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(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

Mit oder ohne Bügel: Kopfhörer auf dem PrüfstandKopfhörer mit Bügel.

Ohne Kopfhörer kommen die meisten Musikfans nicht mehr aus. Sie erlauben den Genuss der Lieblingssounds, ohne andere zu stören und sind in vielen Situationen des Alltags eine Bereicherung. Ob zu Hause, unterwegs in der Bahn oder beim Workout. Bei der Anschaffung stellt sich allerdings die Frage, ob Bügelkopfhörer oder bügellose Alternativen die bessere Wahl sind. Letztlich sind persönliche Gewohnheiten und Vorlieben entscheidend. Eine hohe Klangqualität bieten Top-Modelle beider Varianten.


Kopfhörer mit Bügel 

Kopfhörer mit Bügel sind die ursprüngliche Bauform der kleinen Schallwandler. Zwei größere Ohrmuscheln, die auf den Ohren aufliegen (On-Ear) oder diese umschließen (Over-Ear), sind hierbei über einen Bügel miteinander verbunden. In der Regel liegt der Bügel auf dem Kopf auf. Es gibt aber auch alternative Lösungen mit Nacken- oder Kinnbügel. Generell werden Bügelkopfhörer als ideale Bauform für den Einsatz im Tonstudio, beim Auflegen im Club oder beim Musikhören in den eigenen vier Wänden angeboten. Dank des überzeugenden Komforts verursachen sie selbst nach Stunden keine schmerzhaften Druckstellen. Hinzu kommt, dass Bügelkopfhörer bauartbedingt eine hohe Soundqualität hervorbringen. Insbesondere der räumliche Klang lässt sich damit ausgezeichnet wiedergeben. 

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Offen oder geschlossen - auch für die Sicherheit relevant

Beim Kauf von Bügelkopfhörern muss zwischen offenen und geschlossenen Modellen unterschieden werden. Bei offenen Ausführungen werden Umgebungsgeräusche trotz Musikwiedergabe wahrgenommen. Insbesondere im Straßenverkehr ist das von Bedeutung, um andere Verkehrsteilnehmer hören zu können. Geschlossene Kopfhörer umschließen das Ohr hingegen vollständig. „Durch einen gepolsterten Ring wird das Ohr weitestgehend von Umgebungsgeräuschen abgeschirmt“, heißt es unter https://www.kopfhoerer.com/buegel-kopfhoerer/ in einem Ratgeber über Bügelkopfhörer, worin aufgrund der erhöhten Unfallgefahr vom Tragen geschlossener Kopfhörermuscheln im Straßenverkehr abgeraten wird. „Warnsignale werden dabei nämlich schnell überhört“, so die Redaktion weiter, die ausgewählte Produktempfehlungen für jeden Bedarf arrangiert hat. Diejenigen, die ihre Kopfhörer größtenteils im Straßenverkehr tragen, sind mit offenen Bügelkopfhörern besser beraten, um das Geschehen in der Umgebung wahrzunehmen. Wer hingegen im Studio arbeitet oder zu Hause Musik ohne Störgeräusche hören möchte, sollte stattdessen zu geschlossenen Muschelsystemen greifen.

Tipp: Für unterwegs bieten einige Hersteller klappbare Bügel, um die Kopfhörer in Rucksack, Reisetasche und Co. platzsparender verstauen zu können. Hier sollte allerdings auf stabiles Material und solide Verbindungen geachtet werden, damit die Produkte auch bei ständigem Gebrauch nicht brechen oder anderweitige Verschleißerscheinungen aufweisen.


Kopfhörer ohne Bügel
 

In diesem Bereich geben In-Ear-Kopfhörer den Ton an. Um das Ohr auch ohne Bügel anständig beschallen zu können, werden diese Kopfhörer direkt in die Ohrmuschel platziert. Durch ergonomisch geformte Kopfhörer lässt sich auch mit dieser Lösung ein guter Tragekomfort erzielen. Insbesondere beim Sport sind In-Ear-Kopfhörer von Vorteil. Vorausgesetzt sie sitzen perfekt und verrutschen nicht.

