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Zweites Studio-Album vom “Firestone“-Produzenten

Kygo - Kids In Love » [Album Review + Tracklist]

Kygo - Kids In Love » [Album Review]Kygo Album "Kids In Love"

Für den norwegischen Produzenten Kygo hat die Entwicklung der EDM-Szene keine positiven Auswirkungen. 2015 war das Genre Tropical House, für das der Norweger steht, noch extrem populär, doch zwei Jahre später hat die Nachfrage deutlich nachgelassen. Trotzdem hat Kygo es auch in diesem Jahr geschafft, mit “It Ain’t Me“ und “First Time“ zwei Charthits zu landen. Generell war der Produzent 2017 sehr fleißig. Im September erschien noch seine fünf Tracks umfassende EP “Stargazing“ und schon jetzt erscheint sein zweites Studio-Album “Kids In Love“. Viele Produzenten würden sicherlich die Hälfte des Albums mit Tracks der EP besetzen, aber Kygo hat noch einmal acht ganz neue Tracks parat. Gerade einmal drei Tracks vom Album waren Single-Auskopplungen und sind noch sehr aktuell. Am 3. November 2017 erschien das neue Album des “Firestone“-Produzenten. Wir haben uns alle Tracks von “Kids In Love” angehört und verraten, ob Kygo hier ein gutes Album abliefert und sich stilistisch wirklich weiterentwickelt hat.

Tracklist: Kygo – Kids In Love

1. Never Let Me Go (feat. John Newman)
2. Sunrise (feat. Jason Walker)
3. Riding Shotgun (feat. Oliver Nelson & Bonnie McKee)
4. Stranger Things (feat. OneRepublic)
5. With You (feat. Wrabel)
6. Kids In Love (feat. The Night Game)
7. Permanent (feat. JHart)
8. I See You (feat. Billy Raffoul)

Kids In Love – Drei bekannte und fünf unbekannte Songs

Kygo hat sich in letzter Zeit etwas vom klassischen Tropical-House-Sound entfernt und bei “It Ain’t Me“ und “First Time“ beispielsweise auf Vocal-Chops im Drop gesetzt. Nach seiner EP “Stargazing“ erschienen im Oktober noch drei Tracks des Albums als Single-Auskopplungen. Der erste Track “Never Let You Go“ setzt auf Vocals von Sänger John Newman. Die Vocals klingen wundervoll und gehen ans Herz, aber im Drop hätte vielleicht doch eher ein klassischer Tropical-House-Drop gepasst. Dieser hat stattdessen Vocal-Chops in Verbindung mit dem Klavier abbekommen. Sicherlich ist die Nummer nicht schlecht, doch in “Never Let You Go“ steckte deutlich mehr Potential.

Der zweite Track heißt “Sunrise“ und wurde mit dem Sänger Jason Walker aufgenommen. Der US-Amerikaner wurde mit dem Song “Wild Side“ von DJ Antoine bekannt. Bei seiner Kollaboration mit Kygo liefert er einen großartigen Job ab. Die Vocals gehen auch hier ans Herz und klingen in Verbindung mit dem Klavier von Kygo traumhaft. Der Drop funktioniert bei “Sunrise“ besser und die Streicher passen ideal zu den Vocals. Die dritte Nummer nennt sich “Riding Shotgun“ und wird von der US-amerikanischen Sängerin Bonnie McKee gesungen. Sie war Songwriterin für große Artists wie Rita Ora, Katy Perry oder Kesha. Ihre Stimme klingt in den Vocalparts ähnlich zu Ariana Grandes. Das Instrumental besteht bei diesem Song weniger aus Klavier, dafür mehr aus einem groovigen Chill-Sound. Im Drop kommt zum Chill-Sound noch eine Prise Vocal-Chops hinzu.


