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Monday, 05. December 2016

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13
Sep
2016

Interessantes Debüt-Album mit enormer Abwechslung

Tritonal - Painting With Dreams » [Album Review]

Das US-amerikanische Produzenten- und DJ-Duo Tritonal hat uns in letzter Zeit immer mehr überzeugt und fast jeder Track von ihnen gefällt uns gut. Am 9. September haben die Jungs ihr Debütalbum “Painting With Dreams“ veröffentlicht. Die Vorfreude auf das Album war groß. Einige Singles wie “Broken“, “Blackout“ oder “Getaway“ wurden schon im Vorfeld veröffentlicht. Das Album umfasst 14 Track von denen sechs Tracks bereits bekannt sind. Wir haben uns das Album einmal genauer angehört und fassen in unserer Album Review alle wichtigen Infos zu den vierzehn Songs zusammen. Bei den meisten Songs haben für euch eine Audio zum reinhören eingebunden. Eines können wir im Voraus verraten: Abwechslung ist hier garantiert!

 

1. Tela Vuota

Bei den meisten EDM-Alben darf ein einleitendes Intro zum Anfang nicht fehlen. Das hat sich auch das US-amerikanische Duo gedacht und leitet mit dem Intro-Track “Tela Vuota“ das Album ein. Es verzichtet auf Vocals und besteht allein aus einem Instrumental, das sich stetig hält ohne großen Höhepunkt. Für ein Intro ganz typisch, aber natürlich nichts Besonderes.

2 von 10 Punkten

 

2. Broken (feat. Adam Lambert & Jenaux)

Die zweite Single vom Album wurde bereits am 12. August ausgekoppelt. Sie trägt den Namen “Broken“ und geht als einziger Track auf dem Album in die derzeit beliebte Richtung von The Chainsmokers - Future Pop.  Für die Vocals haben sich die Jungs den bekannten Sänger Adam Lambert ins Studio geholt und bekamen in der Produktion Unterstützung vom Newcomer Jenaux. Die Single ist für uns zweifellos der beste Song auf dem gesamten Album. Die Vocals von Lambert klingen interessant und man hört die extravagante Stimme des Sängers heraus. Die gesamte Produktion rund um Instrumental, Build-Up und Drop ist äußerst gelungen. Der Drop wurde abwechslungsreich gestaltet und kann vollkommen überzeugen. Super Nummer!

9 von 10 Punkten

 

3. Waiting 4 U

Der dritte Track wurde einen Tag vor Release der “Painting With Dreams” als Lyric Video wie gewohnt auf dem beliebten YouTube-Kanal Proximity hochgeladen. Die Nummer lässt es nicht ganz so EDM-lastig wie die anderen Nummern angehen. Die weiblichen Vocals stehen im Vordergrund, doch es nicht bekannt von wem die Stimme kommt. Die Vocals klingen ganz okay. Der Refrain wird durch das ewige Wiederholen schnell zum Ohrwurm, jedoch nehmen wir das dauernde „feel“ als nervig war. Der Drop ist im Dance-Pop-Stil gehalten und klingt solide. Einer der schlechteren Songs auf dem Album.

4 von 10 Punkten

 

4. I Feel The Love (feat. Ross Lynch)

Die vierte Single wurde am Erscheinungstag des Albums, dem 9. September, auf SoundCloud hochgeladen und kann man somit auch als ausgekoppelt bezeichnen. Für die Vocals haben sich die Jungs von Tritonal den Teenie-Star Ross Lynch ins Studio geholt, der durch die Rolle als Austin in der Disney-Serie „Austin & Ally“ bekannt geworden ist. Die Single lässt es etwas ruhiger angehen. Die Vocals sind gelungen und gehen teilweise echt in die Höhe. Auf ein Build-Up wurde verzichtet und nach dem Refrain setzt sofort der Drop ein. Der Drop setzt auf gepitchte Vocal-Cuts, aber ist eher chillig und langsam gehalten.

