Die 100 größten Hits der 2010er Jahre

 

Als wäre es gestern gewesen

Die 100 größten Hits der 2010er Jahre

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 8 Minuten)

Die 100 größten Hits der 2010erDie 100 größten Hits der 2010er.

Könnt ihr euch erinnern? Zu Beginn des Jahrzehnts luden wir Musik noch oft auf unsere iPods, am Ende streamten wir alles über die Cloud. Die 2010er waren ein wilder Ritt - das Jahrzehnt, in dem Genres ihre Bedeutung verloren. Ein Country-Song konnte Rap enthalten (Old Town Road), ein DJ aus Schweden mischte Folk mit House (Avicii), und ein spanischer Song brachte plötzlich die ganze Welt dazu, die Hüften zu kreisen (Despacito).


Als das Streaming die Musik übernahm

Es war die Ära der „Featurings", der EDM-Drops, die den Refrain ersetzten, und der viralen Internet-Challenges. YouTube wurde zum wichtigsten Musiksender der Welt (wir sagen nur: Gangnam Style), und Deutschrap wandelte sich vom Nischenprodukt zum dominanten Genre auf den Schulhöfen.

Wir haben gelacht, zu Adele geweint und zu Pharrell Williams geklatscht, ob wir wollten oder nicht. Hier ist der ultimative Soundtrack eines Jahrzehnts, das bunter, schneller und globaler war als alles zuvor. Hier sind die 100 Songs, die die 2010er definierten.


Die 100 größten Hits der 2010er Jahre


1. Luis Fonsi ft. Daddy Yankee - Despacito

Es gab kein Entkommen. Im Sommer 2017 war dieser Song überall - im Radio, im Supermarkt, im Freibad, in deinem Kopf. "Despacito" war nicht nur ein Sommerhit, es war ein kulturelles Erdbeben. Reggaeton war plötzlich Mainstream. Der Rhythmus ist so infektiös, dass selbst Bewegungslegastheniker anfangen zu tanzen. Und seien wir ehrlich: Die meisten von uns nuscheln beim spanischen Text immer noch irgendwas von "Pasito a pasito...", bis endlich "DES-PA-CITO" kommt. Ein globaler Triumphzug.


2. Ed Sheeran - Shape of You

Ed Sheeran ist das Phänomen der 2010er. Ein netter Typ mit roten Haaren, einer Loop-Station und einer Gitarre, der Stadien füllt. "Shape of You" sollte eigentlich für Rihanna sein, aber zum Glück behielt er ihn selbst. Der Marimba-Beat am Anfang ist so simpel und doch so genial, dass man ihn nach einer Sekunde erkennt. Es ist der meistgestreamte Song des Jahrzehnts auf Spotify. Ein Popsong, der so perfekt konstruiert ist, dass man ihn einfach nicht hassen kann.


3. Adele - Rolling in the Deep

Als 2010/2011 alles voller Auto-Tune und Club-Beats war, kam Adele, stampfte mit dem Fuß auf den Boden und sang mit einer Urgewalt, die Fenster zum Bersten brachte. "Rolling in the Deep" ist purer Schmerz, verpackt in Soul und Blues. Dieser Song machte Adele endgültig zum Weltstar. Es ist Musik, die sich zeitlos anfühlt, als hätte sie schon in den 60ern existieren können. Wenn der Chor im Refrain einsetzt ("We could have had it all..."), bekommt man heute noch Gänsehaut.


4. Mark Ronson ft. Bruno Mars - Uptown Funk
 

"Don't believe me, just watch!" Funk war nie weg, aber Mark Ronson und Bruno Mars gaben ihm eine Frischzellenkur. Dieser Song ist Coolness in Notenform. Er klingt wie eine verlorene Party-Hymne von Prince oder The Time aus den 80ern, aber mit dem Druck moderner Produktion. Es ist unmöglich, bei diesem Lied stillzusitzen. Bruno Mars singt, tanzt und performt mit einer Lässigkeit, die im ganzen Jahrzehnt unerreicht blieb. Ein Instant-Klassiker für jede Hochzeitsparty.


