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Diese Hits haben die Künstler unsterblich gemacht

10 One-Hit-Wonder, die man nie vergessen wird

(Geschätzte Lesezeit: 5 - 10 Minuten)

One-Hit-Wonder10 One-Hit-Wonder, die man nie vergessen wird.

One-Hit-Wonder gibt es unzählige - sie sind oftmals ein Phänomen. Wie eine Band oder ein Act ein One-Hit-Wonder wird, ist unterschiedlich. Manchmal existiert eine Gruppe schon viele Jahre, hat zahlreiche Alben veröffentlicht, aber nie den großen Wurf gelandet. Dann, über Nacht, entwickelt sich eine einzige Single zu einem weltweiten Megahit. Und im Anschluss daran kommen keine weiteren Hits hinzu. Man erinnert sich nur an diesen einen Song der Band. Auch DJs und Produzenten schaffen es hin und wieder mit nur einem Song bekannt zu werden, um anschließend wieder in der Versenkung zu verschwinden. Wir haben in diesem Artikel 10 One-Hit-Wonder für euch herausgesucht, die man ganz sich nie wieder vergessen wird.


Lou Bega - Mambo No. 5 (A Little Bit of...)

Das Original der "Mambo No. 5" wurde im Jahr 1949 von Pérez Prado veröffentlicht. Aber erst im Jahr 1999 wurde die Neuinterpretation von Lou Bega zu einem weltweiten Megahit. Platz 1 in Deutschland, Österreich, Schweiz und England. In den USA schaffte es der Song auf Platz 3. Obschon das Original seiner Zeit in den USA ein Hit war und dort einen Mambo-Boom auslöste. Zieht man den weltweiten Umsatz zu Grunde, gilt "Mambo No. 5" von Lou Bega heute zur erfolgreichsten deutschen Pop-Musikproduktion aller Zeiten.

Produziert wurde "Mambo No. 5" von Frank Lio (Achim Kleist) und Donald Fact (Wolfgang von Webenau). Gegenüber dem Original von Pérez Prado wurde von Lou Bega und Christian „Zippy“ Pletschacher ein Text geschrieben und auch die Refrainmelodie verändert. Später gab es lange und große Rechtsstreitigkeiten um das Urheberrecht des Songs mit den Erben Pérez Prado, die es sogar bis vor das Bundesverfassungsgericht schafften. Bega und sein Co-Autor verloren. 

Nach "Mambo No. 5" veröffentlichte Lou Bega noch weitere Songs, die es in die Charts schafften, aber keine Hits mehr wurden. "I Got a Girl", "Gentleman" oder auch "Sweet Like Cola" aus dem Jahr 2010 seien an dieser Stelle noch genannt. In einer Nebentätigkeit arbeitet Lou Bega übrigens für das Dance-Projekt Groove Coverage als Komponist. Mit "God Is a Girl" gelang ihm hier ebenfalls ein nationaler Hit.


Edward Maya & Vika Jigulina - Stereo Love

Der rumänische Sänger, DJ und Komponist Eduard Marian Ilie, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Edward Maya, landete 2010 den Sommerhit schlechthin. Zusammen mit Sängerin Vika Jigulina veröffentlichte er 2009 den Song "Stereo Love", der auf dem Original von "Eldar Mansurov - Bayatılar" aus dem Jahr 1989 basiert. Ganze 40 Wochen hielt er sich in den Deutschen Single Charts und erreichte mit Platz 4 seine höchste Position. In England gelang dies ebenfalls und in den USA wurde Rang 16 erobert. In ganz Europa - vor allem in den östlichen Staaten - wurde Stereo Love von Edward Maya ein Riesenhit.

Die darauf folgenden 5 Jahre veröffentlichte Edward Maya viele weitere Singles wie "This Is My Life", "Desert Rain", "Back Home", "Love Story" oder auch "Universal Love" aus dem Jahr 2014. Doch keine Single konnte an die großen Erfolge der "Stereo Love" anknüpfen. Auch das 2013 auf den Markt gebrachte Album "The Stereo Love Show" floppte.


Haiducii - Dragostea din tei

Im Jahr 2004 ging ein und die selbe Komposition zweimal ins Rennen um den Hit des Jahres. Und beide Versionen gewannen. Das Original von O-Zone erreichte im Mai des Jahres Platz 1 der Deutschen Single Charts, das Cover von Haiducii (produziert von Gabry Ponte) belegte Platz 2 im April 2004. In den folgenden Jahren wurden noch viele weitere Cover-Versionen von "Dragostea din tei" veröffentlicht. Unter anderem von Rihanna und T.I. ("Live Your Life") im Jahr 2008 oder von den Italobrothers 2012 als "My Life Is A Party".

