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Freshes Make-Over des House Klassikers

Caroline D'Amore Feat. Natalie La Rose - Gypsy Woman

Die geloopte und gesampelte Orgel mit dem unverwechselbaren Anschlag und das „La Da Dee La Da Da“ gehören zum Dance-House-Classic „Gypsy Woman“ von Chrystal Waters aus dem Jahre 1991. Das Original-Tune gehört in die offizielle Liste der besten 50 „Dance-Songs-Ever“. Da stellt sich die Frage, wie kann das gute Stück wiederbelebt werden – nur als erkennbares Sample oder doch irgendwie wie das Original, nur ein paar mehr BPMs und fettere Base-Beats (wir sind nun mal in der Mitte der 2010er)?

 

Auf den Spuren der „Homeless Woman“ von D’Amore

Caroline D’Amore hat sich für letztere Option entschieden, und das ist gut so. Leicht an der Geschwindigkeitsschraube gedreht und den „Organ Sound“ ausgetauscht mit mehrfach überlegten „Blobs und Blimps“ auf einer leicht elektronischen Klavier-Basis. Mit ins Boot hat sich D’Amore die Sängerin Natalie La Rose geholt, die den Gesangspart sicher übernimmt. La Rose kennt sich mit Disco Klassikern bereits aus, denn sie ist gemeinsam mit Jeremih die Chartstürmerin hinter „Somebody“ – das viele Rhythmus- und Gesangsteile von Whitney Houstons „I Wanna Dance With Somebody“ enthält. Eine gute Zusammenarbeit für Ohr und Beine.

 

Wer ist diese Caroline D’Amore?

Model, Schauspielerin, DJane - In Deutschland wäre ein solcher Lebenslauf prädestiniert für Gast-DJ-Auftritte auf „Malle“ oder eine Teilnahme im Dschungel-Camp. In den USA ist man damit einfach mal Durchstarter. Selbst nennt sie sich auf Twitter „Electronic DJ“, was klar den derzeitigen Arbeitsschwerpunkt zeigt. Doch auch auf größeren Magazinen war sie in der Vergangenheit abgebildet und in diversen Fernsehserien und Kinofilmen spielte sie mit, zuletzt im Musik-Drama „Guns Guitars and a Badge“ aus dem Jahre 2015. Der Film ist ein Independent Film, der in Europa in der Schweiz zu kleinem Erfolg kam. Ihre DJ-Karriere empfinde ich als undurchschaubar getuned. Ein obskurer Auftritt bei den MTV Music Awards in Japan „vor acht Jahren“ mit Will.I.Am soll der Startschuss ihrer Karriere gewesen sein.

Doch jede Internetquelle übernimmt stumpf diese Informationen. Über den Auftritt – auch von Will.I.Am ist nichts im Netz zu finden. Der beschriebene Residental DJ Club führt zu einer 404-Seite, die gigantischen Gast-DJ-Auftritte auf der ganzen Welt sind nicht nachzuverfolgen. Doch dies mag auch an meiner Recherche liegen und soll nicht die Tanzbarkeit des gepimpten House-Bretts schmälern.

Gypsy Woman - Caroline D’Amore

 

Fazit: Gute Umsetzung des House-Klassikers, der den Weg öffnet, dass eine neue Generation Disco-Gänger in einem modernen Gewand zu den Wurzeln der kommerziellen House-Welle geführt wird. Der Song ist Sommer und passt in viele massentaugliche Sets. P.S.: Ich hätte da noch eine Kandidatin für die „Sexiest DJs Liste“.

 

 

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