5. Avicii - Wake Me Up
 

Der viel zu früh verstorbene Tim Bergling alias Avicii hatte eine verrückte Idee: Was passiert, wenn man EDM mit Country-Musik mischt? Als er den Song erstmals live spielte, buhten die Leute. Als er veröffentlicht wurde, wurde er zum Welthit. Die akustische Gitarre, die soulige Stimme von Aloe Blacc und dann dieser euphorische Synthie-Drop - das war die Formel, die die elektronische Tanzmusik für immer veränderte. Ein Song voller Lebensfreude und Melancholie zugleich.


6. Pharrell Williams - Happy
 

Ursprünglich für den Film Ich - Einfach unverbesserlich 2 geschrieben, entwickelte dieser Song ein Eigenleben, das seinesgleichen sucht. Das Video lief 24 Stunden lang, und Menschen auf der ganzen Welt drehten ihre eigenen Tanzvideos dazu. "Happy" ist der musikalische Antidepressiva-Ersatz. Dieser Motown-inspirierte Beat, das Klatschen und Pharrells Falsett sind so unverschämt positiv, dass man sich fast dagegen wehren will - und dann doch mitwippt.


7. Gotye ft. Kimbra - Somebody That I Used to Know 

Ein One-Hit-Wonder für die Geschichtsbücher. Dieser Song klingt anders als alles andere in den Charts der 2010er. Ein Xylophon-Sample, ein fast geflüsterter Beginn und dann dieser explosive Refrain, den man so herrlich mitschreien kann. Das Video, in dem die beiden Sänger angemalt werden und mit dem Hintergrund verschmelzen, ist Kunst. Ein Indie-Song, der versehentlich zum Welthit wurde, weil er das Gefühl einer Trennung so brutal ehrlich einfängt.


8. Sia - Chandelier
 

Sia schrieb jahrelang Hits für andere (Rihanna, Beyoncé), bis sie 2014 beschloss, selbst ins Rampenlicht zu treten - oder eben nicht, da sie ihr Gesicht meist versteckte. "Chandelier" ist ein vokaler Drahtseilakt. Wenn sie im Refrain "I'm gonna swing from the chandelier" schreit, bricht ihre Stimme fast, und genau das macht es so emotional. Es ist ein Party-Song über die dunkle Seite des Party-Machens, über Alkohol und die Angst vor dem Morgen danach.


9. Daft Punk ft. Pharrell Williams & Nile Rodgers - Get Lucky

Die Roboter aus Frankreich kehrten zurück und brachten den Disco-Sound der 70er wieder mit. Mit Nile Rodgers an der Gitarre (dem Mann von Chic!) schufen sie einen Groove, der so trocken und funky ist, dass er Staub aufwirbelt. "Get Lucky" war der Soundtrack des Sommers 2013. Kein Drop, kein Lärm, einfach nur perfekte Musikalität. Es war der Beweis, dass echte Instrumente auch im Computerzeitalter noch die Tanzfläche regieren können.


10. PSY - Gangnam Style

Die 2010er sind ohne diesen Song nicht denkbar. Ja, er ist ein bisschen albern. Ja, der "Reiter-Tanz" sieht bescheuert aus. Aber PSY durchbrach damit die Schallmauer. Es war das erste Video, das auf YouTube eine Milliarde Klicks erreichte. K-Pop ist heute riesig (BTS, Blackpink), aber PSY hat die Tür eingetreten. Es zeigte uns die Macht des viralen Internets. Und gebt es zu: Wenn der Beat droppt, macht ihr immer noch "Oppa Gangnam Style!".


