"I don’t wanna say goodbye, I don’t wanna see you cry", woher sind diese Lyrics denn?
Welche Moves legt Evi Goffin hin? Sie steht nur rum.
Welche Outfits und Frisuren stechen hier heraus?
Ich kann so vieles an dem Text nicht nachvollziehen.
"Something" von Lasgo.
Wenn du an die frühen 2000er denkst, hast du sofort dieses eine Bild im Kopf. Eine Bahnhofshalle in Prag, bläuliches Licht und eine Frau, die eine Tanzchoreografie hinlegt, die wir alle vorm Spiegel geübt haben. „Something“ von Lasgo war 2001 nicht nur ein Hit. Es war der Startschuss für die goldene Ära des Vocal Trance. Belgien war damals das absolute Powerhouse für elektronische Musik. Während wir in Deutschland noch diskutierten, ob Techno nun Underground bleiben muss oder nicht, machten unsere Nachbarn einfach Popmusik mit 140 BPM. Und niemand machte das besser als das Trio um Produzent Peter Luts und Sängerin Evi Goffin.
Was macht „Something“ so besonders? Es ist die Einfachheit. Der Song verschwendet keine Zeit. Er beginnt direkt mit dieser Synthesizer-Melodie, die sich sofort ins Gehirn fräst. Sie ist nicht komplex, sie ist effektiv. Dazu kommt Evis Stimme. Sie klang nicht nach einer unnahbaren Diva, sondern wie das Mädchen von nebenan, dem gerade das Herz gebrochen wurde.
Wenn sie singt: „I don’t wanna say goodbye, I don’t wanna see you cry“, dann ist das Kitsch in Reinform. Aber verdammt guter Kitsch. Es ist dieses Gefühl von Melancholie, das man am besten verarbeitet, indem man die Hände in die Luft wirft und die Augen schließt.
Das Musikvideo, gedreht im Hauptbahnhof von Prag, ist heute ein Stück Zeitgeschichte. Die Outfits, die Frisuren, die Bewegungen - das ist pure Y2K-Ästhetik. Es wirkte damals futuristisch und cool, heute wirkt es charmant nostalgisch. Es war die Zeit, als VIVA und MTV noch entschieden, was cool ist. Und „Something“ lief in Dauerschleife.
Heute, 25 Jahre später, erlebt der Song seinen zweiten (oder dritten) Frühling. Egal ob als hyper-schneller Techno-Remix auf TikTok oder im Original auf jeder 90er/2000er-Party: Die Melodie funktioniert immer noch. Sie ist zeitlos. „Something“ ist der Beweis, dass Dance-Musik nicht immer hart sein muss, um zu knallen. Manchmal reicht eine perfekte Melodie und eine Stimme, die Gefühle transportiert. Wenn der DJ diesen Track spielt, ist es egal, wie cool du bist. Du singst mit. Und du tanzt. Vielleicht sogar die Moves aus dem Video.
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