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29
Mai
2015

Fetter R3hab-Sound

R3hab vs. Skytech & Fafaq - Tiger

Heute erschien R3habs neue Single „Tiger“, die er gemeinsam mit Skytech und Fafaq produzierte, auf Spinnin' Records. Dabei bedient er sich – ohne dabei seine Zuhörer zu langweilen – typischer Elemente seines Sounds, sodass mal wieder ein typischer R3hab-Track dabei herausspringt. Dass der Track was kann, setzen wir bei den Produzenten einfach einmal voraus, ein detaillierteres Review folgt.

 

R3hab, Fafq und Skytech

R3hab bedarf wohl nur weniger Worte der Erklärung: Er landet mit fast jeder Release in den Beatport-Top-10, war einer von Hardwells größten Förderern, stammt ebenso wie dieser und zahlreiche weitere aus der niederländischen DJ-Goldschmiede Breda und produziert mit Vorliebe Bigroom-House.

Etwas weniger bekannt dürfte Skytech sein. Der polnische Musikproduzent produziert mit Vorliebe Trance und Electronica, wobei seine Produktionen meist einen eher tiefen und tragenden Sound haben. Dementsprechend steht er bei Armin van Buurens Label Armada Music unter Vertrag, dem größten Trance-Label der Welt.

Fafaq (eigenen Angaben zufolge ist sein Name eine Abkürzung für „Fucking Annoying Frequently Asked Questios“, also „Verdammt nervtötende häufig gestellte Fragen“) hingegen, der das Trio komplettiert, dürfte einigen EDM-Fans ein Begriff sein. Der ebenfalls aus Polen stammende Electro-House-Producer veröffentlichte im vergangenen Jahr mit „Jumbo“ eine vielbeachtete Kollaboration mit Jordy Dazz auf Revealed Recordings.

 

Tiger

Hört man das Intro von „Tiger“, denkt man zunächst, R3hab habe sich nach den erfolgreichen Produktionen aus diesem Bereich – „Karate“ mit KSHMR und „How We Party“ mit VINAI – wieder einmal dem Melbourne Bounce zugewandt, zu unverkennbar sind die groovy Basslines in Kombination mit verzerrten Bigroom-Kicks. Zusätzlich bedient sich das Trio der derzeit offenbar sehr beliebten Vocal-Cuts, die in den letzten Produktionen eines Martin Garrix, Nom de Strips oder auch KSHMRs prominent vertreten waren, hier allerdings nur als Fills zum Einsatz kommen. Auch der Mainpart von „Tiger“ erweckt den Eindruck, dass wir hier bei „Karate 2.0“ gelandet sind, wenn auch mit deutlich anderer Melodie; zu deutlich tritt R3habs liebstes Stilmittel hervor – die Kombination eines progressiven Arrangements, das sich von Beginn der Melodie an bis hin zum Drop immer weiter steigert, hinterlegt von einem chromatischen Synthesizer.

Auch das Brass-Synth-Lead ist typisch R3hab. Erst beim Drop bemerkt man, dass „Tiger“ doch eine komplett andere Produktion als „Karate“ ist: Statt eines fetten und powernden Melbourne-Drops erwartet uns hier ein eher dem Progressive House zuordenbarer Drop mit einer frischen und heiteren Melodie, verfeinert mit gut in Szene gesetzten Vocal-Cuts. Für den Breakpart hat sich das Trio im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen eine völlig neue Melodie überlegt, während der zweite Drop dem ersten aufs Haar gleicht. Die Vocal-Einlage vor dem Drop („Break the fucking House down!“) ist an Kreativität zudem leicht zu überbieten.

R3hab vs. Skytech & Fafaq - Tiger

 

Fazit: Mehr als coole Nummer, die sehr nach R3hab und wenig nach Skytech und Fafaq klingt. Der „Tiger“ ist eher eine Katze und verbreitet sofort gute Laune. Sicherer Festivalhit und absolute Empfehlung.

 

 



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