Da jedes Ohr individuell ist, hilft auf dem Weg zur idealen Passform nur das Ausprobieren verschiedener Modelle.

Ein weiterer Vorteil der bügellosen Kopfhörer ist ihr geringes Eigengewicht. Auch das kommt sportlich Aktiven zugute. Gleichzeitig schwitzen Träger nicht unnötig an den Ohren, was bei Bügelkopfhörern mit großen Ohrmuscheln häufig der Fall ist. Gleichzeitig ist der minimale Platzanspruch von In-Ear-Kopfhörern positiv zu erwähnen. Die Schallwandler passen in jede Tasche. 

Abstriche müssen Nutzer bei der Klangqualität machen. Führende Hersteller arbeiten zwar kontinuierlich an der Entwicklung und haben dahingehend schon viel erreicht, dennoch können die besten Produkte nicht mit vergleichbaren Bügelkopfhörern mithalten. Darüber hinaus empfinden viele Hörer In-Ear-Kopfhörer als unangenehm, weil sie zum Teil Druckgefühle im Gehörgang hervorrufen.

Tipp: Fachjournalist für Digitalthemen Gerd Blank rät Sportlern bei Kopfhörern auf den IPX-Wert zu achten, welcher über die Wasserresistenz informiert. Details im Beitrag unter https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/In-Ear-On-Ear-Over-Ear.


Zentrale Vor- und Nachteile auf einen Blick 

Abschließend haben wir die Vor- und Nachteile beider Kopfhörer-Typen im Vergleich zueinander arrangiert:

 

Bügelkopfhörer

Bügellose Kopfhörer

Vorteile

+hoher Tragekomfort

+guter Halt

+können als modisches Accessoire dienen

+gehen weniger schnell verloren

+beste Klangqualität

+ideal für zu Hause, Produzenten, DJs

+besonders leicht

+platzsparend

+verursachen kein Schwitzen an den Ohren

+optimal beim Sport

+günstig erhältlich

+optisch unauffällig

Nachteile

-höherer Platzbedarf

-optisch auffälliger

-schwerer

-ungeeignet beim Sport

-oft teurer

-für stundenlanges Tragen nicht ideal

-eingeschränkter Komfort

-gehen schneller verloren

-geringere Klangqualität

Sowohl Kopfhörer mit als auch ohne Bügel sind kabellos verfügbar. Bluetooth macht es möglich. Allerdings gehen mit Kopfhörern ohne Kabel Einbußen bei der Klangqualität einher, weil die Audiodateien komprimiert beziehungsweise verkleinert und entpackt werden müssen. Bei der Anschaffung sollte auf die Akkukapazität und die Ladezeiten geachtet werden.

Bilder (Quelle pixabay.com - Free-Photos und StockSnap)

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

CDJ-3000 - die neuen Flagschiff-Player von PioneerCDJ-3000 von Pioneer-DJ.

Wir haben lange drauf gewartet. Nach fast 5 Jahren ist die neue Generation des CDJs endlich draußen - aber ganz ohne namensgebende CD-Funktion! Was es damit auf sich hat und welche weiteren neuen Features der neue Flaggschiff-Player von Pioneer DJ mit sich bringt, zeigen wir euch in diesem Artikel.


