Die 10 größten One-Hit-Wonder der 90er in unserem Ranking.
Ein Riesenhit, dann Stille: Die 90er waren das goldene Jahrzehnt der One-Hit-Wonder. Eurodance-Projekte, Studio-Acts und Zufallstreffer stürmten die Charts und verschwanden wieder, während ihre Songs bis heute auf jeder Party laufen. Zehn Künstler, die genau einen großen Moment hatten, und was für einen.
Zwei Soul-Stimmen, die sich der Legende nach in der New Yorker U-Bahn kennenlernten, und ein Refrain für die Ewigkeit. „Would I Lie to You?" führte 1992 die Charts in sechs Ländern an. An diesen Erfolg kam das Duo nie wieder heran, der Song dagegen läuft seit über 30 Jahren ununterbrochen im Radio.
Ein weißer Kanadier, der schneller Dancehall-Patois nuschelte als jeder Jamaikaner: „Informer" hielt sich 1993 sieben Wochen an der Spitze der US-Charts und lief auch hierzulande rauf und runter. Was Snow da eigentlich singt, wusste kaum jemand. Gebraucht hat es auch niemand.
Charleston trifft House: Das niederländische Duo verband 20er-Jahre-Swing mit einem Dance-Beat und eroberte damit 1994 die britische Chartspitze. Ein Song ohne echten Text, ein Projekt ohne zweiten Hit, aber ein Sound, den man nach einmal Hören nie wieder loswird.
„Naaa na na na naaa": Der jamaikanische Deejay Ini Kamoze war in seiner Heimat längst etabliert, als ihn dieser Track 1994 überraschend an die Spitze der US-Charts spülte. International blieb es sein einziger großer Moment, aber der reicht bis heute für jede Playlist.
Das deutsche One-Hit-Wonder schlechthin: Die Band aus Pforzheim schrieb mit „Lemon Tree" einen Welthit, der die deutschen Charts anführte und bis nach Asien durchschlug. Der lakonische Song über einen verregneten Sonntag blieb der einzige große Erfolg, hat aber Generationen von Schul-Englischstunden überlebt.
Eine Beziehung, die nur noch ein gemeinsamer Film zusammenhält: Die Band aus Texas traf mit dieser Prämisse 1995 einen Nerv. Danach kam nichts Vergleichbares mehr, doch der Refrain gehört zum kollektiven Gedächtnis der 90er.
Eine Jeans-Werbung machte den Song berühmt, genauer: den auf Chipmunk-Tempo beschleunigten Anfang. „Spaceman" schoss 1996 in Rekordgeschwindigkeit an die Spitze der UK-Charts. Dass der Rest des Songs völlig anders klang als der Werbespot-Ausschnitt, sorgte für lange Gesichter und dafür, dass es beim einen Hit blieb.
Ein Mann, ein Schlafzimmer, ein Vier-Spur-Rekorder: Jyoti Mishra bastelte „Your Woman" komplett allein zu Hause und landete damit 1997 auf Platz 1 in Großbritannien. Das Trompeten-Sample aus den 30er-Jahren erkennt man nach einer Sekunde. Ein zweiter Hit kam nie, der DIY-Mythos bleibt.
Das One-Hit-Wonder in Reinform: Daft-Punk-Hälfte Thomas Bangalter gründete Stardust für genau einen Track und löste das Projekt danach bewusst auf. „Music Sounds Better with You" wurde 1998 zur French-House-Hymne schlechthin. Ein einziger Song als komplettes Lebenswerk, und was für eines.
Im Original ein unscheinbarer Deep-House-Track, im Remix von Roy Malone ein Monster: „King of My Castle" stand Ende 1999 an der Spitze der deutschen Charts und beschloss das Jahrzehnt der Dance-Eintagsfliegen würdig. Produzent Chris Brann veröffentlichte danach weiter Musik, einen zweiten Hit dieser Größe gab es nicht.
Zehn Songs, zehn einzelne Volltreffer: Die 90er bewiesen, dass ein einziger guter Moment für die Ewigkeit reichen kann. Wer noch mehr Eintagsfliegen sucht, findet in unserer Liste der erfolgreichsten One-Hit-Wonder aller Zeiten die dekadenübergreifenden Klassiker, und in den 100 besten Party-Songs der 90er das komplette Jahrzehnt zum Durchhören.