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Seine Songs in 2020

Jahresrückblick 2020: Afrojack

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

AfrojackRückblick auf die Songs von Afrojack in 2020.

In der EDM-Szene gibt es kaum einen Künstler, der in so vielen Bereichen erfolgreich ist wie Afrojack. Der niederländische Star-DJ produziert Songs für Pop-Sänger, ist mit eigenen Dance-Produktionen erfolgreich und punktet bei seinen Fans mit club- und festivaltauglichen Releases. Auch die Live-Sets des Niederländers erfreuen sich seit Jahren einer enormen Beliebtheit. Wir schauen, ob man bei Afrojack trotz des Mangelns an Live-Auftritten von einem erfolgreichen Jahr 2020 sprechen kann.

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Afrojack feat. Ally Brooke - All Night (Februar)

Afrojack startete am 21. Februar mit dem Release der Single “All Night“ ins neue Jahr. Es war die erste Zusammenarbeit mit der Sängerin Ally Brooke, die lange Zeit erfolgreich als Mitglied der Band Fifth Harmony in der Musikwelt unterwegs war. Die Beteiligung der Pop-Sängerin nahm auch Einfluss auf das Sound-Design von Afrojack. So gehört “All Night“ zur Sorte der mainstreamtauglichen Dance-Produktionen des 33-Jährigen. Mit poppigen, eingängigen Vocals und einem fröhlichen, sommerlichen Dance-Drop verzauberte das Duo die Fans. Obwohl der Song nicht von einem Major-Label vertrieben wurde, entwickelte er sich zum Hit. 23 Millionen Spotify-Streams und Platz 1 der US-Dance-Radio-Charts sprechen eine klare Sprache.


Afrojack & Fedde Le Grand feat. MC Ambush - 1234 (März)

Am 13. März brachte Afrojack seinen ersten Festival-Track im Jahr 2020. Der Titel “1234“ ging als Kollaboration mit seinem Landsmann Fedde Le Grand an den Start. Fans erwarteten das Release schon seit März 2018, als Fedde Le Grand den gemeinsamen Track das erste Mal beim Ultra Music Festival in Miami spielte. Für den „Gesang“ wurde MC Ambush engagiert, der bei Afrojacks großen Live-Sets meistens als MC fungiert. Auf vier einfache, sich reimende Lines, die die Festival-Crowd zum Singen animieren sollen, folgt ein Drop mit typischem Afrojack Sound-Design: schrille Synths und ein Moombathon-ähnlicher Beat. Mit 2,8 Millionen Streams lief “1234“ nicht besonders gut.


Afrojack & Chico Rose feat. Jeremih - Cloud 9 (Juni)

Zurück in den radiotauglichen Dance-Bereich ging es am 12. Juni mit dem Release von “Cloud 9“. In der Produktion bekam Afrojack Unterstützung von seinem Produzentenfreund Chico Rose, mit dem der Niederländer bereits unzählige Male zusammenarbeitete. Für den Gesang holten sich die Produzenten den US-Sänger Jeremih ins Studio, der in seiner Heimat ein Riesenstar ist und schon 33 Mal Platin abräumte. Musikalisch griff das Trio den anhaltenden Hype um Slap House auf und versahen ein einfaches Instrumental mit coolen Vocals von Jeremih. Trotz der Popularität des Sängers zündete “Cloud 9“ nicht. Ein Dance-Pop-Song der Größe ist mit 4,2 Millionen Streams eher als Flop zu bezeichnen.


Afrojack x SAYMYNAME - Hot (Juli)

Eine geheime Liebe von Afrojack ist Hardtrap. Der Niederländer baut derartig aggressive Tracks gerne in seine Sets aus, was zu einigen Moshpit-Bildungen innerhalb der Crowd führt. Ein Track, der perfekt dafür geeignet wäre, ist “Hot“. Die Collab mit dem Hardtrap-Produzenten SAYMYNAME erschien am 17. Juli und war ein Geschenk an alle Liebhaber des aggressiven Festival-Sounds. Grundlage des Tracks war der Internet-Hit “Man’s Not Hot“ von Big Shaq. Die beiden Produzenten haben den amüsanten Hip-Hop-Song in eine mächtige Trap-Nummer mit kolossalen Bässen verwandelt. Die Fans mochten die Single und streamten sie beeindruckende 1,7 Millionen Mal. 


Chico Rose & Afrojack feat. Azteck - Speechless (August)

Auch diesem Jahr beließ es Afrojack nicht bei einer gemeinsamen Produktion mit Chico Rose. Am 14. August erschien die zweite Collab “Speechless“ auf Wall Recordings. Musikalisch knüpfte das Duo an den Erfolg ihres Tracks “Sad“ an, der bis heute 63 Millionen Streams verzeichnete. Der Gesang des US-amerikanischen Sängers Azteck wurde so abgeändert, dass eine düstere Atmosphäre entsteht. Die Kombination aus einem simplen Instrumental, eingängigen AdLips im Drop und der düsteren Atmosphäre erinnert an den Überraschungshit “Piece Of Your Heart“. Wie auch “Cloud 9“ wurde “Speechless“ trotz der radiotauglichen Ausrichtung nicht erfolgreich.


