drums, die durch das Build-Up rasen und der Drop. Der Mainpart, der durch den Electro-Tech- House-Sound geprägt ist und die perfekte Vorlage für den Abriss bildet, jedoch nichts sonderlich neues darstellt. Dennoch ist die Produktion ganz ok und man kann sich den Track auf jeden Fall mal anhören.


John Christian – Back To The Oldskool

Wir wissen nicht, wie oft das Thema „Oldskool“ noch aufgegriffen wird; so hat man doch inzwischen das Gefühl, es schon tausende Male gehört zu haben. Auch John Christian hat jetzt mit „Back To The Oldskool“ seine Version in den Ring geworfen. Auch diese Nummer von John Christian kommt im Electro-Tech-House-Sound – stilistisch auch oftmals als Rage House bezeichnet – um die Ecke. Ohne Umschweife und mit kurzem Build-Up mündet der Track sofort in den Drop über. Der Mainpart reist alles nieder; der Wobble-Sound bricht los, es schallt von allen Seiten. Gestützt wird das Ganze hin und wieder von feinen Snares. Stilistisch ist die Single im selben Genre wie „Old School“ von Sikdope angesiedelt – welche ebenfalls dieses Jahr via Musical Freedom erschien. „Back To The Oldskool“ wird besonders in den Clubs zu dieser Jahreszeit funktionieren und dann im nächsten Jahr auf die Festival-Bühnen dieser Welt zurückkehren. Dieses fette Teil darf auf keiner EDM-Veranstaltung fehlen.


Tiësto – Fat Beat

Mit „Fat Beat“ zeigt Tiësto, dass er auch alleine etwas zustande bringen kann. Der Festival-Sound kommt gleich zu Anfang mit den Bassdrums durch, das Build-Up schlägt blitzschnell auf und führt zum Drop. Dieser ist hierbei sehr markant gestaltet und findet positiven Anklang beim Hörer. Im Mainpart lässt Tiësto das Beast los, die starke Bassline übernimmt die vollkommene Herrschaft und wird binnen Sekunden die Crowd auf dem Dancefloor einnehmen. Die schnellen Breaks und die kurzen, aber feinen Synth-Parts sorgen für ausreichend kreative Entfaltung. „Fat Beat“ von Tiësto findet sich im Electro-House-Genre wieder und ist echt ein „fetter Beat“.


John Christian – Funkastarz

Mit „Funkastarz“ von John Christian tritt endlich mal etwas Abwechslung in den ansonsten von Electro-House beherrschten „Club Life, Vol. 5 - China“-Sampler. Endlich richtig melodischer Progressive-House. Gleich zu Anfang breitet sich eine lockere Atmosphäre aus, wobei sehr feine Arbeit mit den Synths geleistet wurde. Eine einprägsame Melodie verleiht dem Ganzen einen roten Leitfaden. Klare, aber schwache Drums leiten das Build-Up ein. Zum Drop hin werden diese immer kräftiger. Der Drop hat es in sich; die Drums werden schnell langsamer und nehmen einen rollenden Sound an. Ein Electro-Break und der Mainpart laufen ab. Der hohe euphorische Sound zieht sich durch den gesamten Mainpart und bringt das Thema perfekt zur Geltung. Immer wieder kommen dabei schnelle Breaks zum Einsatz. Besonders markant ist hierbei der im Hintergrund mitschwingende Electro-Synth. Hochwertige Produktion mit sehr einprägsamen Sound!


Tiësto & Dzeko – Crazy (Tiësto's Big Room Mix)

Zusammen mit Dzeko hat Tiësto die Single „Crazy“ geschraubt, diese kommt auf dem 5. Club-Life- Sampler in Tiësto's Big Room Mix daher. Die weiblichen Vocals gefallen von erster Sekunde an und werden von einer feinen Melodie begleitet. Diese beiden Komponenten im Zusammenspiel funktionieren perfekt. Später wird der poppige Sound zum Big-Room-Sound übergeleitet. Das Build-Up erinnert sehr an den Sound der DJ-Brüder Dimitri Vegas & Like Mike. Wer auf den Hintergrund achtet, wird dabei vielleicht bemerken, dass der Bass-Sound sehr nach dem weltbekannten „Seven Nation Army“-Leadsound klingt. Dennoch gefällt „Crazy“ in Tiësto's Big Room Mix richtig gut, vor allem aber die Vocals.