Der erste Eindruck
 

Der erste Eindruck zählt wie bei fast allem besonders. Wie man anhand des Bildes erkennen kann, bleibt sich Pioneer treu und behält sein typisches Design. Ins Auge stechen als erstes die neuen Displays, welche um einige Zentimeter gewachsen sind. Was dazu führt, dass der CDJ-3000 im Vergleich zum CDJ-2000 NXS2 sowohl tiefer als auch ein wenig breiter geworden ist. Und sobald man sich die Front anschaut, wird den meisten DJs eine gewaltige Veränderung auffallen: der CD-Slot fehlt! Ja richtig gehört, der namensgebende Teil des Players wird in der neusten Ausführung einfach weggelassen. Für die meisten DJs war und ist dieses Feature sowieso lange nicht mehr von Bedeutung, da USB-Sticks oder SD-Karten als Speicher für die eigene Musik dienen. Doch für alteingesessene DJs und Nostalgiker da draußen, ist das ein gravierender Eingriff. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als bei den Vorgängerversionen zu bleiben.

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Die wichtigsten Neuerungen: Hot Cues, Display & Beatjump

Neben einem brandneuen Prozessor im inneren des CDJs, sind es vor allem die neuen Hot Cues und das neue große Display was den CDJ-3000 ausmacht. Statt den 4 Hot Cues im Vorgängermodell, sind es nun doppelt so viele. Die 8 schnell anwählbaren "Sprungtasten" befinden sich beim CDJ-3000 direkt unter dem neuen Display. Somit lässt man sich vom weniger beliebten Konkurrenten Denon inspirieren, welcher die Hot Cues jedoch unter dem Jog Wheel statt über ihm platziert.

Eine weitere Neuerung des Pioneer CDJ-3000 ist die Beatjump-Funktion. Diese befindet sich unterhalb des Loop-Panels und sorgt je nach Einstellung für einen nahtlosen Jump von 8, 16 oder 32 Beats im Track. Dieses Feature wird sicherlich den ein oder anderen DJ freuen, um unbeliebte oder langweilige Parts im Track zu überspringen oder kreativ den Track neu zu interpretieren.

Kommen wir zum Display, dem wohl wichtigstem Part des Players. Der Touch-Screen ist auf 9-Zoll angewachsen und bietet mit seiner Größe eine angenehme Navigation durch die Menüs und die Abspielansicht. Auch die Helligkeit soll sich auf 150 % im Vergleich zum CDJ-2000 NXS2 erhöht haben. Zusätzlich bietet der vergrößerte Screen platz für zusätzliche Shortcuts durch das Menü und die Schriftgröße sowie das Design lässt sich individuell anpassen.

Zudem erweitert Pioneer das eingebaute Jog Wheel Display. Ähnlich wie beim Controller DDJ-1000 zeigt das LCD-Display die Trackposition sowie das Coverartwork des jeweiligen Tracks an.

Auch am Raumklang des Players hat Pioneer gefeilt. So soll der neue CDJ den Klang noch genauer und detailgetreuer abbilden. Gerade im Bassbereich sollen so feinste Nuancen in der Klangfarbe realistisch wiedergegeben werden.<

Fazit: Pioneer DJ findet die Balance zwischen etabliertem Design und der Implementierung von wichtigen neuen Features. Gerade das größere Touch-Display sticht hervor. Wer auf die CD-Funktion nicht verzichten kann, der wird leider weiterhin mit den CDJ-2000 Modellen vorliebnehmen müssen. Der Großteil der DJs da draußen, wird dieses Feature aber kaum vermissen. Fans der Marke werden aufgrund der Treue und Nähe zum bekannten Design und des hohen Qualitätsanspruches von Pioneer auf ihre Kosten kommen. Ob der CDJ-3000 an die beliebte Robustheit des Vorgängers anknüpfen kann und wie sich die neuen Funktionen im Cluballtag schlagen, wird sich erst wieder bei Öffnung der Clublandschaft zeigen. Der Listenpreis beträgt 2399€.

 

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 9 Minuten)

Spire-Studio von iZotopeSpire-Studio von iZotope.

