Dance-Charts

Das Portal für Charts und DJ-Promotion

USER-AREA LOGIN

 

Musikalischer Jahresrückblick

Dimitri Vegas & Like Mike: Das waren ihre Tracks 2016

(Geschätzte Lesezeit: 7 - 13 Minuten)

Dimitri Vegas & Like Mike: Das waren ihre Tracks 2016Dimitri Vegas & Like Mike - Könige des Bigroom Sound

Nun ist auch Weihnachten vorbei und wir neigen uns Silvester zu. Es wird Zeit auf das Jahr von etwas größeren Namen zu blicken. Machen wir doch mit dem Jahr von Dimitri Vegas & Like Mike weiter. Man kann über die Jungs sagen was man will, aber ihre Shows waren in diesem Jahr atemberaubend. Ihr Auftritt beim World Club Dome Winter Edition in Gelsenkirchen begeisterte zehntausende Fans. Aber auch die Musik kam in diesem Jahr nicht zu kurz. 2016 war für die Belgier das Jahr der ID-Enthüllungen, aber dazu später mehr. Wir wollen noch einmal auf das Jahr 2016 von Dimitri Vegas & Like Mike zurückblicken. Viel Spaß!


Armin van Buuren feat. Kensington - Heading Up High (Dimitri Vegas & Like Mike vs. Boostedkids Remix) (Februar)

Das Jahr 2016 begann mit einem Remix zur Single “Heading Up High” von der niederländischen Trance-Legende Armin van Buuren und dem Sänger Kensington. Für ihren Remix holten sich die Jungs ihre Kollegen Boostedkids ins Studio. Sie verwandeln die wundervolle Progressive-House-Nummer in einen echten Festival-Kracher. Die Vocals klingen auf dem neuen Instrumental gar nicht so schlecht, aber der Drop passt nicht zu der Nummer und an Innovationen fehlt es hier komplett. Ein solider Bigroom-Remix vom Quartett, der auf Festivals die Menge aufheizte und mit 280.000 Plays auf Spotify durchaus viele Menschen erreichte.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. W&W - Arcade (Februar)

Im Februar folgte eine ID, auf die die Fans schon ein halbes Jahr gewartet hatten. Nach “Waves“ und dem unveröffentlichten Remix zu "Where Are U Now" folgte in diesem Jahr bereits die dritte Zusammenarbeit mit W&W. Der Track mit dem Titel “Arcade“ erschien am 29. Februar auf Smash The House und geht natürlich in Richtung Bigroom, doch dieses Mal nehmen auch Progressive House und Trance in die Produktion Einfluss. Die Einleitung ist hier besonders gelungen. Zwei abwechselnde Töne, die in regelmäßigen Abständen erklingen und sich immer schneller in einen Rhythmus und daraufhin in eine Melodie entwickeln. Auch der Drop kann durch die Melodie und die mystische, interessante Atmosphäre überzeugen. Eine richtig gute Nummer, die im Bigroom-Bereich gesehen, kreativ klingt.


Dimitri Vegas, Like Mike & Steve Aoki vs. Ummet Ozcan - Melody (April)

Die darauffolgende Single “Melody” weist ein paar Parallelen zur “Arcade“ auf. Erstens ist die Nummer eine große Kollaboration. Dieses Mal mit gleich zwei großen Produzenten namens Steve Aoki und Ummet Ozcan. Zweitens setzt der Song nicht nur auf einfaches Bigroom-Geballer, sondern erneut auf eine schöne Melodie. Die “Melody“ war als Hymne der Europameisterschaft 2016 gedacht und sollte auch zum kommerziellen Erfolg führen. Zwar brachte die “Melody“ nicht die Fußballstadien zum Mitgröhlen, aber auf den größten EDM-Festivals der Welt wurde “Melody“ durch die grandiose Melodie zum Dauerbrenner. Die Single ist eine der besten Bigroom-Tracks des Jahres und konnte auch auf Spotify mehr als 11 Millionen Leute überzeugen.

Featured Track (Werbung)


MATTN & Futuristic Polar Bears - Café Del Mar 2016 (Dimitri Vegas & Like Mike Edit) (Mai)

Drei Wochen später folgte eine Dimitri Vegas & Like Mike Edit. Am 13. Mai erschien die Edit zur “Café Del Mar 2016“ von MATTN und den Futuristic Polar Bears. Der Track hat seinen Namen von einem am Meer gelegenem Café auf Ibiza. In der EDM-Szene ist “Café Del Mar“ einer der meistgecoverten Songs überhaupt. Die Jungs verwandeln den zum Großteil im Deep House gecoverten Song in eine fette Bigroom-Hymne. Während die Einleitung ermüdend klingt, holt es der Drop wieder heraus. Er macht den Track zum Bigroom-Kracher. Die zwei Sounds harmonieren sehr gut und bringen die Menge auf den Festivals zum Ausrasten.