John Christian – Revolt

„Revolt“, so heißt die nächste Single von John Christian. Der Electro-Sound rollt durch den Anfang. Das Build-Up zeichnet sich ganz besonders durch die steigende Lautstärke aus. Schöne Claps und Drums verleihen dem Ganzen noch mehr Details. Der Drop setzt ein. Im Mainpart geht es schnurstracks nach vorne, das Sound-Design hierbei ist progresssiv-melodisch gestaltet. Der Track zieht nach vorne und liefert eine unglaublich starke Performance ab. Mit kraftvollem Progressive-House wird „Revolt“ die Club-Besucher im Sturm verzaubern und dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Sound geht einfach ins Ohr!


Tiësto & SWACQ – Sumos

Für „Sumos“ hat sich Tiësto DJ-und-Produzent SWACQ zur Unterstützung geholt. Klare, widerhallende Drums machen den Anfang. Federleicht gleiten sie daher. Hinzu gesellt sich eine Melodie. Das Build-Up baut Spannung auf. Im Drop entlädt sich das Ganze. Der Mainpart rollt dann vom Feinsten über die Hörer hinweg. Der knarzende Electro-Part mit den starken Drumschlägen überschlägt sich. Im Wechsel mit dem Progressive-Part nimmt „Sumos“ eine kreative Verspieltheit an. Feine Synths und starke Drums. Eine kreative Mischung aus Electro & Progressive.


SWACQ – Guerilla

Newcomer SWACQ zeigt mit „Guerilla“, dass er auch alleine richtig guten Festival-Sound produzieren kann. Gleich zu Beginn ist die Festival-Atmosphäre schon vorhanden. Mit Schwung geht es ohne Umschweife direkt ins Build-Up. Die starken Drums, die zum Drop führen, bauen fesselnde Spannung auf und reißen den Hörer hundertprozentig mit. Der Drop ist einfach nur genial produziert. Im Mainpart breitet sich der massenergreifende Festival-Sound aus. Die Bassline treibt den Track sehr gut nach vorne und wird dabei von variierenden Elementen unterstützt, die für die kreative Gestaltung von „Guerilla“ sprechen. Mit „Guerilla“ liefert Newcomer SWACQ einen soliden späten Festival-Kracher ab, an dem man Gefallen findet. Wir sind gespannt auf das, was noch von diesem Newtalent zu erwarten ist.


Tiësto – Don't Stop

Noch eine Single-Eigenproduktion von Superstar-Produzent Tiësto. Mit „Don't Stop“ legt er uns eine Progressive-Big-Room-Nummer auf hohem Niveau vor. Das Build-Up kommt schnell, gekennzeichnet vor allem durch die rollenden Drums. Der Drop ist sehr elegant gelungen. Im Mainpart stechen vor allem die starken, aber dennoch klaren Drums heraus. Der Big-Room-Sound kommt hier zur vollen Geltung. Hinzu gesellen sich einige Sirenen zum Ende des Mainparts. „Don't Stop“ von Tiësto ist eine ziemlich gelungene Produktion mit großem Ohrwurmcharakter, welche auf keiner EDM-Spotify-Playlist fehlen darf!


SWACQ – The Impact

„The Impact“, so heißt der nächste Electro-House-Abriss-Smasher von Newcomer SWACQ. Knarrende Drums sind von der ersten Sekunde an so ziemlich das Hauptmerkmal dieses Tracks. Es geht schnell zum Build-Up, der Drop entfaltet die gesamte Energie. Feinster Electro House nimmt den Dancefloor ein und wird dabei von starken Drumschlägen unterlegt. Der Synth ist sehr verspielt und ab und zu dringt der Hardstyle-Einfluss durch. Es kracht von allen Seiten. Der ultimative House-Track für jede Haus-Party bis zur äußersten Eskalation.