Nach Haiduciis großem Erfolg mit "Dragostea din tei" gelang der rumänischen Sängerin kein weiterer großer Charthit. "Mne s toboy horosho" konnte zwar in Österreich noch Platz 33 erklimmen, aber in Deutschland fand die Single keinen Anklang. Anfang 2006 wurde noch "More'n'More (I Love You)" von ihr veröffentlicht, konnte aber nichts mehr bewegen. Haiducii  - ein echter One-Hit-Wonder-Act.


Gusttavo Lima - Balada (Tchê tcherere tchê tchê)

Dieser Hit wurde quasi am Reißbrett entworfen. Ein perfektes Marketing steht hinter dem Erfolg von "Balada" aus dem Jahr 2012. Der in Brasilien geborene Sänger Gusttavo Lima (bürgerlicher Name: Nivaldo Batista Lima) bekam bereits im Alter von 12 Jahren seinen ersten Plattenvertrag. Als dann im Jahr 2011 mit "Ai Se Eu Te Pego!" von Michel Telós ein großer internationaler Sommerhit an den Start ging, beschlossen die Plattenbosse auch Gusttavo Lima international zu vermarkten. Er begann in den USA einige Auftritte zu absolvieren. Im Frühling 2012 brachte man den Song dann nach Europa.

Eine Tanzchoreografie wurde entworfen und man engagierte den Fußballspieler Neymar, um gemeinsam mit Lima auf der Bühne zu stehen. Im Juni erreichte "Balada (Tchê tcherere tchê tchê)" Platz 3 in den Deutschen Charts. In der Schweiz war es sogar ein Nummer-Eins-Hit. Nach diesem Erfolg hat man in Europa nie wieder etwas von Gusttavo Lima in der breiten Öffentlichkeit gehört. Dennoch veröffentlicht er bis heute regelmäßig Singles, die allen voran in seinem Heimatland Brasilien stattfinden.


Daniel Powter - Bad Day

Der kanadische Popmusiker Daniel Powter veröffentlichte 2005 den Song "Bad Day" und schrieb sich damit in die Geschichtsbücher der Musikhistorie. Wenn man auf der Suche nach dem Inbegriff eines Radiohits sucht, wird man bei "Bad Day" von Daniel Powter fündig. Der Titel war auf dem zweiten Album des Künstlers vertreten und stieg nach der Auskopplung schnell auf Platz 1 der Airplaycharts. 

Allen voran in England und den USA wurde "Bad Day" zu einem großen Hit. Platz 2 in den britischen Single Charts, Platz 1 in den USA. In Deutschland reichte es "nur" für einen 17. Platz in den Verkaufscharts. Mit "Free Loop" oder "Next Plane Hom" kamen in den darauf folgenden Jahren noch neue Singles von Powter auf den Markt, konnten bei weitem aber nicht an die Erfolge von "Bad Day" anknüpfen. Uns bleibt der sympathisch wirkende Kanadier daher als One-Hit-Wonder in Erinnerung.


Natalie Imbruglia - Torn

Natalie Imbruglia gilt für viele als das One-Hit-Wonder schlechthin. 1993 schrieben Scott Cutler, Anne Preven und Phil Thornalley den Song "Torn", der 1995 veröffentlicht wurde, für die Band Ednaswap. Aber erst im Dezember 1997 wurde der Song weltweit ein Megahit - für Imbruglia. Sie coverte den Titel für ihr Album "Left of The Middle". In Dänemark, Belgien, Kanada, Spanien und Schweden wurde "Torn" ein Nummer-1-Hit. In Deutschland erreichte der Song Platz 4 der Charts. In den USA reichte es nur für Rang 42.

Nach "Torn" veröffentlichte Natalie Imbruglia nach zahlreiche Songs, die allesamt nicht an die Erfolge ihrer Debüt-Single anknüpfen konnten. Lediglich der Song "Shiver" reichte mit Platz 52 einen nennenswerte Platzierung in den Deutschen Single Charts. Somit ist Natalie Imbruglia ein wahrliches One-Hit-Wonder.


Lykke Li - I Follow Rivers

2010 wurde "I Follow Rivers" im Original geschrieben. Die Plattenfirma der Schwedin Lykke Li beauftragte später den aus Belgien stammenden Produzenten Stephen Fasano aka The Magician mit einem Remix. Mehr tanzbar und stark dance-lastig. Im späten Frühling 2012 war es dann soweit. Im Rahmen des Champions-League-Finales wurde der Song im The-Magician-Remix gespielt und ein Millionen-Publikum wurde auf den Titel aufmerksam. Kurz darauf schoss "I Follow Rivers" an die Spitze der Deutschen Single Charts.