Bassjackers - F*CK (Dimitri Vegas & Like Mike Edit) (Mai)

Genau zehn Tage später, erschien die nächste Edit vom belgischen DJ-Duo. Dieses Mal war es die langersehnte Zusammenarbeit zwischen den Belgiern und dem Dutch-Duo Bassjackers. Dabei nahmen die Vier den Techno-Klassiker und Club-Hit “Fuck On Cocaine“ von DJ Yoeri neu auf und gaben dem Track dann den Titel “F*CK“. Die Vocals bestehen aus einer weiblichen, kratzigen Stimme. Sie wurden von einem Sound im Stil von “Melody“ unterlegt und geben dem Track die nötige Power. Der Drop ist sehr kraftvoll. Man hört eindeutig, dass hier die Bassjackers am Werk waren. Ein typischer Bigroom-Sound mit ein paar Sound-Cuts. Einer der besseren Bigroom-Tracks in diesem Jahr!


Wolfpack vs. Avancada - GO! (Dimitri Vegas & Like Mike Remix) (Juni)

Am 10. Juni erschien dann der nächste Remix bei dem Dimitri Vegas & Like Mike einem ihrer Smash-The-House-Artists geholfen haben. Nach Boostedkids und MATTN ist nun Wolfpack an der Reihe. Das niederländische Brüder-Duo ist mit knapp 450.000 Facebook-Fans einer der bekannteren Artists auf Smash The House. Das Produzentenduo nahm sich den Track “Go“ von der Musikgruppe Avancada und produzierte eine neue Version. Die Version wurde von DV & LM überarbeitet. Nach langsamem Aufbauen folgt das Build-Up, in dem eine männliche Stimme „Motherfuckers? Go!“ brüllt. Der Drop besteht aus der Melodie aus dem Original in einem neuen Sounddesign. Nicht mehr als solide.




Dimitri Vegas & Like Mike - Stay A While (Juli)

Am 1. Juli erschien dann die Follow-Up-Single der “Higher Place” aus dem Jahr 2015. Wie schon im Vorjahr erschien im Sommer eine ruhige Deep-House-Nummer, die für den kommerziellen Erfolg geschaffen ist und im EDM besonders mit einem gut besetzten Remix-Packet glänzt. Eine weitere Parallele sind die Vocals, die von dem gleichen Sänger gesungen werden und sehr entspannend klingen. Die Vocals klingen in Verbindung mit dem Instrumental angenehm und werden schnell zum Ohrwurm. Der Drop ist sommerlich und macht Freude. Insgesamt ist es eine sehr chillige Nummer geworden mit gelungenem, sommerlichem Musikvideo und dazu einem richtig gutem Remix-Packet.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. NLW - Hands Up (August)

Im August gaben die Brüder bekannt, dass sie unter dem Titel „Summer Of Madness“ eine Free-Download-Woche veranstalten. Eine Woche lang sollte jeden Tag eine ID als Free Download zur Verfügung stehen. Der Anfang wurde am 3. August mit dem Titel “Hands Up“ gemacht. Nach dem ersten Spielen dieser ID in 2014, wurde diese lange als “Van Gogh“ gehandelt. Es war eine Kollaboration mit Afrojack, der unter seinem Pseudonym NLW agierte. Der Track ist mit einer Länge von 7:22 Minuten sehr lang geworden. Dem Track fehlt es extrem an Innovationen, denn alles klingt nach 2013er/2014er-Bigroom. Ein nettes Geschenk an die vielen Fans, die auf die ID gewartet haben.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. Brennan Heart - Million (August)

Einen Tag später folgte die ID “Million”, die eine Kollaboration mit dem niederländischen Hardstyle-Produzenten Brennan Heart darstellt. Die ID ist aus dem Set von Dimitri Vegas & Like Mike auf dem Tomorrowland 2014 und wurde von vielen Hardstyle-Fans schon lange erwartet. Die Nummer lässt sich als soliden Hardstyle-Track beschreiben. Halt ein 100%iges Brennan-Heart-Sounddesign. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Dimitri Vegas & Like Mike - Island (August)

Im Anschluss folgte dann die nächste ID aus dem Jahr 2014. Lange wurde spekuliert, dass die Nummer ein Track von 3 Are Legend (DV & LM + Steve Aoki) sein könnte. Denn die ID “Island“ feierte Ende 2014 beim Auftritt in Antwerpen im Sportspaleis gemeinsam mit Steve Aoki auf der Bühne Premiere. Letztendlich war es dann doch nur eine Solo-Produktion. Ein guter Versuch im Drop mit einer solchen Melodie zu agieren, doch das Sounddesign wirkt sehr unfertig. Deshalb ist die “Island“ dann doch eher schwach geworden.

