Dance Charts 2017

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Musikalischer Jahresrückblick

Kygo: Das waren seine Songs 2017

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Der norwegische Produzent Kyrre Gørvell-Dahll ist das Aushängeschild der skandinavischen Musikszene. Die meisten Leuten kennen ihn unter seinem Künstlernamen Kygo, mit dem er 2015 durch “Firestone“ seinen Durchbruch schaffte. Seither ist Kygo fester Bestandteil der Dance-Pop-Szene und landet im Mainstream-Bereich einen Chart-Hit nach dem anderen. Vor einem Jahr befasste er sich noch ausschließlich mit Tropical House, doch mittlerweile hat sich Kygo stilistisch weiterentwickelt. Auch mit seinem neuen Style feiert Kygo weiterhin fleißig Erfolge. Wir wollen einen Blick auf die letzten zwölf Monate des norwegischen Produzentens zurückwerfen. “It Ain’t Me“ ist da ein wichtiges Stichwort, aber dazu später mehr.

Kygo feat. Andrew Jackson – Cruise (Februar)

Das Jahr 2017 von Kygo begann mit einem Song auf dem offiziellen Soundtrack des Kassenschlagers “Fifty Shades Of Grey – Gefährliche Liebe“ im Februar. Da sich der Film in den Bereich Erotik/ Liebe einordnen lässt, konnte man schon erahnen, dass dieser Song relativ emotional daherkommt. Für diese Emotionen sorgt der Sänger Andrew Jackson, der einen hervorragenden Gesang abliefert. Seine Stimme ist sehr markant. Die Vocals dieses Songs haben zahlreichen Hörern Gänsehaut verliehen, doch auch die Melodie im Drop wurde dramatisch gestaltet. Dieser ist vom typischen Kygo-Sounddesign geprägt und klingt sehr sauber. Eine wundervolle Nummer, die perfekt zum Kino-Hit passte.



Kygo feat. Selena Gomez – It Ain’t Me (Februar)

Für Kygo war 2017 das Jahr der Mega-Kollaborationen. Die erste Riesenkollaboration entstand im Februar zusammen mit Popstar Selena Gomez. Der Song trug den Titel “It Ain’t Me“ und entwickelte sich zum größten Chart-Hit seiner Karriere. Die Vocals sind bei dieser Nummer extrem stark. Selena Gomez zeigt an einigen Stellen ihre Stärke in Sachen Emotionen, aber an anderen Stellen kommt auch die Power in ihrer Stimme heraus. Der Drop besteht aus Vocal-Chops, die von den Klängen des Klaviers unterlegt sind. Die Melodie sowie die Vocals prägen sich sehr schnell ein, sodass man beim Release von einem Chart-Hit ausgehen konnte. Als Dance-Pop-Single Platz 2 in Deutschland, Respekt!



Kygo feat. Ellie Goulding – First Time (April)

An den riesigen Erfolg von “It Ain’t Me“ wollte Kygo schnell anknüpfen, so holte er sich den nächsten Pop-Star ins Studio und produzierte eine neue Single namens “First Time“. Die Rede ist von der britischen “I Need Your Love“-Sängerin Ellie Goulding, deren gemeinsame Nummer im April veröffentlicht wurde. Kygo ist es musikalisch dabei ähnlich angegangen wie bei “It Ain’t Me“. Die Vocals sind noch etwas emotionaler. Die Stimme von Ellie Goulding hebt sich vom Instrumental ab und haucht dem Track das gewisse Etwas ein. Beim Drop setzt Kygo dieses Mal nur geringfügig auf Vocal-Chops. Im Vordergrund stehen hier wieder Tropical-House-Klänge mit einem Klavier-Instrumental. Qualitativ kann sich “First Time“ nicht mit “It Ain’t Me“ messen und das spiegelte sich auch in den Verkäufen wieder. Die Nummer wurde nie ein Riesenhit, sondern immer nur ein mittelmäßiger Charterfolg.



