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Nach 3 Jahren ist sie endlich da!

Hardwell & W&W feat. Lil Jon - Live the Night

Es war beim Ministry of Sound Festival 2013, als W&W den ersten Entwurf dieses Tracks spielten. Bereits damals verbreitete sich die zu diesem Zeitpunkt noch rein instrumentale Version wie ein Lauffeuer im Internet. „Let’s Rage“ war der Arbeitstitel und die eingängige Melodie erfreute sich starker Beliebtheit. Beim Ushaia Festival waren dann auf einmal Vocals von Harrison auf dem Lied zu hören, die aber zum Glück wieder heruntergenommen wurden. Wie es für die Niederländer leider Gottes nicht unüblich ist, verschoben sie die Veröffentlichung immer und immer wieder.

Beim Nikki Beach in Miami verkündete das Trio dann letzten Endes: „Wir spielen das Lied nun schon seit drei Jahren, jetzt werden wir euch zum ersten Mal die finale Version zeigen!“ Somit war jedem klar, dass das Release nicht mehr fern sein konnte. Heute wurde dann der Termin bekannt gegeben, der 11. Juli 2016. Nun, da die Veröffentlichung von „Live the Night“ über Mainstage Music verkündet wurde, können auch die letzten Gerüchte, dass doch die Instrumental-Version erscheinen würde, aus der Welt geräumt werden, wenngleich sich aktuell starker Widerstand der Fans formiert: Auf den Facebookseiten der drei beteiligten Acts häufen sich in den Kommentaren die Forderungen nach dem Instrumental, was wiederum Lil Jon zu einer etwas unsanften Äußerung bewegte.


Motto: „Besser spät als nie?“

Am Start des Liedes hat sich bis heute nichts geändert. Ein langanhaltender, verzerrter Ton, der letztendlich die eingängige Hookline einleitet. Dazu nennt uns Lil Jon glücklicherweise noch einmal alle drei Namen der beteiligten Produzenten, falls wir vergessen, wer das Lied doch gleich wieder kreiert hat. Die am Anfang noch sehr schrillen, ohne jegliche Art von Kick oder Bassline unterlegten Töne verwandeln sich in einen aggressiven Lead-Sound der schnell von einer Bridge ersetzt wird. Währenddessen erzählt uns Lil Jon seelenruhig, was er für die Nacht geplant hat: In Flammen aufzugehen, nichts auf irgendetwas geben und sich hoffentlich später an diese Nacht erinnern können.

Nach einem „Free yourself and live the night“ geht dann der Drop los, der aber keinerlei melodiösen Unterschied zur vorhergehenden Hookline zeigt. Die Kraft und die Power kann man diesem dennoch nicht verwehren. Nach ein paar Takten, dreht sich das Ganze quasi noch einmal um, wie man es aus „Don’t Stop the Madness“ kennt. Der zweite Part ist beinahe identisch mit dem Ersten. Nach der Lead ließe sich noch ein kurzer Breakdown erwähnen. Ich weiß nicht, ob es wirklich an Lil Jon liegt, aber irgendetwas hat dem Lied das genommen, was es ausgemacht hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es mittlerweile einfach an Klang verloren hat, weil wir es nun seit knapp drei Jahren in jedem Set hören. Geht es Euch genauso?

Hardwell & W&W feat. Lil Jon - Live the Night

 

Fazit: Die Frage ist, ob es sich gelohnt hat, drei Jahre zu warten, nur um die anscheinend überaus notwendigen Vocals von Lil Jon draufzuklatschen. Als Instrumentalstück wäre das Lied 2013, in der Blütezeit des Big-Rooms wohl durchaus passender gewesen. Nichtsdestoweniger wird dem Trio mit „Live the Night“ wohl ein großer Erfolg bevorstehen.

 

 

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Über den Autor
Timo Büschleb

Ich bin Timo Büschleb und bin seit 2015 Mitglied in der Redaktion. Die elektronische Musik hat mich schon früh in ihren Bann gezogen und wurde zu einer meiner Leidenschaften. Heftiges Bigroom-Geballer, aber auch powergeladene Progressive-House-Musik füllt meine alltägliche Playlist. Mittlerweile bin ich zudem als DJ tätig und besuche ein Festival und Konzert nach dem anderen. Ich bin froh, dass ich mit Dance-Charts.de die Möglichkeit erhalte, genau über die Themen zu schreiben, in denen mein Interesse liegt.

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