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Monetisieren statt Löschen

MetaPop: Geld verdienen mit Remixen

(Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten)

Metapop

Vor Kurzem berichteten wir über ein kommendes Projekt von Apple, das in Zusammenarbeit mit Dubset realisiert werden soll. Nun gibt es MetaPop, gegründet von Matthew Adell, einem ehemaligen CEO von Beatport. Die Webseite betreibt ein ähnliches Konzept und ist bereits online. User können hier ihre nicht-lizenzierten Remixe hochladen und daran verdienen. Selbiges gilt für die zitierten Original-Künstler. Bisher hat MetaPop nach eigenen Angaben mehr als 11.000 Labels gesigned und soll die erste Plattform sein, bei der man mit nicht genehmigten Remixen Geld verdienen kann. Eine Alternative zu Soundcloud?


Aus der Pressemitteilung von MetaPop

Es gibt Millionen von Fan-Remixen im Netz, die bisher nicht für die ursprünglichen Rechteinhaber monetisiert werden. Diese Mixe werden willkürlich durch "Anti-Piraterie"-Tools ohne Rücksicht auf deren Wert und Kreativität gelöscht.

- Es gibt zurzeit mehr als 8 Mio. Remixe auf Youtube, für die der ursprüngliche Künstler nicht monetarisiert wird.
- Es gibt zurzeit mehr als 100.000 Remixe auf Beatport, für die der ursprüngliche Künstler nicht monetarisiert wird.
- 10% aller Musik-Plays auf YouTube sind Remixe von Orignal-Songs.
- 50% aller Musik-Plays auf Soundcloud sind Remixe von Orignal-Songs.

Beispiel: "Tears for Fears - Pale Shelter"
Original-Version hat weniger als 10.000 Plays.
Es gibt 162 inoffizielle Remixe zu dem Song,
die zusammen mehr als 250.000 Plays haben.
Der Original-Künstler bekommt kein Geld dafür.


Software durchsucht YouTube & Soundcloud nach Remixen

MetaPop soll nun eine Lösung für dieses Problem sein. Die Firma hat eine Software entwickelt, die Remix auf YouTube, Soundcloud und weiteren Plattformen aufspürt, zählt und auswertet. Anschließend werden Remixer und Rechteinhaber kontaktiert, und so eine Monetisierung ausgehandelt. Auch die Labels werden finanziell davon profitieren. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr auf der offiziellen Webseite von MegtaPop.

 

Fazit: Es bewegt sich etwas in der Branche. Labels und Rechteinhaber scheinen realisiert zu haben, dass der Kampf gegen inoffizielle Remixe aussichtslos ist. Das stumpfe Löschen von Inhalten auf Plattformen wie Soundcloud oder Youtube führt zu Antipathie gegenüber den Labels und den Original-Künstlern. Nun wird nun eine 180-Grad-Wende vollzogen. Die Remixer werden hiermit sogar ermuntert zu Remixen. Dafür erhalten die Rechteinhaber (Künstler und Labels) entsprechende Vergütungen. Sogar die Remixer bekommen einen Teil vom Kuchen ab. Firmen wie MetaPop oder Apple / Dubset werden hier hilfreiche Service-Anbieter für die Musikindustrie sein.

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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