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MONTAG, 25. September 2017

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Afrojack: Das waren seine Tracks in 2016DJ und Produzent Afrojack

Für Nick van de Wall alias Afrojack war 2016 musikalisch vielleicht nicht sein erfolgreichstes,- aber dennoch ein sehr produktives Jahr. Der niederländische DJ und Produzent veröffentlichte Singles, Edits, Remixe und Co-Produktionen bei denen er als Feature-Artist auftaucht. Der ganz große Hit - sowohl in den kommerziellen Charts, als auch im Club-Segment - blieb aus. Dennoch wollen wir auf jeden Song, respektive Mix, bei denen Afrojack in diesem Jahr seine Finger im Spiel hatte, einen Blick werfen. Die nachfolgende Liste ist nicht chronologisch sortiert. Beginnen werden wir mit einer der wohl bekanntesten Produktion Afrojacks aus 2016.


Fais & Afrojack - Used To Have It All (Oktober)

Die überzeugende Produktion, die Afrojack gemeinsam mit Fais an den Start brachte, ist eine Mischung aus Future House, Dance und Future Pop. Außerdem ist die „Used To Have It All“ die Follow-Up Single der „Hey“, zu der wir später noch kommen werden. Der niederländische Sänger Fais verleiht der „Used To Have It All“ den besonderen Charme, den es braucht, um in den Charts durchzustarten. Leider klappte das dennoch nicht. Bis auf einen Platz 55 in den holländischen Charts hat der Titel nichts viel gerissen - leider. Dabei kann man ihn durchaus als innovativ betrachten. Auch das zugehörige Musikvideo ist sehenswert. Es erzählt passend zur Musik eine Geschichte. Wer auf tanzbare Musik mit sanften Klängen steht, sollte sich die Zeit nehmen und in die Fais & Afrojack Produktion reinhören, sofern noch nicht geschehen.


Fais feat. Afrojack - Hey (Februar)

Anfang 2016 erschien die erste Zusammenarbeit von Fais und Afrojack. Hier war der niederländische DJ und Produzent noch als Feature-Artist genannt. „Hey“ ist der direkte Vorgänger der „Used To Have It All“. Mit 120 Mio. Klicks kann man den Song durchaus als erfolgreich bezeichnen. Wenngleich die Chart-Performance vermutlich nicht an Ansprüchen gerecht geworden ist. Platz 7 in den Niederlanden und Platz 12 in Schweden. Ansonsten fiel die Ausbeute eher mager aus. Dabei hat der Song einiges zu bieten. Neben den hervorragenden Vocals überzeugt auch das Instrumental-Playback des Tracks. Future-Pop vom Feinsten.


Afrojack & Hardwell - Hollywood (Januar)

Dass Afrojack ein extrem vielseitiger Produzent ist, beweist er unter anderem mit der „Hollywood“. Die Kollaboration mit Hardwell ist waschechter Bigroom EDM. Minimal gehalten. Das gilt sowohl für die Breakparts, als auch für den Drop. Hier ackern sich lediglich Kickdrum, Snare und Hookline durch das Arrangement. Sehr einprägsam, aber auf Dauer eine Spur zu eintönig. Auch die ruhigen Stellen der „Hollywood“ können diese Manko nicht wettmachen. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Die Afrojack und Hardwell Produktion ist durchaus solide, hat aber nicht das Zeug nachhaltig zu sein. Oder erinnert sich jemand noch an die Veröffentlichung aus dem Januar 2016 ganz konkret?


Afrojack - Gone (Audio) ft. Ty Dolla $ign (August)

Eines der größten Flops von Afrojack im Jahr 2016 war die „Gone“, bei der Ty Dolla $ign das Featuring gibt. Auch diese Future-Pop Single konnte am Markt nicht überzeugen und schaffte es nicht sich in Single-Charts zu platzieren. Dabei hatte man mit Tyrone William Griffin Jr. Alias Ty Dolla Sign ein echt starkes Zugpferd am Start. Die „Gone“ verband Pop-Musik, R&B und Future Pop. Es fehlte aber das einie Hit-Element, dass den Titel zum Erfolg machen sollte. In einigen Monaten wird sich niemand mehr an diesen Song erinnern…


D.O.D - Taking You Back (Afrojack Edit) (März)

Im März wurde die D.O.D Single „Taking You Back“ samt Afrojack Edit veröffentlicht. Der Signature Sound von D.O.D bleibt hier aber komplett erhalten; auch wenn Afrojack seine Finger mit im Spiel hatte. Der relativ innovative Track ist stilistisch irgendwo zwischen Future House und Bass House angesiedelt. Markantes Widererkennungsmerkmal: Der Hoover-Sound aus den frühen 90er Jahren, der hier verwurstet wurde (Armin van Buuren lässt grüßen). Insgesamt eine sehr coole Club-Produktion, die man auch Monate nach seiner Veröffentlichung spielen kann.