Endlich. Darauf habe ich als Song-Writer so lange gewartet. Erst hatte ich die Eingebung, dass es ein Stand-Alone-Portable-Studio geben müsste, das in guter Qualität Ideen direkt dort aufnimmt, wo sie entstehen. Dann sah ich, dass es mit dem Spire-Studio bereits so etwas gab, jedoch nur für den US-amerikanischen Markt. Doch nun ist es endlich in Europa angekommen. Und ich habe es ausgiebig ausprobiert.


Großartige Pre-Amps

Natürlich vergleiche ich das formschöne und ergonomische Gerät aus Metall, mit den wenigen Knöpfen nur in der Überschrift mit einer Ravioli-Dose, um Leser zu generieren. Billiger Trick? Egal. Auf jeden Fall ist das Spire-Studio kein billiger Trick. Moment. Wir müssen uns jetzt noch über den Unterschied von billig und günstig unterhalten.

Das Gerät mit den großartigen Pre-Amps von „Grace Design“ für die beiden Mic/Line-Combo-Eingänge und dem hervorragenden, eingebauten Kondensator-Mikrofon ist wirklich preiswert. Für um die 400 Euro erhält man ein 8-Track Studio, das noch vor ein paar Jahren einen großen Raum und viele Tausend Euro gekostet hätte. Damit sind wir bei „nicht billig“ angekommen. Die Qualität, mit der die Signale - entweder durch die Eingänge - oder über das Mikrofon verarbeitet werden, ist überzeugend gut. Ein Rauschen ist minimal, die Klangdichte hervorragend. Das Mikrofon ist eine eierlegende Wollmilchsau. Es kann in einer leisen Umgebung sehr feine Nuancen aufnehmen. Hier können als Negativbeispiel auch schnell Störgeräusche auffallen (Regen an der Scheibe, Computerlüfter, Blätterrascheln im Stadtpark, das Beat-Tippen mit dem Fuß), die bei anderen Aufnahmegeräten bisher keine Rolle spielten, da sie im allgemeinen Rauschen untergingen. Im Positiven kann das Spire-Studio sehr leisen Gesang in vielen Facetten und Farben aufnehmen. Andererseits hat das Mic auch kein Problem damit im Probenraum oder im Club mit jeder Menge Dezibel-Druck umzugehen. Mit einem kleinen Knopfdruck „Soundcheck“ stellt sich das Gerät in bis zu 10 Sekunden auf die Umgebungslautstärke ein und pegelt sich selbst aus. Ein etwas merkwürdiges Gefühl, die Aufgabe aus der Hand zu geben, ich habe aber nur gute Erfahrungen mit dem „Soundcheck“ gemacht, wobei immer Spitzenlautstärken erreicht werden sollten, um ein späteres Übersteuern zu minimieren.

Von der Qualität der Aufnahmen kann es das Spire-Studio also mit allen gängigen Field-Recordern aufnehmen. Nun bleibt jedoch die Frage, ob es in der Bedienung auch als hochwertiges Demo-Studio taugt. Es ist jammern auf hohem Niveau, doch hätte ich mir drei oder vier parallele Aufnahmekanäle gewünscht. Natürlich bedeutet es mehr Platz, mehr Vorverstärker und mehr Material, jedoch nehme ich meist Ideen folgendermaßen auf: ein Schlagzeug-Computer (Beat Buddy), eine Gitarre, einmal Gesang. Spiele ich mit einem Kumpel ein, dann brauchen wir Keyboard, Gitarre und zweimal Gesang. Nur für Proberaum-Demos reichen zwei Eingänge aus. Da nehme ich das eingebaute Mikrofon oder zwei externe Membran-Mikros (48V Phantomstrom ist übrigens vorhanden). Wenn ich nur Ideen aufnehme, mit Gitarre und Gesang, dann würde ein Field-Rekorder genügen, doch da ich parallele Tracks haben möchte, finde ich zwei gleichzeitige Spuren etwas dünn. (Anmerkung: Wenn Input 1 belegt ist, wird automatisch das interne Mikro abgestellt. Gitarre und Gesang parallel auf zwei Tracks ist also zum Beispiel mit Build-In-Mic und 6,3mm Klinke an der Gitarre (Input 2) möglich.

