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Tuesday, 06. December 2016

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22
Okt
2014

Kommerziellen Erfolg vor guter Musik

EDM Szene: droht ein moralischer Verfall?

Mittlerweile gibt es elektronische Musik seit mehreren Jahrzehnten, das Genre, das salopp gesagt auf dem Synthesizer aufbaut, ist mittlerweile auf einem Allzeithöhepunkt, beliebt wie nie zuvor. Doch mit der Popularität stiegen auch die Geldsummen, die in der Szene stecken. Wie die Forbes Liste kürzlich erneut aufzeigte, wird man mit einem guten Ruf und vielen Gigs schnell zum Millionär.  Leider erregt das auch die Gier bei vielen. Das Ziel ist es nicht mehr die Musik als Kunstform herzustellen, sondern vielmehr, sie als Mittel zu nehmen um zu Ruhm und Reichtum zu kommen.

 

Die Schattenseite des Mainstreams

Es ist klasse, wie kulturell-akzeptiert elektronische Klänge von Nu Disco über House bis Dubstep oder Drum & Bass mittlerweile sind. Dank der unglaublichen Geldmengen, die im Spiel sind, sind Megaevents wie Tomorrowland oder UMF erst möglich geworden. Doch mit dem Fokus der Popkultur auf die EDM Welt rückten die DJ's ins Rampenlicht. Musiker, die vorher vielleicht grade so von ihren Gagen leben konnten , waren plötzlich unfassbar beliebte Stars. Viele sprangen und springen immer noch auf den Zug auf und versuchen, auf diese Weise zu enormer Beliebtheit zu gelangen. Es ist das selbe Denken wie im Fußball, im TV oder sonst wo: jeder wäre gerne ein Star, und viele sind bereit dafür Opfer zu bringen. Leider sind die Opfer oft so groß, das sie der Szene in nicht unerheblichen Ausmaßen schaden. Droht ein moralischer Verfall?

 

Ein aktueller Fall

Wollte vor zehn Jahren noch jeder Jugendliche eine Rockband wie Tokio Hotel haben, so wollte vor fünf Jahren jeder Heranwachsende wie Justin Bieber sein. Heute sind ganz andere Musiker die Idole der jungen Generationen, Hardwell, Dimitri Vegas & Like Mike oder auch DJ Antoine sind häufig der Grund, warum das lange zusammengesparte Taschengeld in teures Equipment investiert wird. Wenn es dann mit dem Produzieren nicht so klappt, oder die eigenen Produktionen nicht von den „Großen“ der Szene supportet werden, versuchen diese Newcomer alles, um hoch zu kommen.

Ähnliches ereignet sich gerade bei dem Song „Sting“, welcher als Gemeinschaftsarbeit von den jungen Musikern Patrice Turifer und Rivero gestartet ist. Mittlerweile erscheint nur noch der zweite im Namen der Single, vermutlich, weil sie sich so leichter vermarkten lässt. Doch ist dieser letzte Schritt wirklich nötig?

Es ist sicher nicht falsch, Erfolg zu wollen. Doch sollte man nie vergessen, worum es letztendlich in dieser Szene geht. EDM dreht sich in erster Linie um die Musik und dann noch um eine tolle Gemeinschaft eher junger Menschen, die sich gegenseitig respektieren und das Leben genießen.

EDM Szene: droht ein moralischer Verfall?

 

 



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