Kygo feat. Justin Jesso – Stargazing (September)

Nachdem Kygo den Sommer mit seinen Remixen zu “Alan Walker – Tired“ und “Henry Green – Electric Feel“ überbrückte, folgte im September die nächste Single-Veröffentlichung. Die lange Veröffentlichungspause von Kygo hatte seinen Grund, denn im September und Oktober wurden so viele Songs veröffentlicht wie nie zuvor. Den Anfang macht Kygo mit der Single “Stargazing“ am 06. September 2017. Der Song wurde zusammen mit dem Gesangstalent Justin Jesso aufgenommen und geht so richtig unter die Haut. Die emotionalen Vocals mit den schönen Klavier-Klängen und dem gechopten Drop von Kygo zeigten Wirkung beim Mainstream. Die Nummer wurde ein überraschender Erfolg und schaffte den Sprung in die Top 20 von Deutschland. Ein Weltklasse-Track mit ausgezeichnetem Gesang, einer tollen Botschaft und einem der besten Musikvideos des Jahres.



U2 vs. Kygo – You’re The Best Thing About Me (September)

Eine Woche später folgte die nächste Single-Auskopplung der anstehenden EP “Stargazing“. Am 13. September erschien eine außergewöhnliche Single namens “You’re The Best Thing About Me“. Kygo hat sich zusammen mit der weltbekannten Band U2 ins Studio gesetzt und der Kultband einen neuen Glanz verliehen. Diese hatte in den 80ern, 90ern und 00ern unfassbare sieben Alben an der Spitze der deutschen Album-Charts. Im September sollte es dann mit einem moderneren Sound funktionieren. Die Kygo-Kollaboration beginnt sehr rockig. Die Vocals werden von einer Rock-Gitarre begleitet und zunächst weist nichts auf eine Dance-Pop-Nummer hin. Der Gesang wird im Refrain extrem emotional, was auch durch die typischen Kygo-Sounds im Hintergrund bedingt ist. Im Drop zeigt der Produzent so richtig, was er kann, und haut einen Drop mit Vocal-Chops von Frontsänger Bono heraus. Eine beeindruckende Mischung, die aber leider nicht zünden konnte.



Kygo feat.
Sasha Sloan – This Town (September)

Am 21. September war dann das offizielle Release der EP “Stargazing“, welche fünf Tracks umfasste. Neben den Single-Auskopplungen “It Ain’t Me“, “First Time“, “Stargazing“ und “You’re The Best Thing About Me”, war der unveröffentlichte Song “This Town“ vorhanden, der am Tag des EP-Releases ausgekoppelt wurde. Drei Releases plus eine EP innerhalb von drei Wochen. Ziemlich beachtliche Quote von Kygo. Dazu sollte jedoch gesagt werden, dass die letzte Single “This Town“ nicht mit den anderen mithalten kann. Der Song setzt ausschließlich auf die Vocals von Sasha Sloan und ist eher als Ballade einzuordnen. Die Sounds von Kygo sind nur leise im Hintergrund zu hören. Für Leute, die es lieber ruhiger mögen, eine solide Nummer, aber für die Verhältnisse des Produzenten doch ziemlich langweilig.



Kygo feat. John Newman – Never Let You Go (Oktober)

Die meisten Leute dachten nach der EP, dass es das wohl für 2017 gewesen wäre und man vielleicht noch eine Single von Kygo zu hören bekäme, doch das stellte sich als vollkommen falsch heraus. Der Norweger kündigte nach der EP mal eben so sein neues Studio-Album “Kids In Love“ im Oktober an und so ging es dann wieder los mit Single-Auskopplungen kurz vor dem Release. Am 20. Oktober war die erste offizielle Veröffentlichung vom anstehenden Album und die hatte es in sich. Wir haben es hier mit der nächsten Riesencollab zu tun. Dieses Mal hat sich Kygo für die Vocals John Newman entschieden. Die gemeinsame Single “Never Let You Go“ verfolgte beeindruckenden Grundsätze, doch brachte auch viele Schwächen mit. Daher reichte es im Mainstream-Bereich nicht für den ganz großen Wurf. Bei der Kollaboration hatte man sich mehr ausgerechnet.