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Ohne Kopfhörer wird man nichts hören. Zur Verfügung stehen zwei 3,5mm Klinken-Ausgänge für Kopfhörer, das genügt. Auch diese klingen vernünftig und sind über einen „Volume“ Schalter auf der Spire-Studio-Oberfläche zu regulieren. Mit etwas Übung können die großen „Play“ und „Stopp“ Buttons so bedient werden, dass tatsächlich acht Spuren nacheinander aufgenommen werden können und das als Stand-Alone-Funktion. Wenn der integrierte Akku dann noch - über das mitgelieferte, einfache Netzteil - aufgeladen ist, hält das Gerät ehrliche vier Stunden Aufnahmesessions aus.

Spire gehört zu iZotope, einem Sound-Engineering-Unternehmen mit innovativen Produkten. Dieses geht sehr modern mit Devices um. Leider steckt in dem Gerät keine SD-Karte, auf dem die Stems als Rohdateien gespeichert sind, um sie am heimischen Rechner an der DAW weiterzuverarbeiten. Vielmehr führt der Weg immer über die kostenlose Spire-App. Das Handy (die beiden großen Betriebssysteme funktionieren) wird somit zur Bedienoberfläche und zum Dateienverwalter für das Spire-Studio Gerät. In meiner Altersstruktur, um die 50 Jahre, ist genau dies für viele Musiker, die für das Spire-Studio prädestiniert wären, das Knock-Out Kriterium. Aber vielleicht möchte iZotope gar keine Käufer ansprechen, die Angst vor Online-Banking und der digitalen Weltverschwörung haben, sondern ist klar für die multimediale Welt aufgestellt. Ich habe kein Problem mit der Handy-Bedienung, es bleibt aber der schale Nachgeschmack eines Ex-Apple-Users. Man wird als Apple-User einiger Freiheiten beschnitten und lässt es sich gefallen, da man ein gesamtes Apple-Netzwerk aufgebaut hat, dass zwar miteinander kommuniziert, aber sonst inkompatibel ist. (Ja, ja, ich höre schon die feingliedrigen Apple-User aufschreien. Bleibt bei eurer Designer-Droge, aber macht euch bewusst, dass ihr abhängig seid.) Auch beim Spire-Studio erwarte ich persönlich, dass es in Zukunft eine Pro-App geben wird, die regelmäßige Kosten verursacht, dafür aber beste Qualität ermöglicht - also eine Frage der Abwägung und des Bedarfs.

Die App koppelt sich mit dem Spire-Studio. Ab diesem Moment ist man von der Internet-Umwelt abgeschnitten. Gut für eine störungsfreie Arbeitsatmosphäre, schlecht, da man nicht mehr erreichbar ist. Doof ist auch das Übertragen von Files in die Cloud oder sonst wohin jenseits des Handys. Das geschieht erst, wenn die Verbindung zum Spire-Studio gekappt ist und sich das WiFi wieder mit dem Internet verbindet - gar nicht so „multi“medial. Zumindest gehen über das Mobilnetz Anrufe weiterhin ein.

