Die wichtigsten Releases in der Übersicht.
Freitag ist Release-Tag, und der 17. Juli hatte es in sich: Gleich sechs große Namen haben am selben Tag neue Singles herausgebracht. Wir haben uns angehört, was davon in den Sets der nächsten Wochen landen dürfte, und sagen euch, für welchen Slot sich welcher Track eignet. Reinhören könnt ihr direkt hier, jeweils unter dem Text.
Der spannendste Griff ins Archiv: Afrojack nimmt sich zusammen mit seinem langjährigen Mitstreiter Gil Glaze den Deutschpop-Hit „Allein Allein" von Polarkreis 18 aus dem Jahr 2008 vor. Das Original-Vocal steht gleich am Anfang, danach übernimmt ein sägender Electro-Lead und schiebt den Track Richtung Mainstage. Für deutsche Floors ist das ein Selbstläufer, weil die Melodie hier praktisch jeder mitsummen kann, ohne den Song jemals bewusst gehört zu haben. Erschienen ist die Nummer auf Spinnin' Records.
Die beiden haben Future Rave vor Jahren gemeinsam aus der Taufe gehoben, und „La Révolution" bleibt dieser Linie treu: harte Bassline, viel Raum, wenig Kitsch. Der Track ist deutlich clublastiger als vieles, was sonst unter Guettas Namen erscheint, und passt damit eher in die späten Slots als in den Sonnenuntergang. Wer die beiden live erleben will, hat in diesem Sommer reichlich Gelegenheit dazu. Auch dieser Release läuft über Spinnin' Records.
Das italienische Trio bleibt bei dem, was es am besten kann: warmer Deep House mit einer Vocal-Linie, die den Track trägt statt ihn zu überfahren. Khalid liefert genau die entspannte Stimme, die dieser Sound braucht. „Weekend" ist bereits die fünfte Single des Jahres und folgt auf „Don't Wanna Go Home". Für DJs ist das kein Peak-Time-Brett, sondern der Track für die Stunde davor, wenn der Floor sich gerade füllt.
Alok hat den Track nicht einfach veröffentlicht, sondern gleich ein eigenes Label mitgestartet: „Around" ist Teil der EP „Rave The World", mit der er sein Imprint Rave The World Records eröffnet. Alle vier Stücke der EP hat er vorher über Monate in seinen eigenen Sets getestet, bevor sie fertig produziert wurden. Das hört man: Der Track ist auf Wirkung gebaut, nicht auf Radioformat, und funktioniert entsprechend am besten dort, wo der Floor schon warm ist.
Topic bleibt seiner Formel treu: eine eingängige Hookline, dahinter ein Beat, der auch ohne Vocal trägt. Mit Darlyy Ferreira holt er sich eine Stimme dazu, die dem Ganzen eine brasilianische Färbung gibt. Der Track sitzt zwischen Radio und Club, was ihn für Sets interessant macht, in denen beides gefragt ist. Wer Topic seit „Breaking Me" verfolgt, weiß, dass er dieses Gleichgewicht beherrscht.
Für „Turn The Tide" holt Dimitri Vegas ausgerechnet Sylver an Bord, also die Stimme, die den Trance-Pop der frühen 2000er geprägt hat. Die Mischung aus hartem Festival-Sound und einer Melodie, die viele noch aus den Clubs von damals im Ohr haben, macht den Track im Set zum sicheren Mitsing-Moment.
Zum Schluss noch ein Tipp: Die offizielle Festivalhymne von Neelix ist pünktlich zum kommenden Wochenende erschienen. Welche Acts wann auf der Pydna spielen, steht in unserer Übersicht zum Festival-Wochenende. Was sich davon in den Charts durchsetzt, seht ihr wie immer freitags in unseren wöchentlichen Charts.