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Österreich: Youtube und Verwertungsgesellschaften einigen sich

Österreich: Youtube und Verwertungsgesellschaften einigen sich

Unsere österreichischen Nachbarn müssen bei Youtube keine Hinweise mehr ansehen, dass das entsprechende Video in ihrem Land geperrt bzw. nicht verfügbar ist. Gestern wurde eine Einigung zwischen Youtube und Austro Mechana sowie der AKM erzielt, wie Golem berichtet. Die beiden Verwertungsgesellschaften entsprechen der GEMA in Deutschland.

Das zu Google gehörende Unternehmen Youtube gab gestern bekannt: "Nun können die von der AKM und Aume vertretenen Urheber Erlöse mit Youtube-Videos in Österreich erzielen". Youtube ist im April diesen Jahres in Österreich gestartet (youtube.at). Von Deutschland aus ist Youtube durch IP-Erkennung aber weiterhin nur eingeschränkt verfügbar und die bekannten Info-Einblendungen werden angeziegt, sofern es sich um GEMA relevantes Material handelt.

"Die Vereinbarung mit Youtube stellt sicher, dass die Urheber des AKM/Aume-Repertoires ab nun eine Vergütung für die Nutzung ihrer Musikwerke in Österreich erhalten", sagte Gernot Graninger, Chef von AKM und Austro Mechana. "Die Einigung bedeutet außerdem einen großen Zugewinn für Youtube", sagte Chris Maxcy, Director Global Music Partnerships bei Youtube.

Youtube hat in Europa bereits Verträge mit Verwertungsgesellschaften wie PRS for Music in Großbritannien, Buma Stemra in den Niederlanden, SGAE in Spanien, SIAE in Italien und Sacem in Frankreich abgeschlossen. In Deutschland ist aktuell noch keine Einigung in Sicht. Auch habe sich am aktuellen Stand der Dinge nichts getan, so die Youtube-Sprecherin Mounira Latrache gegenüber Golem.

Seit nunmehr vier Jahren streiten sich Youtube und die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA über die Vergütung für Aufrufe von Musikvideos. Videoportale wie MyVideo oder Tape.tv konnten sich bereits in der Vergangenheit mit der GEMA einigen, so dass die Künstler entsprechend Tantiemen für Videoaufrufe erhalten. Bei Youtube Videos verdienen (durch Werbeeinblendungen) die Künstler momentan nichts - ausser Youtube selber. Bleibt zu hoffen, dass wie in Österreich auch hier in Deutschland zeitnah eine faire Lösung gefunden wird.

 

Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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