Spire

Die App ist sehr einfach und komfortabel zu bedienen. Zuerst musste ich mich etwas ans Scrollen gewöhnen, da die Oberfläche nicht auf einen Bildschirm passt. Spire bietet die Möglichkeit Live-Effekte zu aktivieren. Selbst für die Western-Gitarre klingt ein 50er-Jahre Amp mit sanfter Distorsion sehr gut und nützlich. Über den Kopfhörer erhält der Musiker, nahezu latenzfrei, den Effekt auf die Ohren. Das ist gut. Einen Kopfschüttler gibt es allerdings. Ich kann mich nur entscheiden, dass ich die Spur mit Effekt aufnehme oder ohne. Es wird keine Ur-Datei gespeichert, auf die ich später zugreifen kann. Kurzum: Wenn mir ein Effekt später doch nicht gefällt, dann kann ich nicht auf eine cleane Aufnahme zugreifen, da diese nicht existiert. Andersherum können Effekte nicht im Nachhinein auf eine Spur angewandt werden. Ich finde es sehr ärgerlich, aber dies ist eine Frage der Firmware-Updates. iZotope wird mit Sicherheit daran mit Hochdruck arbeiten, denn würde es so bleiben, wäre es ein KO-Kriterium für alle Musikschreibenden.

Die Effekte für den Gesang gefallen mir derzeit nicht so gut, aber das ist ein noch geringeres Problem, denn iZotope ist sehr breit aufgestellt in absolut hochwertigen Softwarelösungen im Bereich von Sounds und Effekten. Da müssen sie schnell mal ein Upgrade aus dem eigenen Sortiment springen lassen. Denn derzeit ist die Feinabstimmung echt mau. Entweder ist die Stimme crisp, aber ohne Effekt oder klingt nach Kathedrale oder gefliestem Klo. Das geht besser. Ich habe meine Stimme immer clean aufgenommen und später am Rechner - in der eigenen DAW - mit Effekten unterlegt. Die Qualität der reinen Aufnahmen reicht vollkommen aus, um vernünftige und hochwertige Demos durch externes Mastering zu erstellen.

Habe ich noch nicht die 31 LEDs erwähnt, die nicht nur gut aussehen, sondern tatsächlich auf dem Spire-Studio orientierend helfen und bei der Ansteuerung unterstützen? Und wie sieht es mit der Tasche aus, die man für viel Geld zusätzlich erwerben kann? Das Spire-Studio sitzt sicher eingepackt in der runden Tasche mit Schulterriemen, das Netzteil verschwindet in einer Außentasche und im oberen Bereich ist noch Platz für Reisekopfhörer und ein 3m 6,3mm Klinkenkabel. Der Preis ist aber schon zu hoch angesetzt, mit 69 Euro.


Nutzungsmöglichkeiten

Vor meinem Fazit muss ich noch auf weitere Nutzungsmöglichkeiten zu sprechen kommen.

Zum einen ist das Spire-Studio sehr gut geeignet, um eine eigene Rede oder eine Diskussionsrunde - zum Abhören oder Transkribieren - aufzunehmen. Durch das integrierte Mikrofon werden sogar hörbare Ergebnisse erzielt, wenn der Sprecher mit dem Rücken zum Gerät steht und in den Raum spricht. Mit einem Lavalier-Mikrofon am Revers entstehen Aufnahmen, die als semi-professionelle Mitschnitte dienen können, zum Beispiel zur Video-Nachvertonung.

Zum anderen kann es mit auf dem DJ-Deck platziert werden. Ein Mitschneiden von Sets ist eigentlich nicht schwer, aber die Atmosphäre des Clubs zu transportieren ist jedoch sehr schwierig. Ich habe bei einigen Gigs einen Monitorausgang in den Input 2 laufen lassen und das integrierte Mikro zum Floor gestellt. Soundcheck nicht vergessen, um nicht zu übersteuern, und dann war jeder Schrei der Entzückung und jedes Mitgrölen auf dem Spire-Studio gebannt. Ein Zeitdokument-Mitschnitt in hoher Qualität für den egozentrierten DJ oder seine musikalischen Anhänger.

Letztlich soll nicht der virtuelle Workflow mit Musiker-Kollegen auf der ganzen Welt vergessen werden. Über jeden Cloud-Speicher können gemeinsame - vom Spire-Studio synchronisierte - Musikprojekte verwirklicht werden. Dafür waren bisher gute DAWs notwendig. Nun können Songs aufgenommen und vor-abgemischt werden. Großartig!


