Seit knapp erst zwei Jahren kennt man den Namen Robin Schulz so wirklich. Kaum ein Künstler / DJ / Produzent aus Deutschland hat es in den letzten Jahren so schnell an die Weltspitze geschafft wie der Osnabrücker Robin Schulz. Grund genug für uns, diese Ausnahmekarriere einmal zusammenzufassen.
Schon mit jungen Jahren hat sich der in Osnabrück geborene und tatsächlich mit bürgerlichem Namen Robin Schulz heißende Produzent und DJ mit elektronischer Musik beschäftigt. Schon mit 17 Jahren kaufte er sich eigene Turntables und begann House Musik zu mixen. Dies schien ihm in die Wiege gelegt, denn bereits sein Vater war DJ und legte in den 1980er Jahren in diversen Clubs das schwarze Gold auf. Da Robin Schulz selbst 1987 das Licht der Welt erblickte war der Weg wohl klar. In seinem Lieblingsclub, dem „Dr. Vogel“ in Osnabrück ist dabei die Location wo Robin Schulz seither auflegte (und wenn es die Zeit erlaubt noch immer auflegt) und ebenfalls Partiys gefeiert hat. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Er entschloss sich, auch eigene Produktionen zu erschaffen und diese somit in deinen DJ Sets einzubinden. Für ihn war klar: Musik ist sein ein und alles - es gibt keinen Plan B!
Auf der Suche nach interessanten Titeln im Internet, die man zu Bootlegs verbauen konnte stieß Robin Schulz neben der deutschen Single von Alliatoah „Willst Du“ ebenfalls auf die in den Niederlanden sehr bekannte Nummer „Waves“ von Mr. Probz. Das war im Jahr 2013, also gerade einmal 2 Jahre her. Aus dem im Original eher ruhigen Titel der es im Jahr 2013 in den Niederlanden zu einem der Sommerhits schaffte erschuf Schulz einen sehr tiefgründigen Deep-House Track der genau den Nerv der Zeit traf.
Robin Schulz hatte zunächst gar nicht die Absicht und sicher auch nicht nur den Hauch einer Vorstellung von dem was dann kommen sollte als er unter anderem das Bootleg auf seinem Soundcloud Profil online stellte. Das amerikanische Ultra Label entdeckte den Song, der bis zu dem Zeitpunkt schon viele tausende Plays bei Soundcloud zu verzeichnen hatte und in den Sets diversen hochkarätigen DJ’s zu hören war. Schließlich veröffentlichte Ultra dieses Bootleg nun offiziell und schuf damit den Grundstein zum andauernden und immer größer werdenden Erfolg von Robin Schulz
Seitdem „Waves“ es auf Anhieb sowohl in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien auf Platz 1 der Charts geschafft hat, in Amerika Platz 14 sowie etliche Gold- und Platinauszeichnungen international einstreichen konnte, bewies Robin Schulz, dass er beileibe keine Eintagsfliege war.
Mit seiner Follow Up Single „Prayer In C“ feat. Lilly Wood & The Prick, welche eigentlich auch nur zunächst ein Remix von Schulz war und schließlich zu seiner eigenen Single avancierte, schloß er nahtlos an den Erfolg von „Waves“ an. Eine absolut markante Gitarrenlinie, gepaart mit ebenso markanten Vocals und sanften Deep-House Beats unterlegt traf erneut genau den Nerv der Generationen und schaffte es ebenfalls auf die Pole Positions von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien. In Schweden erhielt die Single gleich 3fach Platin, nicht weniger Platinreich verlief es für „Prayer in C“ in Australien, Belgien, Deutschland, Dänemark, Italien,... Das Phänomen Robin Schulz hat sich hier eindeutig zu einem globalen entwickelt.
Schnell wurde das Album „Prayer“ auf dem Markt veröffentlicht, welches alle bis dato veröffentlichten Releases und auf Remixe beinhaltete. Unter anderem steuerte Robin Schulz einen Remix zur sehr erfolgreichen „Clean Bandit - Rather Be“ Single bei. Ebenso ist auf dem Album auch sein Remix zur „Faul & Wad ad vs. Pnau - Changes“ zu finden.
Das ehemalige Bootleg „Willst Du“ von Alligatoah ist ebenfalls nun offiziell auf dem Album zu finden, welches später auch offiziell veröffentlicht worden ist. Dies war jedoch nur als eine kleine Verschnaufpause anzusehen denn es sollte ein weiterer großer Hit folgen, der ebenfalls schon auf dem Album zu finden war.