Featured Track (Werbung)


Dimitri Vegas & Like Mike - Bringing Home The Madness (August)

Am vierten “Summer Of Madness”-Tag erschien die langersehnte Intro-ID von Dimitri Vegas & Like Mike. Diese feierte bereits Ende 2013 in Antwerpen im Sportpaleis Premiere und wurde wenig unerwartet “Bringing Home The Madness“ getauft. Danach wurde die ID als Intro vor zahlreichen Auftritten verwendet und wird bis heute noch des Öfteren als Intro genutzt. Diese ID gehört zweifellos zu den besseren Free Downloads. Der Drop klingt gar nicht mal so unfertig und setzt auf ein interessantes Sounddesign.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. Deniz Koyu - Roads (August)

Am fünften Tag erschien eine ID, auf die sich besonders die deutschen Fans gefreut hatten. Die ID trägt den Titel “Roads“ und wurde erstmals im Aftermovie des Tomorrowlands 2013 gespielt. Es ist die erste Kollaboration zwischen den belgischen Brüdern und einem deutschen Produzenten. Der Produzent lautet Deniz Koyu alias KO:YU. Leider wurden viele Fans enttäuscht, da eine neue Version vom Deniz Koyu Auftritt auf dem Parookaville 2016 veröffentlicht wurde. Die neue Version war dann sehr enttäuschend und kraftlos!


Dimitri Vegas & Like Mike - Meet Her At Tomorrowland (August)

Am 8. August wurde dann die nächste langersehnte ID zum Free Download freigegeben. Auch dieser Track wurde lange als Kollaboration gehalten, aber ist am Ende doch ein Solo-Track geworden. Viele dachte an die Zusammenarbeit mit Redfoo, die jedoch den Namen “Meet Her At Tomorrow“ nicht “Meet Her At Tomorrowland“ trägt. Die Premiere dieser ID geht auf das Jahr 2014 zurück. Im letzten Jahr schaffte sie es sogar auf den offiziellen Tomorrowland-Sampler von Kontor Records, wurde aber bis dato nie als Single veröffentlicht. Nun erschien sie als Free Download. Eine solide Bigroom-Nummer mit spannendem Sounddesign erwartet einen.


The Weeknd - The Hills (Dimitri Vegas & Like Mike Remix) (August)

Das letzte Free Download der “Summer Of Madness”-Woche war der Remix zum internationalen Charthit “The Hills” vom kanadischen R&B-Sänger The Weeknd. Der Remix feierte auch im Sportspaleis in Antwerpen Premiere, aber erst im Jahr 2015, daher ist die ID noch gar nicht so alt. Und das hört man auch. Der Remix klingt deutlich moderner und frischer als manch anderer IDs, war dafür aber auch nicht ganz so langersehnt. Ein richtig feiner Remix, den die Brüder uns hier zum Abschluss der Free-Download-Woche schenken.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. Ummet Ozcan - Jaguar (September)

Am 9. September ging es dann mit einem weiteren Free Download weiter, der es überraschend nicht in die “Summer Of Madness“-Woche schaffte. Die ID lautet “Jaguar“ und wurde mit Ummet Ozcan produziert. Die Premiere dieser ID geht sogar bis ins Jahr 2013 zurück, in dem es auf dem Tomorrowland gespielt wurde. Nach “The Hum“ und “Melody“ ist “Jaguar“ die dritte Kollaboration der drei Produzenten. Die neuste Produktion ist die schwächste von allen und wurde nicht umsonst als Free Download veröffentlicht. Der Drop klingt sehr altmodisch und schwach.

 



Dimitri Vegas & Like Mike - Leaves (Oktober)

Einen Monat später ging es mit dem nächsten Free Download weiter. Dieses Mal wurde die ID “Leaves“ enthüllt. Nach dem “The Hills“-Remix ist es der zweite Track vom Auftritt im Sportspaleis in Antwerpen 2015. Viele hatten den Track bereits wieder vergessen, dabei ist die “Leaves“ gar keine schlechte Nummer. Die Melodie ist sehr interessant und der Drop ballert ordentlich. Das Sounddesign im Drop mag im Bigroom vielleicht ein wenig alt klingen, aber die Melodie macht das wieder gut. Zumindest als Free Download kann man “Leaves“ mitnehmen.