Fazit

Es gibt durchaus noch Einiges zu Meckern für mich, aber die Zeit nehme ich mir nur, wenn ich es für wichtig halte. Und das Spire-Studio halte ich für wichtig. Es ist eine kleine Offenbarung als Field-Studio im Taschenformat. Die Qualität der verbauten Hardwareelemente ist außergewöhnlich gut für den moderaten Preis. An der Software sollte iZotope schnell nachsteuern, damit der Komfort sich dort auch mit der Qualität deckt. Ich hätte mir eine doppelte Funktion gewünscht. SD-Karte als 8-Track-Field-Rekorder und per App, wenn ich gleich Effekte nutzen oder in den Mix gehen möchte. Doch dieses kleine Manko hält mich nicht davon ab davon zu schwärmen, wie gut ich erste Ideen bereits aufnehmen, verarbeiten und weitergeben kann - und das überall, wirklich überall. Für Kreative, die durchgängig von Kreativität überfallen werden gibt es eine deutliche Kaufempfehlung. Für die zögerlichen Bedenkenträger empfehle ich noch eine Generation abzuwarten, bis die Kinderkrankheiten auskuriert sind. Aber dann gibt es auch für die kein Halten mehr.

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Pioneer DDJ-1000SRTDer Pioneer DDJ-1000SRT kostet 1499€.

Der aktuell beliebteste Pioneer DJ Controller unterstützt nun Serato DJ. Damit schließt Pioneer eine große Lücke und holt auch die verbleibende Community an Board. Dies möchten wir zum Anlass nehmen einen genaueren Blick auf den Controller zu werfen.


DDJ-1000SRT

Der DDJ-1000SRT vereint genauso wie der DDJ-1000 die Komponenten der CDJ-Reihe sowie den DJM, nun allerdings die Nexus Variante. Dabei lassen sich mittels 2 Jog-Wheels 4 Kanäle ansteuern wie der integrierte 4-Kanal-Mixer vermuten lässt. Die Hardware ist hervorragend verarbeitet (sie wirkt noch etwas nobler als beim DDJ-1000) und erinnert auch in der Handhabung stark an die bereits erwähnten Einzelkomponenten aus dem Hause Pioneer. Der Mixer kann auch eigenständig agieren und an ein vorhandenes Setup angeschlossen werden (Stand-alone-Mixer): Das Jog-Wheel-Interface wurde überarbeitet und zeigt noch die Trackinfos noch detaillierter an. Freuen werden sich vor allem die Serato Nutzer, da dieser Controller nun mit Serato kompatibel ist. Ebenfalls werden sich die Scratcher unter euch freuen, da die MAGVEL FADER präzises Scratching garantieren.

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Für die Live-Performance gibt es weiterhin die vier Sound Color FX und den 14 Beat FX sowie 16 RGB-Performance-Pads (8 pro Deck). Der Controller lässt sich durch zahlreiche Ein- und Ausgänge durch zahlreiche Komponenten erweitern. DDJ-1000SRT ist ab August im Handel verfügbar und kostet 1499 Euro. Abschließend die Key Features auf einen Blick:

- DJ-Controller im Clubstyle-Layout
- kompatibel mit Serato DJ
- farbige On-Jog-Displays für schnellen Überblick und akkurate Performances
- 14 Beat-FX - mit Neuzugängen Enigma-Jet, Mobius-Saw, Mobius-Triangle und Low-Cut-Echo
- MAGVEL-FADER
- Standalone-Mixer Funktion
- 4 Stereo-Cinch-Inputs
- 2 Mic Inputs
- 2 Master Outputs + Booth
- zahlreiche Ein- und Ausgänge für unterschiedliche Setups inklusive Dual-USB für nahtlose DJ Handover
- Standalone-Mischpultfunktion
- einstellbare Jogwheels
- Performance-Pads
- Sound-Color-FX
- Aluminium-Oberseite mit Acryl-Finish
- inklusive Serato DJ Suite


