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Saturday, 10. December 2016

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Sänger für Guetta, Hardwell, VINAI

Exklusiv: Interview mit Harrison

Wir hatten wir in der vergangenen Woche die Möglichkeit, den Sänger und DJ Harrison zu interviewen. Die Sicht des Sängers dürfte ja für viele auch einmal von Interesse sein, während sonst ja meist die Produzenten-Seite beleuchtet wird.

 

Harrison

Harrison stammt aus dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und hatte bis zu einer schwerwiegenden Verletzung, die sein Karriereaus bedeuten sollte, eine vielversprechende Karriere als professioneller Rugby-Spieler vor sich. Seit seiner Kindheit faszinierte ihn Gesang und Musik im allgemeinen, sodass er als Teenager in diversen Bars und Pubs als Sänger auftrat. Sein Stil ist stark von der Rockmusik beeinflusst, da er diese Musik am liebsten hört. Durch eine Demo, die auf verschlungenen Pfaden ihren Weg zu Chuckie fand, erhielt Harrison seinen Einstieg in die EDM-Szene.

Nach und nach lernte er Szenegrößen wie Dimitri Vegas & Like Mike oder auch David Guetta kennen. Seine erste offizielle Beteiligung an einer EDM-Single war der Track “Ain't a Party” von David Guetta und Glowinthedark. Seitdem kollaborierte er mit Hardwell beim Track “Sally”, der auch auf Hardwells Soloalbum “United We Are” zu finden ist und auch anderen Größen wie Steve Aoki, Dannic und Lucky Date. Sein aktueller Track ist “The Wave”, eine Melbourne-Bounce-Nummer der italienischen Brüder VINAI, zu der er die Vocals beisteuerte. Zudem ist Harrison auch als Produzent und DJ tätig, bei seinen Liveshows glänzt er durch seinen Livegesang. Auch hat er bereits einige Tracks produziert, die als Free Downloads erschienen, und plant bald auch offizielle Releases seiner Solotracks.

Interview mit Harrison

 

Frage: Harrison, Du bist bisher normalerweise eher als Sänger für eine Reihe von EDM-Singles in Erscheinung getreten, aber bei Deinen Liveshows legst du auch als DJ auf, während du live singst. Was bildete für Dich den Anstoß beide Arten der Performance zu lernen?

Harrison: Die kamen beide unabhängig voneinander. Es fing bei mir tatsächlich mit dem Gesang an und dan kam eins zum anderen. Ich habe schon mein ganzes Leben gern gesungen und als ich anfing, es zu meinem Beruf zu machen, führte es mich in die Dance-Szene. Deswegem hat das DJing meine Aufmerksamkeit zugesprochen bekommen. Ich dachte einfach, dass es mir mehr Spaß machen würde, beides im Rahmen einer Art von “One Man Show” durchzuziehen.

Frage: Dein Gesangsstil scheint mir doch ziemlich von der Rockmusik inspiriert zu sein. Er gibt den Track, bei denen du mitgewirkt hast, eine ganz besondere Note. Wie hast du diesen Stil denn entwickelt?

Harrison: Rockmusik war eigentlich schon immer ein fester Bestandteil meiner Playlists. Der Klang ganz bestimmter Rocksongs hat mich eben fasziniert und dazu animiert, etwas damit herumzuspielen. Ich habe glücklicherweise einen Weg gefunden, um Rock und Dance ineinander zu integrieren. Ich finde, das gibt dem ganzen eine etwas andere Note.

Frage: Du bist ja eigentlich meist nur als Sänger in die Produktion einiger Tracks involviert gewesen, hast dabei aber bereits mit Szenegrößen wie Hardwell, David Guetta, Dannic, Steve Aoki und zuletzt auch VINAI zudammengearbeitet. Wie hast du es denn geschafft, Zugang zu diesem doch sehr prominent aufgestellten illustren Kreis an Kollaborateuren zu finden?

Harrison: Ich denke einfach, mein Geheimnis war, zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen zu sein. XD

Frage: Hast du in irgendeiner Form zugriff auf die Tracks, zu denen du beiträgst? Also die Möglichkeit, irgendetwas signifikant zu verändern? Wenn ja, gibt es da auch prominente Beispiele aus den letzten Songs, also “Mayday”, “Sally” und “The Wave”?

Harrison: Ja, aber unter Garantie. Es ist immer Teamarbeit, solche Tracks zu produzieren. Wir befassen uns dabei mit jeder Idee jedes einzelnen Teammitgliedes.

Frage: Wie war es denn so, mit Hardwell zusammenzuarbeiten?

Harrison: Ich muss sagen, es war ziemlich cool. Wir haben direkt angefangen und wirklich zielstrebig an unserem Track gearbeitet. Das hat es zu einem sehr positiven und entspannten Umfeld gemacht. Die Arbeit mit ihm und natürlich auch seinem Team um ihn herum war einfach nur toll. Das Gesamtpaket war wohl eine der besten Erfahrungen, die ich je gemacht habe.

Frage: Wenn du mit einem beliebigen Künstler – lebendig oder tot – zusammenarbeiten könntest, wer wäre das?

Harrison: Das wäre dann wohl Frank Sinatra.

Frage: Schreibst du deine Vocals alle selbst? Erzähl uns doch mal, wie dein kreativer Prozess abläuft, also Ideenfiundung, Realisierung und so weiter.

Harrison: Ich versuche, mir meine Inspiration zu holen, wenn ich draußen bin, also in verschiedenen Ländern international, oder wenn ich meinen Hobbies nachgehe – und natürlich auch in meinem Studio daheim. Wenn ich einen coolen Sound entdecke, dann mache ich erst einmal ein Brainstorming, um die richtigen Worte dazu zu finden. So schaffe ich mir eine Basis an Vocals für einen neuen Track und arbeite von da an damit.

Frage: Willst du uns etwas über deine nächsten Projekte erzählen? Was dürfen wir in Zukunft von Harrison erwarten?

Harrison: Da gibt es ein paar ziemlich coole, ich arbeite derzeit an diversen Harrison-Solotracks. Aber es ist noch viel zu früh, um da wirklich ins Detail gehen zu können.

Frage: Wie steht es um deine Liveauftritte jetzt im Sommer und für den Rest des Jahres. Wo können wir Harrison so sehen?

Harrison: 25. Juli in Swansea, Wales, 18. August im BCM auf Mallorca, 10. October auf dem H20 Festival in Südafrika

Frage: Du hast erst neulich gezeigt, dass du nicht nur ein guter Sänger bist, sondern ebenso als Musikproduzent einiges drauf hast. Werden wir bald mehr Harrison-Solotracks kriegen (dann auch als offizielle Releases)?

Harrison: Yep, jetzt hab ich ja schon alles erlebt aus der Sicht des Sängers oder Kollaborateurs im vergangenen Jahr. Daher werde ich meinen Fokus jetzt auf jeden Fall auf ein paar Solotracks legen.

 

 



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