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Wer wirklich auf dem Track singt

Pump Up the Jam: Geschichte des Technotronic-Hits

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Pump Up the Jam"Pump Up the Jam" von Technotronic.

„Pump Up the Jam" ist der Song, der House aus dem Club ins Radio geholt hat - und er hat eine Geschichte, die man ihm nicht anhört. Die Frau, die im Video singt, singt gar nicht. Die Frau, die singt, stand jahrelang nicht auf dem Cover. Und hinter allem steckt ein belgischer Produzent, der eigentlich aus einer ganz anderen Ecke kam.


Was bedeutet „Pump Up the Jam"?

Wörtlich übersetzt heißt die Zeile so viel wie „Dreh die Musik auf". „Jam" ist im amerikanischen Slang die Nummer, der Groove, das Stück, das gerade läuft - „pump it up" die Aufforderung, lauter zu machen. Mehr Aussage braucht der Song auch nicht: Der Text besteht im Kern aus einer Ansage an die Tanzfläche. Genau das war 1989 der Punkt. Wer den Refrain hörte, wusste sofort, was zu tun war, ganz gleich, welche Sprache er sonst sprach.


Ya Kid K sang, Felly stand auf dem Cover

Hinter Technotronic steckte der belgische Produzent Jo Bogaert. Die Stimme auf „Pump Up the Jam" gehört Ya Kid K, mit bürgerlichem Namen Manuela Kamosi - eine Rapperin mit kongolesischen Wurzeln, aufgewachsen in Belgien. Auf dem ersten Albumcover war sie allerdings nicht zu sehen. Dort stand das kongolesische Model Felly Kilingi, das auch im Video zu sehen ist und dort lippensynchron mitspielt. Ein Marketing-Manöver, das eine Weile funktionierte und dann aufflog. Ya Kid K bekam ihren Platz später zurück und war auf den folgenden Veröffentlichungen sichtbar dabei - ein früher Fall jener Cover-Schummeleien, die Anfang der Neunziger noch einige Dance-Projekte einholten.


Platz 2 in den USA und in Großbritannien

Der kommerzielle Weg des Songs war ungewöhnlich lang. Erschienen 1989, kletterte er Ende des Jahres in Großbritannien auf Platz 2 und schaffte Anfang 1990 dieselbe Position in den US-amerikanischen Billboard Hot 100. In Belgien, Finnland, Island, Portugal und Spanien stand er auf Platz 1. Für einen Track, der aus der Clubszene kam und keine Radioformel bediente, war das ein Bruch mit den damaligen Gewohnheiten: House galt bis dahin als Nischenmusik für Leute, die nachts unterwegs waren. Wie sich der Rest des Jahrzehnts anhörte, zeigt unsere Liste der 100 größten Hits der 80er.


Get Up! und der Rest des Albums

Auf den Erfolg folgte das Album „Pump Up the Jam: The Album" und mit „Get Up! (Before the Night Is Over)" eine zweite Single, die den Ton der ersten fortsetzte. Technotronic blieben damit über mehrere Jahre in den europäischen Charts präsent, ohne den Ausnahmeerfolg des Debüts noch einmal zu wiederholen. Geblieben ist vor allem der eine Track: ein Basslauf, ein Ruf an die Tanzfläche, fertig. Wenn du den Abend in dieser Tonlage weiterbauen willst, liefern unsere 100 besten Party-Songs aller Zeiten den Nachschub.

 

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