Tomorrowland 2026 - mit Calvin Harris.
In wenigen Wochen wird das beschauliche Boom bei Antwerpen wieder zum Mittelpunkt der elektronischen Musikwelt. Tomorrowland geht 2026 in seine 20. Ausgabe, und das wie gewohnt über zwei Wochenenden: vom 17. bis 19. Juli und vom 24. bis 26. Juli. Jetzt hat der Veranstalter die kompletten Bühnen-Line-ups samt Setzeiten veröffentlicht. Damit steht endlich fest, wer wann spielt - für viele Besucher das Signal, die eigene Festivalplanung scharfzustellen.
Die größte Schlagzeile liefert Calvin Harris. Der Schotte steht zum allerersten Mal überhaupt auf einer Tomorrowland-Bühne. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wie lange er das Genre schon prägt. Auf der legendären Mainstage teilt er sich das erste Wochenende mit David Guetta und Martin Garrix. Am Freitag des zweiten Wochenendes gibt es eine Änderung im Programm: Hardwell springt für Guetta ein.
Auch abseits der ganz großen Namen hat das Festival nachgelegt. Neu im Aufgebot sind unter anderem Layton Giordani, Michael Bibi, Kettama, Alison Wonderland, Laidback Luke, HI-LO, LP Giobbi und Roddy Lima. Die Mischung verrät, wohin die Reise geht. Vom melodischen Mainstream über treibenden Techno bis zu rohem House ist fast jede Spielart der elektronischen Musik vertreten - verteilt auf die vielen aufwendig gestalteten Bühnen, für die Tomorrowland berühmt ist.
Auf der Mainstage zeichnen sich schon ein paar Höhepunkte ab. Am Eröffnungsfreitag schließt Sebastian Ingrosso die große Bühne ab, eine Woche später übernimmt Steve Angello denselben Slot. Calvin Harris beendet den ersten Sonntag, und Martin Garrix versiegelt am letzten Abend das gesamte Festival. Dazu kommen Namen wie Armin van Buuren, Fisher, James Hype, Afrojack, Netsky und Alok. Wer es härter mag, wird auf der Techno-Bühne Atmosphere fündig, unter anderem mit Amelie Lens, I Hate Models, Indira Paganotto und AZYR.
Insgesamt treten über 500 Acts auf 16 Bühnen auf - die Überschneidungen sind also wie jedes Jahr der Stoff für schwierige Entscheidungen. Die komplette Timetable für beide Wochenenden findet man auf der offiziellen Tomorrowland-Website, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Setzeiten hat DJ Mag zusammengestellt.
Hinter dem Programm steht das übliche Konzept: ein Festivalland mit eigener Geschichte, aufwendiger Dekoration und einem Publikum aus über 200 Nationen. Genau diese Mischung aus Show, Bühnenbau und Booking hat Tomorrowland über die Jahre vom belgischen Festival zur globalen Marke gemacht. Die 20. Ausgabe fällt also in ein Jubiläumsjahr, auch wenn das Line-up selbst eher auf Gegenwart als auf Rückblick setzt.
Für die Szene ist die Veröffentlichung mehr als eine Randnotiz. Tomorrowland gibt traditionell den Takt für die Sommersaison vor, und die diesjährigen Headliner-Konstellationen dürften noch eine Weile für Gesprächsstoff sorgen. Harris’ Debüt, Hardwells kurzfristiger Einsatz und die breite Riege neuer Namen machen klar: Boom bleibt der Ort, an dem sich im Juli die halbe Dance-Welt versammelt.
Quellen: DJ Mag, EDM Identity