Vocals von OneRepublic, Wrabel und John Newman

Der vierte Track des Albums lautet “Stranger Things“ und wird für viele das Highlight dieser acht Songs sein. Diese Nummer stellt nämlich eine Zusammenarbeit mit OneRepublic dar. Die gemeinsame Single von Kygo und OneRepublic ist der Titelsong der neuen Staffel der gleichnamigen Erfolgsserie von Netflix. Die Vocals von Ryan Tedder klingen mit dem Klavier von Kygo fantastisch. Der Gesang geht auch hier ans Herz. Der Drop ist dieses Mal etwas mehr an Tropical House angelehnt und das passt in diesem Fall perfekt. Auch musikalisch ist diese Nummer das Highlight von “Kids In Love“. Der fünfte Track “With You“ geht in eine ähnliche Richtung. Dieses Mal hat Wrabel den Vocalpart übernommen. Wrabel ist ein US-amerikanischer Sänger, der für seine Zusammenarbeiten mit Afrojack und Marshmello bekannt ist. Für Kygo liefert er sehr berührende und ruhige Vocals ab, die auch inhaltlich für Gänsehaut sorgen. Der Drop setzt weniger auf Vocal-Chops, der Sänger begleitet den Drop in diesem Fall. Bei dieser Nummer stehen die Vocals im Fokus.

Die letzte Single-Auskopplung wurde drei Wochen vor dem Release des Albums veröffentlicht. Die Nummer trägt den Namen des Albums “Kids In Love“ und wurde mit dem Sänger The Night Game produziert. Das ist eine amerikanische Band, die in diesem Jahr ihre Debütsingle veröffentlicht hat. Für Kygo liefern sie einen großartigen Job ab. Das Großartige an dieser Single ist das Zusammenspiel zwischen gefühlvollem Gesang und dem Klavier. An einigen Stellen sind sogar die Elemente der Band im Hintergrund zu hören. Bei dieser Single harmonieren die Vocals und der Drop einfach perfekt. Der Drop baut sich dabei ungewöhnlich lange auf, doch macht dann am Ende richtig Spaß. Der siebte Song des Albums heißt “Permanent“ und setzt auf Vocals von Sänger JHart. Hinter diesem Namen steckt der für den Grammy nominierte Brite James Abrahart. Der Songwriter hat Riesenhits für Acts wie Justin Bieber, Jason Derulo, Rita Ora, Chris Brown, Hardwell oder Martin Garrix geschrieben.

Hin und wieder singt der Brite seine Songs selbst und um zu wissen, dass JHart ein großartiger Sänger ist, muss man sich einfach nur “Permanent“ anhören. Die Vocals stehen auch hier im Fokus. Im Hintergrund hört man ein typisches Kygo-Instrumental, bei dem das Klavier heraussticht. Auch hier braucht der Drop lange um sich aufzubauen. Schließlich ist dieser aber ganz solide. Uns überzeugen eher die Vocals an diesem Track. Den Abschluss macht bei diesem Album der Song “I See You“ mit dem Sänger Billy Raffoul. Die markante Stimme kommt hier gut zum Vorschein. Der Drop ist noch ruhiger als bei anderen Tracks und verzichtet sogar auf Vocal-Chops. Eine solide Nummer zum Abschluss!

Fazit: Der norwegische Produzent Kygo wird auch mit dem zweiten Studio-Album “Kids In Love“ einen großen Erfolg einfahren. Hier gibt es keinen Track, der vollkommen enttäuscht. Für alle Fans vom Sound des Norwegers ist dieses Album perfekt. Man bekommt bei diesem Album genau das geboten, was man bei dem Namen Kygo erwartet. Bei allen Nummern stehen die Vocals im Fokus und harmonieren gut mit dem Instrumental von Kygo. Man kann hier kein Album zum Abgehen erwarten. Er  erwärmt aber das Herz und gehört definitiv zu den besten Alben, die das Jahr 2017 bislang zu bieten hatte. Kygo ist und bleibt ein großartiger Musiker!

 

 

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Über den Autor
Henry Einck

Ich bin Henry Einck und der jüngste Autor in unserer Redaktion. Ich wohne im Münsterland und gehe auf ein Gymnasium. Nach steigendem Interesse an der elektronischen Musik bewarb ich mich als Autor bei Dance-Charts.de. Seit Mai 2015 bin ich in der Redaktion aktiv. Von schlichten Musikrezensionen über Biografien bis hin zu Boulevard-News, schreibe ich über alles, was mit EDM in Verbindung steht. Dance-Charts.de ermöglicht mir durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs und erfüllt mir dadurch einen Traum. Ich bin froh, Teil dieses Teams zu sein und sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen zu machen, die mich in vielen Sachen weiterbringen. Durch Dance-Charts.de ist elektronische Musik zu einer Leidenschaft geworden, die mich mein Leben lang begleiten wird.

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