Tiësto, John Christian & SWQCQ – Brolab

Für den vorletzten Titel des „Club Life, Vol. 5 – China“-Samplers haben sich die Protagonisten des Werks, allen voran Tiësto sowie John Christian und SWACQ zusammengefunden. Das Ergebnis der Zusammenarbeit dieser drei Künstler ist „Brolab“. Das Gute an „Brolab“ ist, dass nicht sofort das Build-Up eintritt, wie bei vielen anderen Produktionen. Nein, stattdessen können wir uns ein wenig mit dem Sound auseinandersetzen. In langsamen Schritten geht es zum Build-Up, markant sind hier die fortlaufenden Drums. Der Drop fällt jedoch relativ einfach aus. Der Big-Room-Sound im Mainpart rollt los, leider wird es dadurch nicht besser. Der Track kommt irgendwie nicht richtig voran, da man sich nicht an den Sound im Mainpart gewöhnt. Es wirkt alles zu hektisch und man sucht nach einem fehlendem Detail. Hin und wieder kommen zwar mal kreative Breaks zum Einsatz, aber das macht es auch nicht besser. „Brolab“ ist einer der Tracks, von dem wir nicht begeistert sind. Schade eigentlich.


ZTAO – Time (Tiësto's Big Room Mix)

Für den letzten Titel „Time“ von ZTAO hat Tiësto einen weiteren Big Room Mix angefertigt. Die Vocals sind am Anfang gepitcht, treten dann aber im Original-Zustand auf. Diese sind einfach stark und passen perfekt dazu. Zu den Vocals stößt eine leichte Melodie. Ganz plötzlich findet man sich im Build-Up wieder, die Drums krachen von allen Seiten. Der Drop ist dabei nicht zu verachten; das Big-Room-Genre ist voll und ganz im Mainpart zu spüren. Sehr abwechslungsreich sind die Tonhöhen-Variationen innerhalb des Mainparts gestaltet, das Ganze ist dabei auch an manchen Stellen sehr poppig abgemischt, vor allem bei den Vocals. Man findet auf jeden Fall Gefallen daran, zudem ist „Time (Tiësto's Big Room Mix)“ wohl einer der tanzbarsten Titel des gesamten „Club Life 5“-Samplers. Der Track lädt zum Träumen ein und hat viel Wiedererkennungswert.

Fazit: Seit dem 6. Oktober 2017 steht nach 2-jähriger Pause endlich die neue „Club Life Vol. 5 – China“ von Tiësto zum Stream bei Spotify oder Apple Music sowie zum Download bei iTunes oder Beatport bereit. Mit insgesamt 18 Tracks und einer Laufzeit von einer Stunde geht es sowohl durch das Electro- und Progressive-House-Genre als auch durch das Big-Room-Genre. Die Hauptprotagonisten sind dabei Tiësto, John Christian und auch Newcomer SWACQ. Erstmals seit langem liefert Tiësto mit zwei Eigenproduktionen, vier Big-Room-Mixen und sechs Collabs den Löwenanteil des Samplers ab. Dicht gefolgt von John Christian mit einem Remix, drei Eigenproduktionen und zwei Collabs. Aber auch Newcomer SWACQ ist mit zwei Collabs und zwei Eigenproduktionen gut dabei. Zu den drei bereits vorab veröffentlichten Tracks „BOOM“, „Scream“ und „Harder“ brauchen wir keine Worte mehr zu hinzuzufügen. „Faster Than A Bullet“ von Tiësto & VASSY gefällt uns nach „Secrets“ (2015) auch ganz gut. Der John Christian Remix zu „C'mon“ von Tiësto und Diplo ist dagegen sogar nich besser. Aber auch „Funkastarz“, „Revolt“ und „Back To The Oldskool“ von John Christian sind gut gelungene Produktionen. Mit „Don't Stop“ und „Fat Beat“ hat Tiësto eindrucksvoll bewiesen, dass er auch alleine gut vorankommt, dabei sind die beiden Titel sehr eingängig. Newcomer SWACQ hat mit „The Impact“ und „Guerilla“ gezeigt, dass er soliden, fetten Festival-Sound produzieren kann. Die Collab „Sumos“ mit Tiësto kann sich ebenfalls sehen lassen und sorgt für Wiedererkennungswert. Die Big-Room-Mixe von Tiësto sind typisch für ihn: gut gelungen, aber auch nicht übermäßig beeindruckend. Dennoch muss man ihm lassen, dass er weiß, wie man mit den Vocals umgehen muss. Von der Zusammenarbeit „Brolab“ sind wir enttäuscht, denn diese kommt einfach nicht voran und das gewisse Etwas fehlt. An der ein oder anderen Stelle mag der Sound einiger Tracks nach anderen Künstlern klingen, trotzdem ist der „Club Life Vol. 5 – China“-Sampler ein würdiger Nachfolger der vorangegangenen Ausgaben. Absolute Stream- und Download-Empfehlung!

 

 



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