Die 100 besten Hip-Hop-Tracks aller Zeiten (mit Playlist)

 

Mach den Subwoofer an.

Die 100 besten Hip-Hop-Tracks aller Zeiten (mit Playlist)

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Die 100 besten Hip-Hop-Tracks aller ZeitenDie 100 besten Hip-Hop-Tracks aller Zeiten.

Yo! Mach den Subwoofer an. Wir begeben uns auf heiligen Boden. Hip-Hop ist mehr als Musik - es ist eine Lebenseinstellung. Es ist die Kunst, aus Nichts etwas zu machen. Storytelling auf höchstem Niveau, Rhythmus, der direkt ins Rückenmark geht, und die unverblümte Wahrheit der Straße.


East Coast gegen West Coast

Seit über 50 Jahren dominiert dieser Sound die Welt. Was in New York in den 70ern auf Parkbänken und in Gemeindehäusern begann, füllt heute Stadien von Tokio bis Berlin. Eine Liste der "100 Besten" zu machen, ist eigentlich Selbstmord. Egal wen man auf die Eins packt, es gibt Streit. East Coast gegen West Coast. Old School gegen Trap. Boom Bap gegen Auto-Tune.

Aber wir haben uns der Herausforderung gestellt und nach Einfluss, Lyrical Skill, Beat-Produktion und dem "Nackenharr-Faktor" entschieden. Das hier sind die 100 Tracks, die jeder Hip-Hop-Head kennen muss. Schnür deine Jordans, setz die Cap auf - hier ist die History Lesson.


Die 100 besten Hip-Hop-Tracks aller Zeiten


1. Grandmaster Flash & The Furious Five - The Message (1982)

Bevor dieser Song kam, war Hip-Hop Party-Musik. Es ging darum, die Hände in die Luft zu werfen. Dann kam "The Message" und änderte alles. Zum ersten Mal hörte die Welt, wie das Leben im Ghetto wirklich war. "Don't push me, 'cause I'm close to the edge" - Melle Mel rappt über Glassscherben, Ratten, Junkies und die pure Verzweiflung der Bronx. Der Synthesizer-Beat ist ikonisch, aber der Text ist das eigentliche Monument. Dieser Track bewies, dass Rap politisch, sozialkritisch und verdammt ernst sein kann. Der Urknall des Conscious Rap.


2. The Notorious B.I.G. - Juicy (1994)

"It was all a dream..." - wer diese Zeile nicht mitspricht, hat Hip-Hop nie geliebt. Biggie Smalls lieferte mit "Juicy" die ultimative Rags-to-Riches-Hymne. Über dem unglaublich entspannten Sample von Mtume's "Juicy Fruit" erzählt er seinen Aufstieg vom Drogendealer an der Ecke zum Superstar, der Champagner schlürft. Das ist der Inbegriff des New Yorker Sounds der 90er: ein bisschen glatt, extrem cool und mit einem Flow, der so butterweich ist, dass er fast gesungen wirkt. Biggie hat uns gezeigt, dass es okay ist, den Erfolg zu feiern.


3. Dr. Dre ft. Snoop Doggy Dogg - Nuthin' But a 'G' Thang (1992)

Willkommen an der West Coast. Dr. Dre definierte mit diesem Song den G-Funk. Das Tempo wird gedrosselt, die Bässe tiefer, und im Hintergrund fiept dieser unverwechselbare Synthesizer. Und dann ist da die Chemie zwischen Dre und dem jungen Snoop Dogg. Sie tauschen die Reime so locker aus, als würden sie beim Grillfest im Garten sitzen. Der Soundtrack für Lowrider, Sonnenschein und entspannte Nachmittage in Los Angeles. Coolness in ihrer reinsten Form.


4. Nas - N.Y. State of Mind (1994)

Wenn Hip-Hop eine Religion ist, dann ist das Album Illmatic die Bibel und dieser Track die wichtigste Predigt. DJ Premier liefert einen düsteren Piano-Loop, der klingt wie eine dunkle Gasse in Queensbridge um 3 Uhr morgens. Und Nas? Der ist hier im absoluten Gott-Modus. "I never sleep, 'cause sleep is the cousin of death." Er malt Bilder mit Worten, so präzise und rau, dass man den Asphalt förmlich riechen kann. Technisch gesehen vielleicht der beste Rap-Part aller Zeiten.


