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Seine Songs in 2020

Jahresrückblick 2020: Steve Aoki

(Geschätzte Lesezeit: 4 - 7 Minuten)

Steve AokiRückblick auf die Songs von Steve Aoki in 2020.

Das EDM-Album mit der wahrscheinlich größten Starbesetzung 2020 hat einen ziemlich futuristischen Namen. "Neon Future IV" - so heißt die bereits vierte Edition der Albumreihe vom US-amerikanischen DJ Steve Aoki, die im vergangenen Jahr herauskam. Der leidenschaftliche Tortenwerfer hatte 2020 wieder ein starkes Jahr, das wir uns im Folgenden einmal genauer anschauen wollen.

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Steve Aoki & Maluma - Maldad (Januar)

Direkt zu Beginn startet Steve Aoki mit einer Riesencollab in das Jahr. Für seine erste Single hat er sich mit dem kolumbianischen Latin-Act Maluma zusammengetan. Mit "Maldad" folgt er dem Hype dieses Genres und veröffentlicht eine elektronische Latin-Nummer, die für Genre-Fans definitiv gut geeignet ist. Die typischen Vocals von Maluma gepaart mit dem Latin-Drop mit eingängiger Melodie machen den Song perfekt für die aktuellen Charts. Mit diesem Rezept brachte es die Nummer auf über 43 Millionen Streams auf Spotify, womit den beiden definitiv ein Riesenerfolg gelungen ist.


Steve Aoki feat. Global Dan & Travis Barker - Halfway Dead (März)

Die nächste Nummer gab es dann im März zu hören. Und auch hier geht es in eine Richtung, für die Aoki bis jetzt eher weniger bekannt war. Bei "Halfway Dead" geht es ins Rock-Genre. Die gemeinsam mit Travis Barker und Global Dan veröffentlichten Nummer hört sich aber tatsächlich ziemlich gut an. Mit klassischen E-Gitarren-Riffs und coolen Vocals macht "Halfway Dead" richtig gute Laune und zeigt abermals eine ganz andere Seite des Steve Aoki. EDM-Fans werden hier trotzdem eher enttäuscht sein. Auf Spotify kommt die Nummer mit knapp 4 Millionen Streams nicht annähernd an den Vorgänger "Maldad" heran.

 


Steve Aoki feat. LAY & will.i.am - Love You More (März)

Weiter ging es zwei Wochen später mit einer weiteren Riesencollab. Diesmal holte sich Aoki unter anderem den US-Rapper will.i.am mit ins Boot. Mit dabei ist außerdem der chinesische Sänger LAY. "Love You More" ist dann wieder eine Mischung aus unterschiedlichen Genres. Hier trifft Trap auf Pop und die Rap-Vocals von will.i.am - insgesamt ist die Nummer aber auch wieder eher ein kommerzielles Release. Besonders der Refrain bleibt aber gut im Ohr. Auf Spotify kommt "Love You More" mit knapp 5 Millionen Streams aber nicht übers Mittelmaß hinaus.


Steve Aoki & Slushii - One True Love (März)

Die erste richtige EDM-Single des Jahres gab es dann direkt sieben Tage später mit "One True Love". Die Nummer ist außerdem die letzte Singleauskopplung vor dem Anfang April erscheinenden Album. Gemeinsam mit Slushii geht's hier kurz vor Album-Release nochmal richtig nach vorne. Der Track beginnt mit den hohen Vocals, die man vom Produzenten Slushii kennt und gipfelt dann in zwei harten Drops, die irgendwo zwischen Bass House und Dubstep angesiedelt sind. "One True Love" ist auf jeden Fall ein richtiger Banger. Auf Spotify liefert die Single mit 3 Millionen Streams durchschnittliche Zahlen.


Steve Aoki - Neon Future IV (Album) (April)

Am 3. April war es dann so weit. Das neue Album von Steve Aoki - "Neon Future IV" - kommt heraus. Insgesamt sind ganze 27 Tracks auf dem Tonträger zu finden, wovon etwa die Hälfte schon vorher veröffentlicht war. Gut eine Stunde und 30 Minuten lang geht das Album. Für die vierte Ausgabe der "Neon Future"-Albumreihe hat sich Steve Aoki die größten Namen der EDM- und auch der Popszene als Collabpartner mit ins Boot geholt. Mit dabei sind unter anderem Icona Pop, Alok, Backstreet Boys, Alan Walker, Timmy Trumpet, will.i.am. oder auch der deutsche DJ und Produzent Felix Jaehn. Das Album konzentriert sich in der ersten Hälfte eher auf kommerzielle Songs und geht dann zum Ende hin immer mehr in Richtung Festival-Sound. Was Genres angeht findet man hier eigentlich nahezu alles, was das EDM-Herz begehrt. Von Popsongs über Latin und Rock bis hin zu Electro House und Hardstyle deckt Steve Aoki hier extrem viele Genres ab. Qualitativ gibt es sowohl schwächere Songs, als auch sehr starke Tracks. Zu den stärksten gehören unter anderem der Opener "Closer To God", "Play It Cool" und auch "Last One To Know" zusammen mit Linkin-Park-Sänger Mike Shinoda. Insgesamt ein extrem vielseitiges Album, wo wohl jeder etwas für sich findet.