Imanbek & Afrojack feat. Gia Koka - Hey Baby (August)

Zwei Wochen später setzte Afrojack seinen Kommerzsound-Trip fort. Am 28. August kam die Kollaboration mit dem kasachischen Produzenten Imanbek auf den Markt. Der Newcomer lieferte im Frühjahr mit seinem “Roses“-Remix einen der größten Hits des Jahres und setzt auf radiotauglichen Slap House. Hört man sich “Hey Baby“ an, könnte man auch an eine Solo-Single von Imanbek denken. Die Grundelemente sind das basslastige Slap-House-Instrumental, eingängige Vocals mit Ohrwurmcharakter und das Einsetzen eines modernen Sounds im zweiten Teil des Drops. Auch wenn nicht klar ist, wie viel Afrojack an dieser Nummer gemacht hat, muss man festhalten, dass “Hey Baby“ mit 14,6 Millionen Streams recht gut performte.


Afrojack & DLMT feat. Brandyn Burnette - Wish You Were Here (September)

Ein Fan-Favorite aus dem Afrojack-Set beim Tomorrowland Around The World war die ID “Wish You Were Here“. Am 25. September beendete der 33-Jährige die Wartezeit der Fans, indem er den Track zusammen mit dem kanadischen Produzenten DLMT und dem Sänger Brandyn Burnette veröffentlichte. “Wish You Were Here“ grenzt sich deutlich von den anderen Releases ab, weil es sich dabei weder um eine mainstreamorientierte Single noch um einen klassischen Festival-Track handelt. Der Song lässt sich nicht so einfach in ein Genre einordnen. Die Mischung aus Future- und Electro House, den markanten Scratch-Sounds im Drop und dem hervorragenden Gesang lassen die Nummer innovativ erschienen. Auf Spotify performte “Wish You Were Here“ nicht besonders gut.


VINAI & Hard Lights feat. Afrojack - Up All Night (Oktober)

Ähnlich wie bei “Hey Baby“ konnten die Fans das Release von “Up All Night“ am 9. Oktober nicht so richtig verstehen. Dort fungiert Afrojack nämlich bloß als Feature-Artist und ist im Sound-Design erneut nicht herauszuhören. Die Hauptartists sind VINAI und Hard Lights. Sie versuchen in “Up All Night“ mit dem Trend zu schwimmen, indem sie sich musikalisch im Slap-House-Bereich bewegen. Aufgrund des Sound-Designs, der eingängigen Vocals und der Kürze des Songs liegt es nahe, dass sie mit der Nummer in den Mainstream kommen wollten. 9,2 Millionen Streams sind eine beachtliche Zahl, doch von einem Hit kann man nicht sprechen. 


Ally Brooke x Afrojack - What Are We Waiting For? (Oktober)

Das letzte Release von Afrojack erfolgte am 16. Oktober und war der Nachfolger des Überraschungshits “All Night“ vom Anfang des Jahres. Wieder in Zusammenarbeit mit der Sängerin Ally Brooke erschien der Song “What Are We Waiting For?“. Dieses Mal wählte Afrojack jedoch einen Sound, mit dem wohl kaum ein Fan gerechnet hat. Das Sound-Design erinnert mit funkigen, fröhlichen Klänge an einige Calvin-Harris-Produktionen. Der Song verursacht beim Hörer gute Laune und bleibt durch starke Vocals von Ally Brooke durchaus im Ohr, doch das Release-Datum im Oktober anzusetzen, ist fragwürdig. Im Sommer hätte dieser Sound wahrscheinlich besser funktioniert. Das Ergebnis sind gerade einmal eine Millionen Streams.

 

Fazit: Afrojack war im Jahr 2020 wieder sehr vielseitig unterwegs und bediente seine Fans mit Musik aus unterschiedlichen Bereichen. Mit “All Night“ landete der Niederländer einen größeren Dance-Hit. Die beiden Tracks “Cloud 9“ und “Speechless“ mit Chico Rose floppten trotz der kommerziellen Ausrichtung. Für seine Festivals-Fans hatte Afrojack “1234“ und “Hot“ parat. Auch wenn “Wish You Were Here“ mit wenig Erfolg versehen war, ist das innovative Sound-Design positiv hervorzuheben. Die einzigen Songs, die ein Fragezeichen hinterlassen, sind “Hey Baby“ und “Up All Night“. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr weniger derartig belanglose Tracks von Afrojack hören.   

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Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

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