5. Wu-Tang Clan - C.R.E.A.M. (1993)

Cash Rules Everything Around Me. Fünf Wörter, die den Kapitalismus der Straße besser zusammenfassen als jedes BWL-Studium. Der Wu-Tang Clan kam mit einer dreckigen, mystischen Ästhetik, die Kung-Fu-Filme mit Hood-Stories mischte. Der Beat von RZA ist melancholisch und lo-fi, die Strophen von Raekwon und Inspectah Deck sind pure Poesie der Hoffnungslosigkeit. "C.R.E.A.M." ist nicht nur ein Song, es ist ein Mantra. Dollar Dollar Bill, y'all.


6. 2Pac ft. Dr. Dre - California Love (1995)

Tupac kam frisch aus dem Gefängnis, unterschrieb bei Death Row Records und hatte eine Energie, die Wände einreißen konnte. Zusammen mit Dr. Dre und der Talkbox von Roger Troutman schuf er die Party-Hymne schlechthin. "California knows how to party!" Das Video im Mad Max-Stil ist legendär, der Beat bombastisch, und Pacs Einstieg so energiegeladen, dass man sofort bereit ist, für die Westside in den Krieg zu ziehen.


7. Mobb Deep - Shook Ones, Pt. II (1995)

Es gibt Beats, die sind "hart". Und dann gibt es diesen. Havoc und Prodigy (RIP) schufen einen Sound, der so bedrohlich ist, dass man sich beim Hören automatisch umschaut, ob jemand hinter einem steht. "To all the killers and a hundred dollar billers." Das ist kein Radio-Pop, das ist der Soundtrack für die dunklen Ecken. "Shook Ones Pt. II" ist die Definition von Realness. Wer hier nicht mit dem Kopf nickt, hat keinen Puls.


8. Eminem - Lose Yourself (2002)

Der Moment, in dem Hip-Hop endgültig jede Grenze sprengte und sogar den Oscar gewann. Eminem packt die Dringlichkeit und Panik vor dem großen Auftritt ("Mom's spaghetti") in einen Track, der sich musikalisch immer weiter steigert. Der Flow ist messerscharf, die Reime komplex verschachtelt, und die Gitarren im Hintergrund geben dem Ganzen eine Rock-Attitüde. Der ultimative Motivationssong. Du hast nur einen Schuss - verpass deine Chance nicht.


9. Public Enemy - Fight the Power (1989)

Hip-Hop als politische Waffe. Chuck D und Flavor Flav, unterstützt vom chaotischen Lärm der Produktionstruppe "The Bomb Squad", erklären dem System den Krieg. Geschrieben für Spike Lees Film Do the Right Thing, ist dieser Track ein wütender Aufschrei gegen Rassismus und Unterdrückung. "Elvis was a hero to most, but he never meant shit to me." Das war mutig, das war laut - und es ist heute noch genauso relevant wie damals.


10. Kendrick Lamar - Alright (2015)

Kendrick Lamar ist der legitime Erbe der großen Lyriker. "Alright" wurde zur inoffiziellen Hymne der Black Lives Matter-Bewegung. Über einem jazzigen, fast hektischen Beat von Pharrell Williams rappt Kendrick über Polizeigewalt, innere Dämonen und die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. "We gon' be alright!" - wenn eine Menschenmenge das im Chor schreit, spürt man die Kraft, die Hip-Hop immer noch hat: Menschen zu vereinen und ihnen eine Stimme zu geben.


