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Saturday, 10. December 2016

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31
Mär
2015

„Die Tribute von Panem“ Song wird erfolgreich

Sia - Elastic Heart (feat. The Weeknd & Diplo)

Mit „Elastic Heart“ legt Sia nach. Nachdem sie aktuell noch mit „Chandelier“ überall zu hören ist folgt nun ihre neue Single, die sehr erfolgsversprechend ist. Dazu liefert sie ein sehr ergreifendes, anspruchsvolles und über 5 Minuten langes Video ab, welches alleine 47 Sekunden lang nur Bilder zu absoluter Stille zeigt.

Sia - Elastic Heart

 

Sia

Den meisten dürfte die australische Sängerin und Songschreiberin erst durch die Zusammenarbeit mit David Guetta im Jahr 2011 bekannt sein. Der international sehr erfolgreiche Titel „Titanium“ verhalf ihr zu großer internationaler Aufmerksamkeit. Folgende Singles, die sie gemeinsam mit Flo Rida („Wild Ones“) und erneut mit David Guetta („She Wolf (Falling To Pieces)“) aufnahm, erhöhten den Focus auf Sia Kate Isobelle Furler, wie sie mit richtigem Namen heisst.

Allerdings begann die Karriere von Sia schon deutlich früher, nämlich im Jahr 1996, als sie mit gerade 21 Jahren in Australien der Acid-Jazz Gruppe Crisp zwei Alben aufnahm. Nachdem sie nach Großbritannien auswanderte, veröffentlichte sie dort ihr erstes eigenes Album „Healing Is Difficult“. Der Titel „Taken for Granted“ schaffte es bis in die Top 10 der britischen Charts.

Neben weiteren Releases in den Folgejahren wurden auch die ersten EDM Produzenten auf Sia aufmerksam. So wurde ihr Track „The Girl You Lost To Cocaine“ unter anderem von Sander van Doorn geremixt und in den EDM Kreisen sehr bekannt und steigerten den Bekanntheitsgrad enorm. Ebenfalls wurden Titel von Sia bei vielen Kinofilmen genutzt. So unter anderem bei „Phantomschmerz“ mit Til Schweiger oder „Exlipse – Bis(s) zum Abendbrot“ aus der Twilight Reihe.

Als Songschreiberin war sie unter anderem für Rihanna tätig. Der Hit „Diamonds“ stammt aus ihrer Feder. Ihr Hit „Chandelier“ wurde mittlerweile über 600 Millionen Mal bei Youtube angeschaut und erhielt den MTV Video Music Award im Jahr 2014 und erhielt ebenfalls eine Grammy Nominierung.

 

Elastic Heart

Sia - Elastic Heart (feat. The Weeknd & Diplo)

Nach „Chandelier“ folgt mit „Elastic Heart“ nun ein sehr treibender Song von Sia, der durch starken und kraftvollen Gesang auffällt, der die gesamte Bandbreite von dem Können der australischen Sängerin darstellt. Neben fast schreienden Passagen schwenkt sie zu ganz soften Tönen in einem Atemzug um. Hier ist echte Klasse herauszuhören. Ein Soundteppich der sich aus RnB und Pop Elementen zusammensetzt untermalen den Gesang. Teilweise sind nur Beat und leichte Flächenteppiche zum Gesang zu hören. Das reicht jedoch aus, denn die Stimme von Sia ist so markant und die Nummer dabei so gut gesungen, dass nicht mehr nötig ist um die Message des Songs zu transportieren.

Durch den gesamten Song zieht sich ein Loop von Vocalschnipseln um den sich der Song aufzubauen scheint. Ein gewagtes Element da im Gegensatz zu Percussions, die keine Töne spielen hier konstant die gleichen Sounds zu hören sind. Allerdings ist es gelungen, von dem Loop immer wieder abzulenken, so dass er erst dann zur Wirkung kommt wenn es für den Song wichtig wird. Interesssant ist, dass dieser Song bereits im Jahr 2013 im Rahmen des Soundtracks „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ veröffentlicht worden und erst jetzt im Jahr 2015 offiziell als Single erschienen ist.

 

Official Video

Das Videos auch eine Werbung für einen Song sein können und diesen noch größer werden lassen können drückt sich in den Video von Sia perfekt aus. Wo sie schon enorme Beachtung für ihr Video zu „Chandelier“ erhalten hatte, knüpft sie hier beeindruckend an. Selten kann man heutzutage noch so anspruchsvolle Videos sehen, die mehr sind als das reine Unterlegen von belanglosen Bildern zu einem Song. Hier wurden sich wirklich Gedanken gemacht und man hat das Gefühl, einer sehr anspruchsvollen Theatervorführung beizuwohnen. Die Länge des Videos mit über 5 Minuten zeigt umso mehr die Ambitionen der Künstlerin, wo sie zusammen mit einem männlichen Partner innerhalb eines Käfigs ansehnliche und wohl choreographierte Tanzeinlagen darbietet und das mit einer Hingabe, wie nur auf einer Theaterbühne erwartbar.


Letztlich mündet es in dem Versuch nicht nur alleine (Sia) sondern auch zusammen mit den Partner aus dem Käfig zu fliehen, was letztlich jedoch aufgrund der Gestalt des männlichen Protagonisten nicht gelingt. Sia kann aufgrund ihrer Statur mühelos durch die Streben gehen – es gelingt jedoch nicht ihren Partner hindurchzuziehen. Fast schon ergreifend werden die letzten gemeinsamen Versuche dies doch zu erreichen ganz ohne Musik und in Stille dargestellt und dies erzeugt eine gewisse drückende Stimmung, die sicher auch so gewollt ist.
Sehr sehr großes Kino!

 

Fazit: Mit „Elastic Heart“ schafft Sia Zweifaches: Zum Einen einen sehr anspruchsvollen Song, der die ganze Klasse ihrer Gesangskünste darstellt und zum anderen ein sehr anspruchsvolles Video, welches dem Song in keinster Weise nachsteht. Hier werden viele Sinne gleichzeitig angesprochen und daher ist dieser Song wirklich als großes Werk der aktuellen Popkunst zu betrachten. Beides ist sehr zu empfehlen – Sowohl der Song als auch das Video!

 

 



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