Die Plätze 11 bis 100: Der Soundtrack unseres Lebens

  1. Rihanna - Diamonds
  2. Imagine Dragons - Radioactive
  3. Macklemore & Ryan Lewis - Thrift Shop
  4. Adele - Hello
  5. The Weeknd - Blinding Lights (technisch Ende 2019, aber der Sound des Übergangs)
  6. Carly Rae Jepsen - Call Me Maybe
  7. Justin Timberlake - Can't Stop the Feeling!
  8. Lorde - Royals
  9. Helene Fischer - Atemlos durch die Nacht
  10. OneRepublic - Counting Stars
  11. Katy Perry - Firework
  12. Clean Bandit ft. Jess Glynne - Rather Be
  13. John Legend - All of Me
  14. Lil Nas X - Old Town Road
  15. Sia - Cheap Thrills
  16. Robin Thicke ft. T.I. & Pharrell - Blurred Lines
  17. Hozier - Take Me to Church
  18. Drake - One Dance
  19. Taylor Swift - Shake It Off
  20. Major Lazer & DJ Snake - Lean On
  21. Bastille - Pompeii
  22. Lady Gaga & Bradley Cooper - Shallow
  23. Maroon 5 ft. Christina Aguilera - Moves Like Jagger
  24. Pitbull ft. Ne-Yo - Give Me Everything
  25. Ed Sheeran - Thinking Out Loud
  26. Dua Lipa - New Rules
  27. Bruno Mars - Just the Way You Are
  28. The Chainsmokers ft. Halsey - Closer
  29. Billie Eilish - Bad Guy
  30. Eminem ft. Rihanna - Love the Way You Lie
  31. Fun. ft. Janelle Monáe - We Are Young
  32. David Guetta ft. Sia - Titanium
  33. Passenger - Let Her Go
  34. Andreas Bourani - Auf uns
  35. Coldplay - Paradise
  36. Sam Smith - Stay with Me
  37. Camila Cabello - Havana
  38. Miley Cyrus - Wrecking Ball
  39. Rag'n'Bone Man - Human
  40. George Ezra - Budapest
  41. Katy Perry - Roar
  42. LMFAO - Party Rock Anthem
  43. Justin Bieber - Sorry
  44. Rihanna ft. Calvin Harris - We Found Love
  45. Swedish House Mafia - Don't You Worry Child
  46. Adele - Someone Like You
  47. Taylor Swift - Blank Space
  48. Foster the People - Pumped Up Kicks
  49. Icona Pop - I Love It
  50. Post Malone ft. 21 Savage - Rockstar
  51. Magic! - Rude
  52. Of Monsters and Men - Little Talks
  53. James Arthur - Say You Won't Let Go
  54. Shawn Mendes - Stitches
  55. Felix Jaehn ft. Jasmine Thompson - Ain't Nobody (Loves Me Better)
  56. Drake - God's Plan
  57. Jason Derulo - Want to Want Me
  58. Jessie J, Ariana Grande, Nicki Minaj - Bang Bang
  59. Imagine Dragons - Demons
  60. Alan Walker - Faded
  61. The Weeknd - Starboy
  62. Lana Del Rey - Video Games
  63. Cro - Easy
  64. Disturbed - The Sound of Silence
  65. Pink - Just Give Me a Reason
  66. Twenty One Pilots - Stressed Out
  67. Kings of Leon - Sex on Fire (war chart-technisch lange präsent)
  68. Kygo ft. Conrad Sewell - Firestone
  69. Lykke Li - I Follow Rivers (The Magician Remix)
  70. Capital Cities - Safe and Sound
  71. Milky Chance - Stolen Dance
  72. Jennifer Lopez ft. Pitbull - On the Floor
  73. Ariana Grande - Thank U, Next
  74. Mark Forster - Chöre
  75. Calvin Harris ft. Dua Lipa - One Kiss
  76. Bruno Mars - Locked Out of Heaven
  77. Michel Teló - Ai Se Eu Te Pego
  78. Charlie Puth ft. Wiz Khalifa - See You Again
  79. Coldplay - Viva La Vida (lief auch in den 10ern noch überall)
  80. Nico & Vinz - Am I Wrong
  81. Die Toten Hosen - Tage wie diese
  82. Stereoact ft. Kerstin Ott - Die immer lacht
  83. Tones and I - Dance Monkey
  84. Childish Gambino - This Is America
  85. Omi - Cheerleader (Felix Jaehn Remix)
  86. Sido - Bilder im Kopf
  87. Shakira - Waka Waka (This Time for Africa)
  88. Daft Punk - Starboy
  89. Idina Menzel - Let It Go (aus "Die Eiskönigin")
  90. Dynoro & Gigi D'Agostino - In My Mind