Dimitri Vegas & Like Mike vs. Deniz Koyu - Roads (Classic Mix) (Oktober)

Ein paar Tage später folgte dann das zehnte Free Download in Folge. Viele Fans haben gar nicht mitbekommen, dass nach der Empörung über die Version von “Roads“ im August später auch die originale Version als Free Download erschien. Die Version stammt aus dem Aftermovie des Tomorrowlands 2013 und ist deutlich besser als die andere Version. Das Instrumental wird von ruhigen, weiblichen Vocals begleitet. Das Build-Up ist da schon deutlich kraftvoller und leitet den Drop ein. Der Drop klingt dann zwar doch alt und nicht aktuell, aber besser als die neue Version von “Roads“ ist der Classic Mix zweifellos.


Major Lazer & DJ Snake feat. MØ - Lean On (Dimitri Vegas & Like Mike Tomorrowland Remix) (Oktober)

Unter dem Namen “Sound Of Madness” ließ das Duo ihre Fans abstimmen, ob der Remix zu “Where Are U Now?” oder zu “Lean On“ erscheinen soll. Die Mehrheit der Fans entschied sich für den Sommerhit von Major Lazer aus 2015. Lange wurde dieser Remix als VIP Mix des Tracks gehandelt. Nachdem das Duo den Remix beim ADE 2015 bereits zum dritten Mal spielten, war es den meisten Fans klar. Nach einem leicht veränderten Instrumental und einem Vordrop, folgt der harte Trap-Bigroom-Drop, der so DV&LM-untypisch klingt. Interessanter Remix!

Featured Track (Werbung)


Dimitri Vegas & Like Mike vs. Blasterjaxx - Insanity (Oktober)

Und das Duo ließ ihre Fans weiter an den Entscheidungen der Releases teilhaben. Unter den Hashtags „#NewMusic“ und „#FreeMusic“ konnten sich die Fans das Release einer bestimmten ID wünschen. Dabei setzte sich die “Insanity“ knapp vor “We Are Legend“ durch. Am 12. Oktober wurde “Insanity“ schließlich als Free Download hochgeladen. Die Premiere der Blasterjaxx-Kollaboration geht bis auf das Jahr 2013 zurück. Viel haben sie seitdem nicht geändert und das ist auch gut so. Der Drop klingt, trotz der fehlenden Innovationen, auf zerstörerischer Ebene gut und bringt jede Crowd zur Eskalation.


Dimitri Vegas & Like Mike feat. Deb’s Daughter vs. Diplo - Hey Baby (Oktober)

Dazu kommt dann noch im Oktober die Single ”Hey Baby“, dessen Release am 28. Oktober war. Der Track wurde schon lange mit Freude erwartet. Schon vor Monaten gaben die Jungs im Interview bekannt mit Major Lazer im Studio zu sitzen. Auf der Smash-The-House-Stage und dem Aftermovie des Tomorrowlands wurde die Kollaboration dann erstmals gespielt. Letzten Endes stand im Titel, aus unbekannten Gründen, dann doch nur Diplo statt Major Lazer. Die Vocals kommen von Sängerin Deb’s Daugther. Der Track war als Mainstream-Erfolg geplant, doch bis auf ein paar Radioplays blieb die “Hey Baby“ in Deutschland erfolglos. Die Single gilt so ein bisschen als “Lean On“-Abklatsch. Vielleicht kommt sie ja deshalb nicht so toll beim Kommerz an.

 

Fazit: Zusammenfassend kann man sagen, dass 2016 für Dimitri Vegas & Like Mike das Jahr der ID-Enthüllungen und Free Downloads war. Auch wenn die Tracks qualitativ teilweise echt schwach waren, zollen wir den Jungs Respekt dafür, dass sie die ganzen IDs überhaupt veröffentlichen. Wir finden es eine richtig coole Aktion, wenn man als Dank an die Fans gleich mal 11 IDs zum Free Download bereitstellt. Man darf, aber auch nicht die durchaus überzeugende Singles “Arcade“, “Melody“, “Stay A While“ und “Hey Baby“ vergessen. Mit allen Singles, Free Downloads, Remixen und Edit einbezogen ein gelungenes Jahr 2016!

Schreibe hier deinen Kommentar...
Abbrechen
Loading comment... The comment will be refreshed after 00:00.

Sei der Erste, der hier einen Kommentar schreibt.

Über den Autor
Henry Einck

Mein Name ist Henry Einck und ich habe mich im Mai 2015 der Redaktion von Dance-Charts angeschlossen. In den letzten Jahren hat sich die elektronische Musik zu meiner Leidenschaft entwickelt und ist mittlerweile neben dem Sport, der Teil meines Lebens, dem ich am meisten Aufmerksamkeit schenke. Neben dem Verfassen von Musikrezensionen und Boulevard-News, ermöglicht mir Dance-Charts durch Interviews näheren Kontakt zu den DJs. Ich sammele sowohl musikalische als auch journalistische Erfahrungen, die mich bei dem Berufswunsch des Journalisten weiterbringen könnten.

Instagram | E-Mail

Desktop Version