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Morgens vor Gericht, abends Musikproduzent

Louvie Lost – Zwischen Festival und Gerichtssaal » Biografie

(Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten)

Louvie LostLouvie Lost - Morgens vor dem Verfassungsgericht, abends Musikproduzent.

Es ist ein Lebensentwurf, der sich in unsicheren Zeiten wie diesen noch bewähren wird: Zunächst in Lohn und Brot kommen, um dann von einem sicheren Fundament aus den Traum von der eigenen Künstlerkarriere zu leben. Bereits seit Mitte der 90er-Jahre ist der Landshuter Jurist in der Welt der elektronischen Musik unterwegs. Eine kurze Chronik des beeindruckenden Werdegangs von Louvie Lost alias Maximilian Kaiser.


Anfänge als DJ

Die Musik wurde Louvie Lost geradezu in die Wiege gelegt. Als Sohn eines Musiklehrers und Komponisten aus dem niederbayerischen Landshut kam er bereits früh mit professioneller Musikproduktion in Kontakt - wenngleich zunächst noch mit klassischer Musik. Er selbst begann seine musikalische Karriere früh als passionierter Sänger und Violinist, die ihn bis zu einem Solo-Auftritt vor mehreren Tausend Zuschauern im heutigen Heimspielort der Basketballmannschaft des FC Bayern München brachte. Sein Grundstock an musiktheoretischem Wissen erleichterte ihm seinen späteren Einstieg in die elektronische Musikproduktion enorm. Noch vor seinem Studienantritt startete er seine DJ-Karriere im Mainstream der Radio-Charts. Denn direkt nach dem Abitur hat er in Südengland erste Erfahrungen an den Plattentellern sammeln dürfen. Seine anfängliche Begeisterung für Popmusik schlug mit dem Beginn der Euro-Dance-Welle in eine Faszination für elektronische Tanzmusik um. 

Louvie LostAuch nach dem Beginn seines Jurastudiums in der Universitäts- und Weltkulturerbestadt Regensburg fand man Louvie Lost an den Turntables diverser Haus- und Studentenparties, auf denen er die Mengen nicht nur mit Acid-House-Beats, Progressive- und Uplifting-Trance-Tunes, sondern auch mit Popcharts zum Beben brachte. Noch während seines Studiums begann er mit seinen allerersten elektronischen Eigenproduktionen an seinem noch heute laufenden Yamaha ES-7-Synthesizer und einer recht frühen Version von Steinbergs Cubase. Insbesondere Größen wie der holländische Produzent Armin Van Buuren, Paul van Dyk, Kai Tracid und Westbam, aber auch die Faszination der berauschenden Berliner Loveparade oder manch anderer bassgeschwängerter Straßenparade (z.B. in Zürich) beeinflussten seinen Stil nachhaltig. Highlight zu dieser Zeit war für Louvie Lost ein Gig als Gast-DJ im berühmten Surfer-Club „Bakoua“ in Hossegor an der französischen Atlantikküste.

Obwohl Louvie Lost seiner Musik immer treu blieb, musste er die Produktionen jedenfalls für die Dauer der Vorbereitung auf die beiden juristischen Staatsexamina ruhen lassen - quasi ein Fulltime-Job, der kaum Zeit für Eigenproduktionen zuließ. Nachdem er beide Examina dann erfolgreich absolviert hatte, verdingte sich Louvie Lost von Anfang an als selbständiger Rechtsanwalt, zunächst in einer Regensburger Kanzlei, bevor er sich als Strafverteidiger und Anwalt für Arzthaftungsrecht in Landshut niederließ. Dank seiner Expertise im Medizin- und Strafrechtrecht konnte er bereits als junger Anwalt Erfolge vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht, dem Bundesgerichtshof und sogar vor dem Bundesverfassungsgericht für sich verbuchen.


Jurist und Produzent

Louvie LostGenau das zeichnet Louvie wohl aus: Während andere überwiegend vergeblich dem Traum vom professionellen DJ-Lifestyle nachjagen, hat er sich zunächst eine solide berufliche Basis aufgebaut. Auf diesem sicheren Fundament startet er jetzt voll mit seiner Musik durch - ein Privileg, das wie eine Versicherung gegen das musikalische Scheitern wirken könnte. Nachdem ihm Freunde nun dazu geraten hatten, sein Talent doch tatsächlich auch für professionelle Musikproduktionen zu nutzen, begann er, sich ein fachgerechtes Studio mit vier Synths (u.a. ein Waldorf Quantum und ein Sequential Prophet X), Rundum-Soundsystem und Neumann-Mikrofon einzurichten und seine Karriere wieder voranzutreiben. Ab 2018 ging es dann mit der Gründung seines eigenen Labels “Louvie Lost Music” steil bergauf. Nach dem Markenschutz folgten erste Releases auf Spotify, Apple Music und Amazon Music. Tagsüber ist Louvie also der seriöse, erfolgreiche Strafverteidiger in teils spektakulären Strafprozessen bzw. als Medizinrechtler in Verfahren um schwere ärztliche Behandlungsfehler tätig, und nachts taucht er als Musikproduzent ins professionelle Musikstudio des eigenen Labels ab. Wer kann so etwas schon von sich behaupten?

Mit frischem PR-Support und einem engagierten Management ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis Louvie Lost nicht nur nationale, sondern sogar weltweite Bookings spielen können wird. Seine Tunes gehen in Richtung Trance und Ambient, sie folgen emotionalen und melodischen Ausprägungen des EDM. Seine bislang 30 Eigenproduktionen können sich jedenfalls mehr als sehen lassen. Sein erstes Debütalbum “His Music” erschien 2019 und demonstrierte seiner wachsenden Fanbase seinen melodischen, angenehmen Style. Innovative Melodien und Harmonien, untypische Rhythmen und dazu Vintage-Klänge - Louvie Lost produziert Musik mit Seltenheitswert … und sie werden qualitativ immer besser. Für einen neuen Track benötigt er etwa einen Monat, bevor die Songs von erfahrenen Toningenieuren in Köln gemastert werden. 2020 erschienen bislang zwei Singles, die melodische, entspannte Komposition “Bibi Butterfly” und der Oldschool-Trance-Track “Hard Session”, der durch seine pumpende Bassline besticht. Am 11. Mai war es dann so weit und sein neuestes Release “Shooting Star” schlug in den Downloadstores dieser Welt auf. Mit seinem neuen Uplifting-Trance-Track setzt Louvie Lost einen weiteren Meilenstein in seiner anlaufenden Karriere als internationaler Produzent und DJ. Bei der Beatport Producer Challenge 2020 schickt Louvie Lost auch noch den unbekannten Track „No Palavas“ ins Rennen. Besucht doch einfach mal die Seiten von Louvie Lost in eurem Streaming-Portal oder auf Instagram. Verlierer sehen jedenfalls anders aus. Louvie Lost, wir hören von Dir!

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Über den Autor
Maximilian Wild

Ich bin Jurastudent und bereite mich derzeit auf mein Staatsexamen vor. Meine Interessenschwerpunkte liegen im Bereich des geistigen Eigentums, das sich mit meinem ausgeprägten Interesse für Musik trifft. Für Dance-Charts.de verfasse ich hauptsächlich Nachrichten, Kommentare und Kolumnen, die sich mit aktuellen Entwicklungen der Szene befassen. Ich favorisiere kein Genre besonders, sodass sich in meinen Playlisten bunte Mischungen aus Tech House, Hardstyle und EDM finden. Mein absoluter Lieblingsact ist allerdings das deutsche House-Duo Claptone.

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