5 von 10 Punkten

 

5. Getaway (feat. Angel Taylor)

Am 27. Mai erschien die vierte Single-Auskopplung von ihrem Debüt-Album. Die Nummer trug den Namen “Getaway“ und kam bei den Fans so gut an, dass das Lyric Video auf YouTube gleich mal über 1,2 Millionen Klicks sammelte. Für die Vocals haben die Jungs dieses Mal die talentierte Sängerin Angel Taylor verpflichtet. Die US-Amerikanerin leistet einen grandiosen Job und steuert großartige Vocals bei. Das Instrumental passt zu den Vocals und das Build-Up stimmt. Der Drop ist im Progressive-House-Stil, aber unterscheidet sich extrem von anderen Produktionen. Der Drop ist von vielen Soundwechseln geprägt und hat einfach das gewisse etwas. Eine großartige Nummer!

8 von 10 Punkten

 

6. Rewind

Der sechste Track erschien auch bereits im Voraus und ist der einzige Track auf dem Album (mal abgesehen vom Intro) der ohne Vocals auskommt. Eigentlich sind gute Vocals Grundbestandteil der Produktionen von Tritonal, doch scheinbar können sie es auch ohne Vocals. Ein bisschen Gesang ist jedoch zugegebener Maßen vorhanden. Man hört relativ schwach ein paar gepitchte Vocal-Cuts, doch hier steht eindeutig ein frischer Sound im Mittelpunkt. Der Drop ist sehr groovig gestaltet und besitzt eine schöne Melodie. Mal etwas ganz untypisches für Tritonal, aber es gefällt uns wirklich gut!

8 von 10 Punkten

 

7. Painting With Dreams (Nothing Like Them) (feat. Shy Martin)

An siebter Stelle steht die Single mit dem gleichen Namen wie das gesamte Album “Painting With Dreams“. Die Single wird sehr sanft eingeleitet, was für Tritonal total untypisch ist. Der Track beginnt wirklich nur mit ein paar wenigen Piano-Tönen in den ersten 30 Sekunden. Danach kommen weibliche Vocals dazu, die vielen bekannt vorkommen werden. Die Vocals singt die Sängerin Shy Martin, die mit ihrer Tropical-House-Single “The Ocean“ momentan die Charts stürmt. Wer hier auf einen Drop wartet, wartet vergeblich. Der Track setzt rein auf Piano-Sounds und gefühlvolle Vocals mit Gänsehaut-Effekt. Eine gute, emotionale Pop-Ballade, doch das passt nicht zu Tritonal und hat unser Meinung nach auf dem Album nicht viel zu suchen.

4 von 10 Punkten

 

8. Blackout (feat. Steph Jones)

Die achte Single auf dem Album wurde auch im Voraus schon ausgekoppelt und zeichnete sich insbesondere durch die prominenten Remix von FTampa und Madison Mars aus. Die Vocals hat dieses Mal die US-amerikanische Sängerin Steph Jones gegeben und das mit Erfolg. Die Vocals klingen echt sehr gelungen und passen gut auf das temporeiche Instrumental. Das Build-Up wurde nicht unnötig in die Länge gezogen und führt direkt zum Drop. Der Drop klingt ziemlich innovativ. Er beinhaltet eine Mischung aus Progressive House und Trap. Die Mischung klingt mal ganz anders und findet man so kein zweites Mal. Sehr interessante und gelungene Nummer!

8 von 10 Punkten

 

9. Livin‘ The Dream

Eine der Singles, die noch nicht als Einzel-Single veröffentlicht worden sind lautet “Livin‘ The Dream“ und trägt die Tracknummer 9. Im Titel steht zwar kein Vocal-Artist, doch es sind wieder einmal Vocals vorhanden. Von wem sie sind ist uns jedoch momentan nicht bekannt. Der Gesang geht in Ordnung, aber klingt nicht sehr außergewöhnlich. Auch dieses Mal ist die Nummer sehr außergewöhnlich und wieder sehr abwechslungsreich. Das Instrumental besteht aus Gitarren-Percussions und Claps. Mit den Vocals in Kombination klingt es manchmal ein wenig nach Reggae. Der Refrain macht gute Laune und der Drop eignet sich enorm gut zum Chillen. Kein extrem fetter Drop, aber kann man durchaus mal gehört haben. Cooler Song!

7 von 10 Punkten

 

10. This Is Love (feat. Chris Ramos & Shanahan)

Die erste Single-Auskopplung vom gesamten Album steht an zehnter Stelle. Die Single werden viele von euch wahrscheinlich schon mal zu Ohren bekommen haben, denn mit der “This Is Love“ konnten Tritonal in der Szene einen großen Hit setzen. Bei der Nummer kollaborierten die Jungs mit den Newcomern Chris Ramos und Shanahan. Der Song wird von gepitchten Vocals begleitet, die schnell zum Ohrwurm werden können. Der Drop geht in Richtung Progressive House und setzt sich aus zwei harmonierenden Sounds zusammen. Eine coole Single mit super Melodie im Drop.

