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26
Nov
2013

Gimbal & Sinan TV #40 - BIG FM – Deutschlands biggste Beats!? Wirklich?

GIMBAL & SINAN TV #40

Ich höre für gewöhnlich nicht viel Radio, und wenn doch, dann eher die beitrags- und textlastigen Sender wie WDR 5 oder DLF. Das Sendekonzept (Hits der 80ger, 90ger und das Beste von Heute), welches fast jeder frei-empfangbare Radiosender verfolgt, konnte mich bis zum heutigen Tage nicht vollends überzeugen. Hinzukommt die "Heavy Rotation" Philosophie, was so viel bedeutet wie: "Lieder die aktuell in den Charts sind werden bis zu 10 mal an einem Tag gespielt". So ein einfältiges Radioprogramm empfinde ich auf Dauer eher ermüdend.

Amüsant wird es dann, wenn Radiosender auch noch damit werben einen gewissen Fokus auf eine bestimmte Kategorie Musik lenken zu wollen, wobei sie im Endeffekt eigentlich doch wieder nur Charts spielen. Im konkreten Beispiel habe ich mich mit dem Slogan des Radio Senders BIG FM näher auseinander gesetzt, der da lautet: BIG FM – Deutschlands biggste Beats.

Vorweg: Dies ist kein Diss gegen Big FM oder andere Radiosender. Die können und sollen schön weiter das machen, was sie immer machen! Vielmehr habe ich mir den Slogan "Deutschlands biggste Beats" einfach mal zu Herzen genommen und eine Liste von Tracks heraus gesucht, die für meinen Geschmack einen wahrlich "biggen Beat" haben, aber wahrscheinlich relativ selten bis nie auf BIG FM laufen werden.

Was ist eigentlich ein "bigger Beat"? Ein Beat besteht aus Drum Sounds, also im weitesten Sinne dem Schlagzeug, bzw. allen elektronischen Varianten dessen. Big wird mit "groß, dick, wichtig oder umfangreich" übersetzt. Demnach verstehe ich unter einem "biggen Beat", einen Song bei dem dicke Drum Sounds (Kickdrum, Snaredrum, HiHats usw.) eingesetzt werden, der Fokus (also das Wichtige) der Beat ist und der eine umfangreiche Rhythmik beinhaltet.

Die Recherchen ergaben 7 völlig verschiedene Tracks die sich alle durch einen extrem BIGGEN BEAT durchsetzen konnten!

Kill The Noise - Deal With It (KOAN Sound Remix)
Zwar ein wenig zu laut gemastert, aber nichts desto trotz ein erstaunlich deftiger Beat der sich vor allem durch eine klasse Rhythmik und tollen "Kickdrum – Snaredrum Variationen" bemerkbar macht.

 

DJ Shadow feat. Mos Def - Six Days (The Remix)
Die Drum Sounds (Schlagzeug Geräusche) klingen alle bisschen dumpf und ständig knistert und knackst es, als würde man eine völlige veraltete Vinyl abspielen. Dazu gibt es ziemlich dreckig klingende Scratch-Geräusche. Aber gerade dieser "Dreck" bietet einen gewissen Charme und erzeugt dadurch den "biggen" Beat.

 

The Prodigy – Poison
Jedes Mal wenn ich mir Tracks von Prodigys Album "Music for the Jilted Generation“  anhöre, kann ich nicht glauben, dass diese 1994 heraus gekommen sein sollen. Poison ist ein Paradebeispiel dafür, wie man mit den richtigen Sounds im Drum Computer einen unfassbar fetten Beat erstellen kann.

 

Mike Delinquent Project ft. Lady Leshurr - Step In The Dance
2 Step hat seine besten Zeiten ja hinter sich. Step In The Dance zeigt noch einmal eindrucksvoll wie dieser Rhythmus zum Tanzen anregen kann.

 

Panjabi MC – Jogi
Hier rollt und puncht es. Die Snare Drum gepaart mit den Hihats sorgt für einen absoluten Kopfnicker, oder fast schon indisch-anmutenden Kopfwackler!

 

Paul Van Dyk - Nothing But You (Cirrus Remix)
Break-Beat in Perfektion. Wie viele Drum-Variationen Cirrus in seinem Remix zu Paul van Dyks – Nothing But You untergebracht hat, lässt sich wahrscheinlich gar nicht so leicht heraus finden. Ständig breakt es und die Snare- und Kickdrums verändern ihre Position. Der gewöhnliche Radiohörer nimmt diese brachiale Vielfalt des Schlagzeug wahrscheinlich nicht einmal war.

 

Moby - Bodyrock (Hybrid`s Bodyshock Remix)
BreakBeat mit Wumms. Hybrids Markenzeichen sind eine klare punchige Snare Drum sowie rhythmikgebende Hihats, Tamborin und Ride-Sounds

 

 



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