Die Plätze 11 bis 100: Die Hall of Fame

  1. Jay-Z - 99 Problems

  2. OutKast - Ms. Jackson

  3. Geto Boys - Mind Playing Tricks on Me

  4. Eric B. & Rakim - Paid in Full

  5. N.W.A. - Straight Outta Compton

  6. 50 Cent - In Da Club

  7. A Tribe Called Quest - Scenario

  8. Snoop Dogg - Gin and Juice

  9. Run-D.M.C. ft. Aerosmith - Walk This Way

  10. Kanye West - Jesus Walks

  11. Sugarhill Gang - Rapper's Delight

  12. Ice Cube - It Was a Good Day

  13. Beastie Boys - Sabotage

  14. Lauryn Hill - Doo Wop (That Thing)

  15. Gang Starr - Mass Appeal

  16. Missy Elliott - Work It

  17. Common - I Used to Love H.E.R.

  18. Eminem - Stan

  19. Warren G ft. Nate Dogg - Regulate

  20. Souls of Mischief - 93 'Til Infinity

  21. Pete Rock & C.L. Smooth - They Reminisce Over You (T.R.O.Y.)

  22. The Pharcyde - Passin' Me By

  23. Dr. Dre ft. Eminem - Forgot About Dre

  24. LL Cool J - Mama Said Knock You Out

  25. Black Star - Definition

  26. OutKast - B.O.B. (Bombs Over Baghdad)

  27. Kanye West - Runaway

  28. Busta Rhymes - Put Your Hands Where My Eyes Could See

  29. Mos Def - Ms. Fat Booty

  30. De La Soul - Me Myself and I

  31. Cypress Hill - Insane in the Brain

  32. Salt-N-Pepa - Push It

  33. Method Man & Redman - Da Rockwilder

  34. Drake - Started From the Bottom

  35. Luniz - I Got 5 on It

  36. House of Pain - Jump Around

  37. Afrika Bambaataa - Planet Rock

  38. DMX - Ruff Ryders' Anthem

  39. Lil Wayne - A Milli

  40. The Roots ft. Erykah Badu - You Got Me

  41. Fugees - Ready or Not

  42. Coolio - Gangsta's Paradise

  43. Bone Thugs-N-Harmony - Tha Crossroads

  44. GZA - Liquid Swords

  45. Jay-Z & Kanye West - Ni**as in Paris

  46. Kendrick Lamar - M.A.A.D City

  47. UGK ft. OutKast - Int'l Players Anthem (I Choose You)

  48. Craig Mack - Flava in Ya Ear (Remix)

  49. Ghostface Killah - Daytona 500

  50. Terror Squad - Lean Back

  51. Nas - If I Ruled the World (Imagine That)

  52. Slick Rick - Children's Story

  53. Digital Underground - The Humpty Dance

  54. Dead Prez - Hip Hop

  55. Naughty by Nature - O.P.P.

  56. A Tribe Called Quest - Can I Kick It?

  57. Big Pun - Still Not a Player

  58. Cardi B - Bodak Yellow

  59. M.O.P. - Ante Up

  60. Pharoahe Monch - Simon Says

  61. Juvenile - Back That Azz Up

  62. Raekwon - Ice Cream

  63. Lupe Fiasco - Kick, Push

  64. Grandmaster Flash - White Lines (Don't Don't Do It)

  65. J. Cole - No Role Modelz

  66. Clipse - Grindin'

  67. Talib Kweli - Get By

  68. Rick Ross - Hustlin'

  69. Eazy-E - Boyz-n-the-Hood

  70. Tyler, The Creator - Yonkers

  71. Slum Village - Fall in Love

  72. Three 6 Mafia - Stay Fly

  73. Childish Gambino - Redbone (technisch Funk, aber Hip-Hop-Kontext)

  74. Travis Scott - Sicko Mode

  75. Future - March Madness

  76. Migos - Bad and Boujee

  77. Biz Markie - Just a Friend

  78. Pusha T - Numbers on the Boards

  79. Jurassic 5 - What's Golden

  80. Kurtis Blow - The Breaks

  81. Mac Miller - Self Care

  82. Queen Latifah - U.N.I.T.Y.

  83. Ol' Dirty Bastard - Shimmy Shimmy Ya

  84. MF DOOM - Doomsday

  85. The Game ft. 50 Cent - Hate It or Love It

  86. Arrested Development - People Everyday

  87. Ice-T - Colors

  88. Too $hort - Blow the Whistle

  89. ASAP Rocky - Peso

  90. Logic - 1-800-273-8255