Der Synthie-Klassiker von Europe (1986)

Die Geschichte hinter dem Song: Europe - The Final Countdown

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Europe - The Final Countdown"The Final Countdown" von Europe - ein Klassiker der 80er.

Diese vier Töne erkennt jeder nach einer Zehntelsekunde: Die pompöse Synthesizer-Fanfare von „The Final Countdown" ist einer der berühmtesten Klänge der Musikgeschichte. Dabei war der Song eigentlich nie als Single geplant - und handelt von etwas ganz anderem, als die meisten denken.


Wovon handelt „The Final Countdown"?

„The Final Countdown" erzählt davon, wie die Menschheit eine verbrauchte Erde verlässt und ins Weltall aufbricht - ein träumerischer Abschied vom Planeten. Sänger Joey Tempest ließ sich von David Bowies „Space Oddity" inspirieren. Trotz des epischen Sounds steckt also kein Weltuntergang dahinter, sondern eine fast poetische Science-Fiction-Vision.


Der berühmteste Synthesizer-Riff der 80er

Das Herzstück ist dieser majestätische Keyboard-Lauf. Joey Tempest schrieb ihn bereits 1981 oder 1982 auf einem Korg Polysix, den er sich von Keyboarder Mic Michaeli geliehen hatte - und ließ ihn dann jahrelang in der Schublade liegen. Erst 1985 überredete ihn Bassist John Levén, ein richtiges Lied um das Riff herum zu bauen. Tempest gab ihm ein Tempo und schrieb einen Text dazu. Gedacht war das Ganze aber weiterhin nur als grandioser Opener für die Konzerte der Band - auf dem dritten Album der Schweden landete es fast nebenbei.


Fast wäre der Song nie als Single erschienen

Kurios: Weil „The Final Countdown" eben als reines Bühnen-Intro entstand, wollte die Band ihn gar nicht als Single veröffentlichen. Einige Mitglieder plädierten dafür, lieber „Rock the Night" vorzuschicken. Zum Glück setzte sich die andere Fraktion durch - der vermeintliche Konzert-Opener wurde zum mit Abstand größten Hit von Europe.


Nummer 1 in 25 Ländern

Der Erfolg war gigantisch: „The Final Countdown" stürmte in 25 Ländern an die Chartspitze, darunter zwei Wochen lang in Großbritannien. In den USA reichte es für Platz 8. Aus einer schwedischen Band wurde über Nacht ein weltweiter Stadion-Act - getragen von einem einzigen, unverwechselbaren Riff.


Ein Konzertvideo mit über einer Milliarde Aufrufen

Seinen Teil zum Mythos trug auch das Musikvideo bei. Regisseur Nick Morris filmte es Ende Mai 1986 bei Konzerten in der Solnahallen bei Stockholm und mischte Szenen aus dem Soundcheck darunter - wehende Mähnen, Nebelschwaden, Lichtblitze, pures 80er-Kino. Auf YouTube hat der Clip inzwischen weit über eine Milliarde Aufrufe gesammelt. Deutlich weniger geliebt war dagegen der Dance-Remix „The Final Countdown 2000": Schlagzeuger Ian Haugland bezeichnete ihn im Rückblick schlicht als Desaster.


Warum der Song bis heute überall läuft

Ob beim Einlauf im Stadion, beim Boxkampf, in Werbespots oder als ironischer Trommelwirbel vor jeder Ankündigung: „The Final Countdown" ist längst zum Soundtrack für den großen Moment geworden. Kaum eine Fanfare hat es zu so viel Kult gebracht - und der Song gehört bis heute zu den unsterblichen Klassikern der 80er.

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