Fazit

Der DDJ-1000 SRT erweitert die Produktpalette von Pioneer genau um das fehlende Puzzleteil. Die Zusammenarbeit mit Serato wird sich definitiv lohnen, das haben bereits erste Reaktionen in Foren sowie in Magazinen gezeigt. Ich persönliche besitze den DDJ-1000 und kann dieses Gerät nur wärmstens empfehlen, da das Gerät derart rund läuft, so dass ich keinen anderen Controller mehr möchte. Natürlich ist es auch die perfekte Vorbereitung auf die CDJs NXS sowie den DJM NXS, falls der schnelle Wechsel im Club vorgenommen werden muss. On reines DJing oder Live-Performance, einfach ein Hochgenuss und beinahe ein must-have.

(Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten)

Denon präsentiert DJ SC5000MDenon DJ SC5000M.

Denon ist wohl die einzige Marke, die Pioneer auf dem DJ-Tech-Markt Konkurrenz macht. Mit den CDJs und DJMs kontrolliert der „Pionier“ seit Generationen die Club- und Festivalszene. Vor wenigen Jahren erfand sich Denon DJ neu. Mit Geräten wie dem MCX8000 setzte man Meilensteine in puncto Standalone-DJ-Controller. Das Main-Deck-Setup mit Player SC5000 Prime und Mixer X1800 Prime ließ Pioneers Systeme in sämtlichen Tests alt aussehen. Nun steht die nächste Neuheit bevor, welche insbesondere für die alten Hasen interessant sein könnte.

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Des DJs Werkzeug

Der SC5000 Prime ist auf dem Papier der modernste Player auf dem Markt. Mit der Aktion #Changeyourrider wollte Denon alteingesessene Pioneer-Fans mit ins Boot holen und bot mehr Technik für einen günstigeren Preis. Bis jetzt konnte sich die Revolution nicht durchsetzen, obwohl große Namen wie Tiesto (ehemals), Oliver Heldens oder Laidback Luke auf die Gadgets setzen.

Jetzt möchte man eine fast vergessene Sparte aufgreifen und präsentiert mit dem SC5000M Prime einen digitalen Player, der ein motorisiertes Jogwheel verbaut hat. Heute werden Tracks von USB-Sticks geladen, doch früher mussten die DJs ihre Platten-Sammlung mit sich rumschleppen. Auch wenn viele diese Tatsache begrüßen, gibt es immer noch einige, die das Gefühl von einem echten Turntable lieben. Zu solchen gehören viele Acts der Hip-Hop-Szene, aber auch Ausnahmen wie DJ Snake.


Zwei in einem

Die Prime-Serie von Denon beinhaltet ausschließlich Player, die in der Lage sind, als zwei Decks zu fungieren. Somit ist es möglich, vier Titel gleichzeitig laufen zu lassen - und das mit zwei Playern. Die Oberfläche des SC5000Ms ist kongruent mit der des SC5000. Auch hier sind extra große 7“-Bildschirme verbaut, die außerdem Touchscreens sind.

Programme wie Rekordbox seitens Pioneer oder Serato werden für die Prime-Serie nicht benötigt. Die Decks sind in der Lage, die Musik live und haargenau zu analysieren, während euch CDJs 2000NXS2 nicht mal die BPM verraten würden. Selbstverständlich können trotzdem Vorbereitung in der mitgelieferten Engine-Prime-Software getroffen werden.

Fazit: Denon hat mit dem SC5000M Prime einen Player vorgestellt, der die Vorteile der digitalen Generation und das Feeling der guten alten Zeiten verbindet. Das motorisierte Jogwheel wird das Herz von Vinyl-Fans höherschlagen lassen, ohne auf den Komfort von Hot Cues, einem Screen oder dem 2-in-1-Player-System verzichten zu müssen. 

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