Dance-Charts

Das Portal für Musik-News, Charts und DJ-Promotion

Friday, 09. December 2016

USER-AREA LOGIN


04
Mär
2016

Nach Ingrosso ohne Axwell: Axwell ohne Ingrosso!

Axwell - Barricade

Bereits vor zwei Wochen kündigte Axwells kongenialer Partner Sebastian Ingrosso an, gemeinsam mit den Underground-Artists LIOHN und Salvatore den „Solo“-Track „Flags“ zu veröffentlichen. Heute bringt auch Axwell himself mit „Barricade“ einen Solotrack heraus. Die Nummer mit dem Titel „Barricade“ dient seit dem Ultra Music Festival Miami 2015 als Liveshow-Intro von Axwell Λ Ingrosso. Viele Fans dürften den Release dieser Single schon sehnlichst herbeigesehnt haben. Es fragt sich nur, wo das „Λ Ingrosso“ im Titel hingekommen ist. Kriselt es etwa bei den Schweden? Oder ist die Sun noch immer am Shining?


Axwell

Wer ist dieser Axwell? Diese Frage stellen sich sicherlich nicht Viele. Hauptsächlich dürfte es da auf Club-Neulinge und den Stereotypen des „Ich-hör-nur-Zeug,-wo-ich-mitsingen-kann“-Partygängers hinauslaufen. Das ehemalige Mitglied der Swedish House Mafia beglückte die Welt mit Tracks wie „In My Mind“, „Center of the Universe“ oder seiner Version von Michael Calfans „Resurrection“ – allesamt Hymnen des Progressive House. Nichts anderes produzierte er dann auch seit seinem Zusammenschluss mit seinem früheren Swedish-House-Mitmafioso Sebastian Ingrosso als das kongeniale Duo Axwell Λ Ingrosso. Seit 2013 durften wir keinen Solotrack von Axwell ohne Ingrosso bewundern. Und er hat sich dazu gleich einen absoluten Kracher herausgesucht: Wer bei „Barricade“ vor Extase nicht auf die Barricade [sic] geht, der hat den Fußball nie geliebt... äh... Immerhin handelt es sich hierbei um das Liveshow-Intro des Duos.


Barricade

Dass „Barricade“ als Intro konzipiert ist, merkt man bereits am Intro. Bereits die ersten 16 Intro-Takte sind darauf Ausgelegt, eine Menge mit Catchphrases zum Beben zu bringen. Der erste der drei absolut unterschiedlichen Drops (klarer Pluspunkt) schließt dann direkt an. Er beginnt eher so, wie man es von Dannic erwarten würde, nämlcih groovy, ohne sich viel um eine Melodie zu scheren und mit einem sehr stark verzerrten Synthesizer. Wie im Progressive House üblich, bleibt es nicht dabei, sodass nach acht Takten ein neuer Synthesizer einsetzt, der das ganze etwas melodischer Wirken lässt, jedoch ein wenig nach Martin Garrix' großem Hit „Animals“ klingt. Auf den ersten Drop folgt direkt ein kurzer Buildup, der den zweiten Drop einleitet. Dieser bedient sich zwar wieder derselben melodischen Elemente wie der erste, besitzt aber ein völlig anderes Sounddesign. Die Break kommt nach all der Energie dann richtig gelegen und weist einen Rhythmuswechsel hin zu einem Trapbeat auf – kennt man schon aus Alvaros Tracks.

Was dann kommt, ist ganz großes Kino. Aus dem zweiten „a“ von Barricade entwickelt sich zunächst ein lang gezogener Ton und dann ein Tapestop, der wiederum in eine Kickdrum überleitet. Diese leitet dann auch schon den letzten Buildup zum dritten und letzten Drop ein. Dieser Effekt ist wohl eine Hommage an den Swedish-House-Mafia-Track „One“, in dem eine ähnliche Sequenz vorkommt – nur umgekehrt! Vor dem dritten Drop überrascht uns Axwell mit einer von Geigen getragenen Melodie, bevor der gewohnte groovige Drop folgt, der noch mehr Energie als seine beiden Vorgänger mitbringt, da er alle bisherigen Sounds in sich vereint.

Axwell - Barricade

 

Fazit: Wenn man „Barricade“ erstmals hört, darf man ruhig baff sein, welche Energie in der Nummer steckt. Selten einen so gut ausgearbeiteten und abwechslungsreichen Progressive-House-Track gehört. Und groovy ist er obendrein – beste Voraussetzungen also.

 

 



Mehr zum Thema: Axwell
DANCE-CHARTS Top 100 auf Spotify
Desktop Version