8 von 10 Punkten

 

11. Running Into Me (feat. Jaden Michaels)*

Das war es mit den ausgekoppelten Singles von “Painting With Dreams“. Zum Abschluss überraschen uns die Jungs nochmal mit vier unveröffentlichten Tracks. Wir beginnen mit der “Running Into Me“ bei der die Sängerin Jaden Michaels die Vocals gibt. Sie macht ihre Sache gut. Die Vocals klingen anspruchsvoll und frisch. Man merkt schnell, dass es sich um eine Progressive House Scheibe handelt. Der Drop klingt recht innovativ, aber das gewisse etwas fehlt. Hört einfach einmal herein!

6 von 10 Punkten

 

12. Set It On Fire (feat. Fred Page)*

Der zwölfte Track “Set It On  Fire“ ist ebenfalls unveröffentlicht und wurde mit dem unbekannten Sänger Fred Page aufgenommen. Man merkt schnell, dass die Nummer nicht ganz so zur Sache geht, sondern es etwas ruhiger angehen lässt. Das Instrumental klingt schon eher locker. Die Vocals sind durchaus gelungen und harmonieren gut mit dem Sound des Tracks. Der Drop ist eigentlich ziemlich Dance-Pop-typisch gehalten. Eine chillige Nummer zum Abschluss des Sommers, doch man hätte mit etwas mehr Power produzieren können.

6 von 10 Punkten

 

13. Escape (feat. Steph Jones)*

Die letzte “normale” Single auf dem Album ist die “Escape”, die erneut mit der Sängerin Steph Jones produziert wurde. Schon bei “Blackout“ machte sie einen klasse Job und steuerte grandiose Vocals bei. Die Vocals der “Escape“ sind qualitativ etwas schwächer, doch klingen auch ganz gut. Zum Abschluss zeigen die Jungs von Tritonal noch einmal einen härteren Stil und gehen zu Progressive House mit fetten Bigroom-Kicks über. Das Build-Up kommt sehr überraschend und wurde sehr kurz gestaltet. Der Drop klingt sensationell. Die Soundwechsel und Übergänge wurden mit einer epischen Melodie kombiniert. 

7 von 10 Punkten

 

14. Only Mortal (feat. Nick Sibicky)*

Der Track mit der Nummer 14 lässt sich eigentlich eher als Outtro bezeichnen und ist mit einer Länge von 5:52 Minuten auch sehr lang. Man hört schnell, die Verbindung zum ersten Song “Tela Vuota“. Erneut ist der Track von harmlosen Piano-Sounds geprägt und lässt es sehr ruhig angehen. Im Gegensatz zum Intro hat die “Only Mortal“ wenigstens eine Art Drop. Um den Drop zu hören muss man den Track ganz hören. Tritonal und Nick Sibicky verbinden Piano-Sounds mit Trap. Interessantes Outtro, in das ihr mal herein hören solltet.

4 von 10 Punkten

Tritonal - Painting With Dreams » [Album Review]

 

Fazit: Das aktuelle Debütalbum “Painting With Dreams“ von Tritonal kann überzeugen und erhält von uns insgesamt 8 von 10 Punkte. Die US-Amerikaner haben es geschafft, ein Album mit enorm viel Abwechslung zu produzieren. Ob Future Pop, Progressive House, Dance-Pop oder Deep House, auf diesem Album findet man nahezu alles. Die Jungs setzen meistens auf die traumhafte Atmosphäre, die schon durch die grandiosen Vocals von unbekannten Sängern bei fast jeden Track entsteht. Die Drops sind teilweise sehr innovativ. Mit Adam Lambert hat man sich einen Star an die Seite geholt. Das Einzige was wirklich fehlt ist die Kollaboration mit einem großen EDM-Produzenten. Ansonsten hat uns Tritonal nicht enttäuscht. Wir hoffen Tritonal schafft es mit einem solchen Album ins diesjährige DJ Mag Voting! Kaufen!

 

*Leider ist momentan keine Audio verfügbar. Im folgenden Minimix könnt ihr in den Song kurz hereinhören.

 

 



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