Major Lazer - Cold Water (feat. Justin Bieber & MØ) (Afrojack Remix) (September)

Eines der größten Hits des Jahres war die „Cold Water“ von Major Lazer und den Vocalisten Justin Bieber & MØ. Der offizielle Afrojack Remix zum Song kann sich durchaus sehen lassen. Er interpretiert das Thema neu und setzt eigene Akzente. Auch hier lässt Nick van der Wall Future Pop Elemente einfließen. Wenngleich diese Mix nicht der stärkste Remix der „Cold Water“ ist, hat er Einzug in viele DJ-Sets gehalten.


Ravitez & Afrojack - The Great Escape (ft. Amba Shepherd) (November)

Noch nie von diesem Song gehört? Macht nichts. Da bist du sicherlich nicht alleine. Kaum jemand hat die „The Great Escape“ hat dem Schirm. Der Song geht in die Progressive House Schiene und Sängerin Amba Shepherd singt die Lyrics. Mit seinen Quitsch-Sounds konnte sich dieser Titel nicht durchsetzen. Die Kollaboration von Ravitez & Afrojack wurde im November auf Afrojacks eigenen Label Wall Records veröffentlicht.


Ravitez & Afrojack - System (ft. MC Ambush) (Juni)

Als Follow-Up der „The Great Escape“ wurde die „System“ veröffentlicht. MC Ambush gibt hier das Feature. Der Titel ist im Kern im Electro-House anzusiedeln, und lebt von seiner markanten Hookline bzw. dessen Sound. Leider konnte die „System“ nur wenige Kritiker überzeugen. Vielleicht lag es am Nerv-Faktor des Lead-Synth. Ist aber auch Geschmackssache.


Apster ft. Afrojack, Ambush & Romysa - Drop That (Juli)

MC Ambush arbeitete auch bei der “Drop That“ mit Afrojack zusammen. Hier ist Nick wieder als Feature-Artist am Start. Apster ist der eigentliche Künstler bei diesem Club-Track. Sängerin Romysa sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Sie liefert die beruhigenden R&B Vocals im Breakpart. Im Mainpart zieht der Titel das Tempo deutlich an und gibt ordentlich Gas. Die Sound-Signature von Afrojack vermag man deutlich zu hören. Aber auch hier blieb der große Erfolg weitestgehend aus. Dennoch darf man sich das offizielle Musikvideo zur „Drop That“ ruhig öfter geben.


Afrojack & Laidback Luke - Move To The Sound (ft. Hawkboy) (Mai)

Laidback Luke und Afrojack - was für eine coole Kollaboration. Und das Ergebnis ist genau so geworden, wie man es hätte erwarten können. Ein kranker Leadsound - extrem hoch in den Lagen gespielt - ist hier das markante Merkmal. Da reichen die Raps von Hawkboy auch nicht heran. Ebenfalls cool: Das offizielle Musikvideo zur „Move To The Sound“. Im Prinzip ist der Titel eine interessante Evolution des älteren Dirty-Dutch Sounds, den Afrojack und Laidback Luke vor 4-5 Jahren gefahren haben. Kult-Faktor.


Karim Mika - Sax (Afrojack Edit) (Februar)

Saxophon und Bigroom EDM mit einem Beat, der nicht straight 4-to-the-Floor ist. Kann funktionieren, muss aber nicht. Letzteres ist hier der Fall gewesen. Bei kaum einem namhaften DJ tauchte der Titel in der Playliste auf. Wenngleich der Titel im Drop einiges an Power besitzt, sind die Breakpart vielleicht eine Spur zu durchgeknallt gewesen. Das verstimmte Saxophon ist halt nicht jedermanns Geschmack. Auf jeden Fall ist die „Sax“ im Afrojack Edit innovativ und einzigartig.


KIIDA - Fork (Afrojack Edit) (Dezember)

Erst vor wenigen Tagen wurde der Afrojack Edit zur „Fork“ von KIIDA veröffentlicht. Kein Future Pop, kein softer Dance - hier geht es in bester Bigroom Manier zur Sache. Mit an Bord ist jede Menge Groove und Dubstep-Wobbles. Klassike Afrojack-Fans werden hier ihre Freude haben. Man darf gespannt sein, ob die „Fork“ im Afrojack Edit auch über das Jahr 2016 hinaus noch in der Club-Szene eine Rolle spielen wird. Der Epic-Faktor stimmt jedenfalls und das Potential ist da.

 

Fazit: Es war nicht das erfolgreichste Jahr für den Niederländer Afrojack. Viele seiner Singles floppten. Auch seine Edits, die vornehmlich auf seinem eigenen Label Wall Recordings veröffentlicht wurden, konnten sich nicht etablieren. Aber es gibt auch Ausnahmen. Die Single, die am meisten Hit-Glamour mit sich brachte war die offizielle Hymne zur Fußball EM "This One's For You" von David Guetta ft. Zara Larsson, bei der Afrojack als Co-Produzent gelistet ist. Hier taucht seine Name allerdings nicht im Titel auf, so dass er nicht in dieser Liste genannt ist. Wie dem auch sei - man darf gespannt sein, was das Jahr 2017 für Afrojack bringen wird.

http://vg07.met.vgwort.de/na/5b48f23277ad4b8f8629418e424a37cc

 



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