Steve Aoki & Alle Farben & Icona Pop - I Love My Friends (And My Friends Love Me) (Mai)

Knapp zwei Monate nach der Veröffentlichung des Albums gab es dann Ende Mai die nächste Single zu hören. "I Love My Friends" legt den gleichnamigen Album-Track nochmal neu auf. Dazugeholt hat sich Steve Aoki neben Icona Pop auch den deutschen Act Alle Farben. Die neue Version macht das Ganze noch etwas housiger. Die eingängigen Vocals der Nummer bleiben erhalten und werden durch einen für Alle Farben typischen Drop ergänzt. Die Nummer klingt klar nach Sommerhit. Mit nur knapp über 2 Millionen Streams hat man dieses Potential aber nicht annährend ausschöpfen können.


Steve Aoki feat. RUNN - Last Of Me (Arknights Soundtrack) (Juli)

Ein unauffälliges Highlight gab es dann im Juli zu hören. Für das Spiel Arknights produzierte Steve Aoki den Song "Last Of Me". Dieser punktet mit wirklich starken Vocals der Sängerin RUNN und einer satten Bassline im Drop. Die Nummer setzt den Fokus aber nicht nur auf den eher kommerziellen Drop, sondern auch auf den Gesang. Insgesamt eine wirklich kleine aber feine Nummer, die man sich auf jeden Fall einmal anhören kann. Sie erreicht auf Spotify aber nicht einmal eine Million Streams.


Steve Aoki & Frank Walker feat. AJ Mitchell - Imagine (Juli)

Ebenfalls im Juli erschien dann noch die Nummer "Imagine" zusammen mit Frank Walker und AJ Mitchell. Die Nummer startet mit wirklich sehr starken Vocals und ist dann im weiteren Verlauf eine moderne Radio-Nummer, die in Richtung Dance-Pop geht. Unterm Strich eine sehr gute Nummer fürs Radio, die außerdem überraschend gut auf Spotify läuft. Fast 10 Millionen Plays hat "Imagine" dort bis heute erreicht.


Steve Aoki & KREAM - Lies (August)

Ende August gab es dann noch eine Single mit mehr EDM-Fokus zu hören. Für "Lies" hat sich Steve Aoki mit dem Duo KREAM zusammengetan. Vor dem Drop hört man runtergepitchte Vocals und groovige House-Klänge. Der Drop schlägt dann klar die Tech-House-Richtung ein. Das klingt zwar alles solide, insgesamt hebt sich das Ganze aber einfach nicht von anderen Tracks dieses Genres ab. Vor allem die Vocals klingen etwas einfallslos. Das hat man so einfach schon zu oft gehört. Die Single erreicht mit 4,3 Millionen Streams aber ordentliche Zahlen.


Steve Aoki & Timmy Trumpet feat. STARX - Tarantino (September) 

Sein Musikjahr 2020 findet mit der letzten Single noch einen bombastischen Schlusspunkt. Für "Tarantino" hat er sich mit Timmy Trumpet zusammengetan, der dieses Jahr sehr festivaltauglich unterwegs war. Und genau das, was Fans dieses Sounds erwarten, gibt's dann auch: Ordentlich Power! Hier wurde eine bekannte Melodie aus den Filmen des Regisseurs Quentin Tarantino gesamplet und in eine Single verwandelt, die für die großen Stages der Welt gemacht ist. Mehrere Psy Trance- und Hardstyle-Drops kombiniert mit den klassischen Trompeten-Sounds von Timmy Trumpet machen aus "Tarantino" einen absoluten Festival-Banger. Mit 2,5 Millionen Streams sind die Spotify-Zahlen bis jetzt eher mittelmäßig.

 

Fazit: 2020 war erneut ein starkes Jahr für Steve Aoki. Sein neues Album "Neon Future IV" bot einen vielseitigen Mix quer durch die EDM- und Pop-Genres. Mit "Maldad" hatte der US-Amerikaner außerdem einen großen Streaming-Hit. Steve Aoki hat 2020 wieder gezeigt, wie wichtig er für die EDM-Szene ist.

 

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    Max · Vor 7 Monaten
    Würde 43 Mio. Stream jz net als großen Steaming-Hit bezeichnen..
Über den Autor
Daniel Leinen

Ich gehe auf ein Gymnasium in Nordrhein-Westfalen und interessiere mich sehr für Journalismus und Musik. Eine Kombination aus beiden und eine gute Chance Erfahrung zu sammeln ist für mich Dance-Charts. Ich bin froh Teil der Redaktion zu sein und schreibe vor allem über neue Songs und Alben, weil ich es sehr interessant finde, wie sich die elektronische Musik weiterentwickelt. Ich finde, dass jedes Genre, egal ob man es mag oder nicht, seine Existenzberechtigung hat. Denn diese Vielfalt ist das Schöne an der Musik.

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