„Sun Goes Down“ wurde im September des Jahres 2014 veröffentlicht und wer dachte, dass das für das Genre bis dato typische Element des Saxophons schon tot war, wurde hier eines besseren belehrt. Zunächst im Jahr 2013 als "Sunset" noch ohne Vocals bei Soundcloud zum freien Download veröffentlicht, steuerte die zu dem Zeitpunkt erst 15 jährigen Jasmine Thompson wunderschöne Gesangslinien zu der Nummer bei und "Sun Goes Down" war entstanden. So schuf Schulz erneut einen Megahit, dem sich kaum jemand entziehen konnte. Schon die „Prayer In C“ Single wurde von den Radios - wie auch die „Waves“ Single - rauf und runter gespielt doch die „Sun Goes Down“ hat es entgültig in die Top Playlisten aller Radiostationen geschafft.
Auch die größten Künstler der EDM Szene wurden nun auf ihn aufmerksam und so fragte auch kein Geringerer als David Guetta bei Robin Schulz an. Im Ergebnis remixte Schulz die Hitsingle „Dangerous“ und schaffte es, aus einem sehr langsamen Track einen clubtauglichen Deep-House Track zu machen. Somit hat es Robin Schulz final in den EDM Olymp geschafft - in nicht einmal 2 Jahren...
Mit seiner neuen Single „Headlights“, die er erstmalig in Deutschland bei der ECHO-Verleihung 2015 präsentierte, verabschiedete sich Schulz vom Saxophon und geht neue Wege. Ebenfalls verarbeitet er prägnante Vocals in einem nun neuen Deep-House Gewandt mit vielen Streichern, Piano und Gitarren. Damit werden ganz sicher wieder alle Radiostationen und Clubs glücklich sein und schon bald wird auch diese Single kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken sein.
Ein so enormer Erfolg zieht natürlich auch größere Kreise. Am 22. Oktober des Jahres 2014 durfte sich Robin Schulz in das Goldene Buch der Stadt Osnabrück eintragen. Was für eine Ehre für den gebürtigen Osnabrücker!
Noch im gleichen Jahr, nämlich im Dezember wurde die offizielle Liste der Nominierungen für die Grammyverleihung im Februar bekannt. Unglaublicherweise wurde Robin Schulz für die Kategorie „Bester Remix“ für seinen Remix zu „Waves“ nominiert. Obwohl er den Grammy schlussendlich bei der Verleihung im Februar leider nicht gewinnen konnte, war alleine die Nominierung schon ein riesiger Schritt weiter Richtung Rampenlicht und internationaler Aufmerksamkeit (wir berichteten).
Auch wenn es mit dem Grammy (noch) nicht gelungen ist, schaffte Robin Schulz es dennoch eine der begehrtesten Trophäen des deutschen Musikbusiness für sich zu gewinnen. Im März diesen Jahres erhielt er einen ECHO in der Kategorie Dance National und bestätigte damit seinen enormen Erfolg in seinem Heimatland. Dort stellte er ebenfalls im Rahmen eines Medleys seiner bis dato bekanntesten Songs seine neue Single „Headlights“ vor.
Schaut man sich den Kalender des DJs Robin Schulz an, sieht man kaum besser als hier wie global das Phänomen um den Osnabrücker mittlerweile geworden ist. Neben Gigs in Deutschland (die derzeit immer seltener sind), legt er derzeit auf den größten Festivals weltweit auf. Ob in Australien, Argentinien, Großbritannien oder gerade erst bei dem Ultra Music Festival - auf allen Mainstages der Welt kann man derzeit zu seinen Sounds feiern. Man kann sehr gespannt sein, wo man ihn demnächst noch alles erleben darf!

Robin Schulz zeit deutlich, wie man es in der heutigen Zeit schafft aufgrund von modernen Medien wie Soundcloud oder Youtube zu einer Aufmerksamkeit zu gelangen, die einen begabten Produzenten und DJ die Plattform bieten um entdeckt zu werden. Hits wie „Waves“ wären ohne diese Plattformen nicht möglich gewesen und dank der großen Aufmerksamkeit ist es Robin Schulz gelungen, hier noch weiter sein Talent zu präsentieren. Er hat es innerhalb von knapp 2 Jahren mit seinen Sounds geschafft, ein Genre namens Deep-House in das Rampenlicht zu stellen und wie!
Der enorme Erfolg seiner Produktion zeigt, wie er den Nerv der Menschen getroffen hat und die beständigen Hits die er liefert zeigen, dass Robin Schulz keinesfalls eine Eintagsfliege ist. Schon jetzt kann man sich auf die neue Single „Headlights“ freuen. Deep-House made in Germany by Robin Schulz scheint aktuell das Maß der Dinge zu sein, wir sind gespannt, was noch alles in diesem Jahr aus dem Hause Robin Schulz zu vermelden ist.
Schaut euch unbedingt auch dieses Interview mit Robin Schulz an:
Bilder: warnermusic.de