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Wednesday, 07. December 2016

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22
Sep
2015

Ein alt bekanntes Thema im neuen Gewand

Quintino - Devotion

Zurzeit ist es nicht gerade selten, Klassiker als Remix-Version oder einfaches Remake wiederzufinden. Gerade im Bereich des Deep-House hört man die Hits der vergangenen Jahre mit einem Beat unterlegt, nicht so aber Quintinos Version des 1990er-Hits „Devotion“ von Nomand und MC Mikee Freedom. Der Track erstrahlt im modernen, großartigen Big-Room-House mit viel Kraft und Potenzial.

 

Quintino

Quintino ist bereits seit einiger Zeit in der EDM-Szene bekannt. 2011 erschuf er zusammen mit Sandro Silva den Track „Epic“, die so genannte „Mother of Big-Room“. Diesen Stil vertrat er ebenfalls in den folgenden Singles. Jedoch machte er sich auch in weiteren Genres einen Namen, so erschienen zum einen auch Veröffentlichungen im Progressive-House sowie mit „Winner“ sogar ein Future-House Song. In den DJ Mag Top 100 befindet sich Quintino, welcher von vielen auch als „Dutch Big-room House Boss“ bezeichnet wird, derzeit auf Platz 86. Zuletzt erhielt er mit dem Track „Aftermath“, einer zweiten Collab mit Sandro Silva viel Aufmerksamkeit.

 

Devotion

Der ursprünglich im Jahre 1990 erschienene Song wurde bereits in den letzten Jahren mehrmals gecovert, darunter auch von seinem niederländischen DJ-Kollegen Bingo Players. Die Lead erklingt mit dem typischen Thema, welches das Original ausmacht. Auch die Vocals sind in gepichter Form zu hören. Der Drop setzt schnell mit dem Shout „I wanna give you devotion“ ein. Mit sich zieht er eine Menge Power und Bass, wobei er stilistisch leicht an den Firebeatz-Remix zu Rune RKs „Calabria“ erinnert. Mehr oder weniger unerwartet erklingt nach den ersten zwei Takten des, auf der Melodie der Lead basierten,  Drops, der aus Vocal-Cuts bestehende zweite Part, der sich wiederholend mit dem ersten abwechselt. Das Ganze bringt eine perfekte Mischung, da auch die Harmonie der beiden Parts zu einander stimmt. Beide Drops weisen völlig unterschiedliche Kicks und jeweils allesamt eine eigene Melodie auf.

Während der zweiten Lead verwendete Quintino einige Elemente des Future-House sowie eine stärkere Pichung der Vocals. Die Bridge bringt einen zurück in den Bereich des EDM. Der folgende Drop unterscheidet sich nur unwesentlich vom ersten. Obwohl sich „Devotion“ sehr im Bereich des Big-Room befindet, klingt der Track sehr Individuell und Quintinos Gespür für einen Hit stellte sich auch hier wieder unter Beweis. Innerhalb kürzester Zeit kletterte die Produktion bis auf Platz 2 der Beatport-Top-100.

Quintino – Devotion

 

Fazit: Mit „Devotion“ stellt Quintino ein sehr starkes Remake des Klassikers vor. Von vorn bis hinten beweist die Produktion das Können des Musikers und zeigt, dass er mehr drauf hat, als seine eigenen Lieder immer wieder nach ein und demselben Schema aufzubauen. Ebenfalls hebt sich der Track ab und lässt sich nicht einfach mit den vielen anderen Big-Room-Liedern vergleichen.

 

 



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