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Martin Garrix benutzt gecrackte Software

Future Music Magazine war bei Martin Garrix zu besuch,... im Video sieht man dass er gecrackte Software nutzt.

Das Future Music Magazine war zu Gast bei Martin Garrix, welcher in einem 23 minütigen Video-Tutorial Schritt für Schritt erklärt wie er den Welt-Hit Animals geschraubt hat. Vom Intro, dem Break bis hin zum markanten Plopp-Sound-Drop. Das Video wäre erfrischend und schön anzusehen, wäre da nicht dieser klitze-kleine Schönheitsfehler. In mehreren Nahaufnahmen ist beim Öffnen eines Software-Synthesizers deutlich die Beschriftung "licensed by Team-Air" zu lesen. Machen wir uns nichts vor, jedem der mehr im Internet macht als bloß seine Mails zu checken, ist dieser Name ein Begriff. Hinter Team Air verbirgt sich eine Hacker / Crack Gruppe, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, nahezu alles an Musiksoftware zu cracken und somit illegal im Internet anzubieten.

Es wäre scheinheilig so zu tun, als wäre Martin Garrix der einzige Producer weltweit, welcher der Versuchung verfallen ist illegale und somit kostenlose Software zu verwenden. Gerade für die jüngere Generation (zu der Martin Garrix, welcher 1996 geboren wurde, auch zählt) ist es nicht immer möglich all die kostspieligen Samples, Synths und Effekte zu kaufen.

Martin-Garrix-nutzt-gecrackte-Software

Ich möchte daher an dieser Stelle auf überharte Kritik an Martin Garrix verzichten und viel mehr das Augenmerk auf sein Management und evtl. Andere für Ihn Verantwortliche richten. Denn, und das ist das merkwürdige an diesem Vorfall, es ist nicht das erste Mal, dass ein solches Video veröffentlicht wird. In einem sehr ähnlichen Video über Avicii kam genau das gleiche heraus. Wieso berät man einen Martin Garrix in diesem Fall so schlecht? Von Seiten des Future Music Magazine oder seinem Label Spinnin' Records hätte aller spätestens NACH Animals der brandheiße und sogar kostenlose Tipp kommen müssen: "Hey Martin, du hast mit Animals wahrscheinlich über eine Millionen Euro verdient. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt die ganzen Versäumnisse der Vergangenheit auszubügeln und die ganze Software und Samples, welche du dir in deiner jugendlichen Naivität "so" besorgt hast, zu kaufen. Dadurch würdest du auch den Leuten etwas zurück geben, denen du deinen Erfolg verdankst!"

Ich fände es schön, wenn jetzt ein Zeichen von Spinnin', seinem Management oder von ihm selbst käme, welches die Anerkennung der Software- und Samplehersteller deutlich macht. Aber vermutlich wird die Geschichte wieder ausgeschwiegen und dutzende Nachwuchsproduzenten haben ein neues negatives Vorbild!

 

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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