Kygo feat.
The Night Game – Kids In Love (Oktober)

Eine Woche später folgte mit “Kids In Love“ die vermeintlich letzte Single-Auskopplung des Albums. Der namensgebende Titel für das Album wurde zusammen mit der amerikanischen Pop-Rock-Band The Night Game aufgenommen und prägte das Album. Der Frontsänger der Band zeigt sich bei dieser Single im Gegensatz zu vielen anderen Songs sehr emotional. Das Klavier spielt hier erneut eine primäre Rolle und stellt den starken Vocals im Refrain einen Untergrund zur Verfügung. Nach einem ungewöhnlich langen Build-Up aus einer Klavier-Melodie und Vocal-Chops folgt nach langer Zeit der Drop. Der Drop bringt dieses Mal keine Vocal-Chops mit, sondern fokussiert sich allein auf die Klänge des Pianos. In den deutschen Charts war die Nummer nie am Start, doch international war sie gar nicht mal so schlecht.



Kygo feat. OneRepublic – Stranger Things (November)

Am 03. November war es dann endlich soweit. Das überraschende Album “Kids In Love“ erschien an diesem Tag und brachte eine weitere Single-Auskopplung mit sich. Die letzte Single vom Album war auch gleich die Größte. Sie wurde nämlich in Kooperation mit einer der erfolgreichsten Bands dieses Jahrzehnts produziert. Kygo setzte sich zusammen mit OneRepublic, rund um Frontsänger Ryan Tedder, ins Studio und produzierte die Nummer “Stranger Things“. Als kleine Nebeninfo: Ja, der Song war der Titelsong der zweiten Staffel der Netflix-Serie “Stranger Things“, aber nun mehr zur Qualität des Songs. Die Nummer lebt von den Vocals Ryan Tedders. Seine Stimme harmoniert perfekt mit dem Klavier von Kygo. An einigen Stellen wird er emotional, an anderen Stellen wiederum kraftvoll. Einem sanften Build-Up schließt sich ein ruhiger Drop im Stile von “Stole The Show“ an. “Stranger Things“ blieb vollständig hinter den Erwartungen zurück, was jedoch an der fehlenden Unterstützung der Major-Labels gelegen hat. Musikalisch ist diese Nummer ganz großes Kino.



Kygo – Kids In Love (Album) (November)

Als letztes wollen wir noch ein paar Worte zu Kygos Album verlieren. Das Album “Kids In Love“ umfasste acht Tracks und setzt (anders als andere Alben der EDM-Szene) nicht nur auf die größten Hits sowie bereits veröffentlichte Songs des Artists, sondern bringt viele neue Ideen mit sich. Mit “Never Let You Go“, “Kids In Love“ und “Stranger Things“ waren gerade einmal drei Tracks veröffentlicht und das erst kurz zuvor. Die restlichen Songs waren komplett neu und konnten größtenteils überzeugen. Die Highlights stellten die Songs “Sunrise“, “With You“ und “Permanent“ dar. Das Album konnte keinen Riesenerfolg verbuchen, aber bliebt auch nicht unter den Erwartungen zurück. In Deutschland ging es zwar komplett unter, doch in vielen anderen Ländern wurde es dann doch ganz gern gehört. Ein herausragendes Album mit soliden Einspielergebnissen.



Fazit: Für Kygo war das Jahr 2017 ein wichtiger Meilenstein seiner Karriere. Musikalisch ist er seinem Grundprinzip (Klavier/ Tropical) treu geblieben, hat sich aber dennoch weiterentwickelt. Kygo hat die typischen Tropical-House-Sounds bei Seite geschoben und es häufig mit Vocal-Chops versucht. Außerdem war es für Kygo das Jahr des Erfolgs, der Kollaborationen und der Arbeit. Er feierte Riesenerfolge mit “It Ain’t Me“ und “Stargazing“, arbeitete mit Weltstars wie Selena Gomez, Ellie Goulding, U2, John Newman und OneRepublic zusammen und veröffentlichte zahlreiche Singles, eine EP und ein Album innerhalb von wenigen Wochen. Der Norweger hat uns in diesem Jahr sehr beeindruckt. Als Kygo-Fan kann man nur hoffen, dass das 2018 so weitergeht. Kygo ist und bleibt einfach ein Genie.

 

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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