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Thursday, 08. December 2016

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11
Nov
2016

Aggressive Beats im neuen Stil

Hardwell & W&W - Get Down

Nach bereits vier erfolgreichen Kollaborationen, darunter „Don’t Stop the Madness und „The Dancefloor Is Yours“, erscheint nun Nummer 5. „Get Down“ soll der Track heißen und für diesen haben sie nicht den typischen Standard-Bigroom-Sound angewandt, sondern etwas, zumindest für W&W, komplett neues, und zwar mit starkem Einfluss des Jungle-Terrors. Das Ergebnis konnten wir bereits bei zahlreichen Live-Auftritten der Drei hören und die Nummer knallt gewaltig. Anfangs wurde die Nummer als Yellow-Claw-Kollaboration gehandelt, dass W&W dahintersteckt konnte sich kaum jemand vorstellen. Neben dem Release, das schätzungsweise am 21. November 2016 erfolgen wird, könnte das Lied ebenfalls eines aus der Titelliste von Hardwells kommenden Album sein, da das Veröffentlichungsmuster dasselbe ist, wie unmittelbar vor dem Release von „United We Are. W&W hingegen sind derzeit in der Phase, in der sie ein Bigroom-Prachtstück nach dem anderen aus dem Ärmel schütteln und Aussicht auf ein Ende gibt es derzeit auch nicht. Aber nun erstmal zu „Get Down“.


Gründung des Genres „Jungle-Room“?

Im Laufe der letzten Monate erschienen einige Lieder, die weniger dem typischen Bigroom-Sound minimalistischen, metallenen Hämmerns entsprachen, sondern meist mit Vocal-Cuts im exotischen Gewand und mit ausgefallener Break geschmückt waren. Diese Verkleidung kommt aus dem Bereich des Jungle-Terrors. Doch alle dieser Lieder basierten auf der Grundlage des klassischen Bigroom, gute aktuelle Beispiele sind „Zantar“ von Maestro Harrell und No-Tech, „Sultans“ von Crystal Lake und The Dirty Code oder auch „Killa“ von Skrillex und Wiwek.

Nun schließen sich Hardwell und die Jungs von W&W dem an. „Get Down“ startet mit einem impulsiven Lead-Sound der sehr ausgefallen, aber sehr interessant klingt und dessen eingängige Melodie für eine mitreißende Stimmung sorgt. Der Drop setzt mit einem „and now everybody get…“ in Folge eines sich immer wiederholenden, hoch gepichten „…down“ ein. Im Background hört man einige exotische Klänge und eine aggressive Bassline ohne großartigen Kick. Nach zwei Takten wechselt die Stimme in eine Männliche, die stark verzerrt ist. Der zweite Part besteht aus einer Mischung aus Trap und Drum’n’Bass. Auch wenn sich das Ganze ziemlich ausgefallen wirkt, passt es großartig und begeistert tatsächlich fast ausnahmslos alle Fans.

Hardwell & W&W - Get Down

 

Fazit: „Get Down“ ist ein Experiment, das mehr als geglückt ist. Das Crossover zwischen Bigroom und Jungle-Terror passt großartig, aber dennoch führt kein Weg an dem in dieser Szene wohl unbeliebtesten Wort „Geschmackssache“ vorbei. Man darf gespannt sein, ob sich der Track durchsetzen kann und sich somit auch das Genre als neuer Trend etabliert.

 

 



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