Bis dato veröffentlichte Li noch drei weitere Single unter ihrem Namen, die allesamt jedoch nicht erfolgreich waren. Einzig die Coverversion der belgischen Band Triggerfinger konnte mit ihrem Unplugged-Cover in die Top 10 der Charts einsteigen. Für Lykke Li abermals ein lohnendes Geschäft, da sie zusammen mit Björn Yttling und Rick Nowels (u.a. Produzent von Madonna, Lana Del Rey, Dido, Melanie C, Ronan Keating) den Song schrieb. Lykke Li bleibt uns bis dato als One-Hit-Wonder in Erinnerung.


Gotye - Somebody That I Used To Know (feat. Kimbra)

Knapp eine Milliarde Views verzeichnet das offizielle Musikvideo der "Somebody That I Used To Know" von Gotye und Sängerin Kimbra. Der belgisch-australische Singer-Songwriter Wouter Andre „Wally“ De Backer alias Gotye veröffentlichte den Titel im Jahr 2011, welcher ihn reich machte (mehr als 12 Mio. verkaufte Einheiten) und ihm zwei Grammys bescherte (Record of the Year und Best Pop Duo/Group Performance). Gotye hat den kompletten Song alleine geschrieben. 

"Somebody That I Used to Know" basiert auf einem Sample des Songs "Seville" von Luiz Bonfá aus dem Jahr 1967. Berühmt wurde der Song auch wegen des Musikvideos. Es zeigt Gotye nackt, während er das Lied performed. Mit der Zeit wird er mit Farbe bestrichen. In Deutschland hielt sich "Gotye - Somebody That I Used To Know (feat. Kimbra)" 60 Wochen in den Single Charts. Platz 1 in Deutschland, USA, England und viele weitere Länder. 50 Platin-Auszeichnungen heimste der Song ein. Wahnsinn! Danach kam nichts mehr von Gotye. Keine weitere Single-Veröffentlichung. One-Hit-Wonder par Excellence.


Crazy Town - Butterfly

Die US-amerikanische Crossover-Band Crazy Town kann auf eine lange Vita zurückblicken. Bereits Anfang der 90er Jahr lernten sich Shifty Shellshock und Epic Mazur an der High School kennen. Sie begannen Text zu schreiben und diese zu rappen. Schnell konnte man einen Plattenvertrag ergattern. Aber erst im Jahr 2000 gelang ihnen der ganz große musikalische Wurf. Mit "Butterfly" veröffentlichten Crazy Town einen Megahit. Platz 1 in Deutschland, Österreich, Schweiz und den USA. In England schaffte der Song es auf Platz 3.

Das Billboard-Magazin kürte "Butterfly" mit Platz 3 der One-Hit-Wonder-Liste für die 2000er-Jahre. In den Charts räumte der Song jedenfalls kräftig ab. Nicht zuletzt auch wegen des Musikvideos. Eine surreale Fantasy-Doku, durch die die Tattoos von Shifty fliegen. Dennoch ein echter Ohrwurm, der hier das neue Jahrzehnt seiner Zeit eingeläutete.


Asaf Avidan & the Mojos - One Day / Reckoning Song

Der 10. und letzte Song in unserer Liste der One-Hit-Wonder, die man nie vergessen wird, ist ein Remix. Das Original wurde von Asaf Avidan geschrieben. Arrangiert, gemischt und produziert wurde "Reckoning Song" von Asaf Avidan und Ori Winokur. Im Jahr 2008 fand die Erstveröffentlichung statt. Aber erst im Jahr 2012 wurde der Track zu einem weltweiten Hit und läutete eine große Deep-House-Welle ein. Der deutsche DJ und Produzent Wankelmut verlieh dem Titel das gewisse Etwas, das ihn zu Hit machte.

Als simpler Soundcloud-Upload fing alles an. Als Asaf Avidan von dem inoffiziellen Remix erfuhr, war er zunächst gar nicht begeistert. Erst später freundete er sich mit der Version von Wankelmut an und gab die Genehmigung, dass der Song so veröffentlicht werden darf. Platz 1 in den Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Folge. Insgesamt konnten 9 Platin-Auszeichnungen gesammelt werden. Für Asaf Avidan blieb es der einzige Hit bis heute.

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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