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Über aktuelle Tracks, Erfahrung und Urlaubsländer

Fedde Le Grand im Interview

Fedde Le GrandFedde Le Grand

Fedde Le Grand ist einer der erfahrensten DJs und Produzenten der aktuellen EDM-Szene. Der Niederländer gehört zur Generation von Armin van Buuren und Tiësto. Man kann den Produzenten, der bereits seit 17 Jahren professionell als DJ tätig ist, als DJ-Legende bezeichnen. 2006 feierte er mit “Put Your Hands Up For Detroit” einen Riesen-EDM-Hit, den bis heute noch jeder Liebhaber der elektronischen Musik feiert. Ein Jahr später folgte mit “Let Me Think About It” der erste kommerzielle Erfolg, der durch die Melodie mit den Trompeten-Sounds bekannt geworden ist. Heutzutage landet Fedde Le Grand zwar keine Mega-Hits mehr, er steht jedoch immer noch beim größten EDM-Label der Welt, Spinnin’ Records, unter Vertrag, wo konstant Musik von ihm veröffentlicht wird. Der Sound des Dutch-DJs hat sich ins Groovige verwandelt. Wir haben mit dem erfahrenen Produzenten im Interview gesprochen. Der Niederländer spricht über seine aktuellen Singles “Firestarter” und “Coco’s Miracle”, seinen Signatursound, die jahrelange Erfahrung und seine Lieblingsländer zum Urlaubmachen.


Dance-Charts:
Hey, Fedde Le Grand! Am 28. Juli hast du die Single “Firestarter” mit Ida Corr und Shaggy veröffentlicht. Wie haben die Fans auf den Track reagiert?

Fedde Le Grand: Die Reaktionen waren überwältigend. Ich bin sehr glücklich mit den Resonanzen, die der Track bekommt. Besonders der Original Mix ist etwas weiter entfernt von dem, was die Leute von mir erwarten. Als ich die Vocal von Ida Corr erstmals gehört habe, wusste ich sofort, was ich aus dieser Aufnahme machen wollte. Ich persönlich denke, dass der Track die perfekte Passform bekommen hat. Ich bin sehr dankbar, dass meine Fans so aufgeschlossen gegenüber anderen Genres sind. Außerdem bin ich mit dem Club Mix zufrieden. Der passt perfekt in meine Sets, also ich bin mit beiden Mixen super glücklich.

Dance-Charts: Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Kollaboration mit Shaggy?

Fedde Le Grand: Also der Track war erst nur als Kollaboration zwischen mir und Ida Corr geplant. Nachdem wir nochmal über die Aufnahme gesprochen hatten, fiel uns auf, dass noch etwas fehlt. Sie kam auf die Idee Shaggy zu fragen, ob er Lust hätte einen Teil des Songs zu übernehmen… der Rest ist Geschichte! 

Dance-Charts: Der Drop von “Firestarter” klingt ein bisschen afrikanisch. Ähnlich wie die Tracks von Major Lazer. Hast du dich von deren Sound inspirieren lassen oder wie kam der Drop zustande?

Fedde Le Grand: Ich schätze schon. Ich meine, man wird immer von Dingen um einen herum beeinflusst und das ist auch gut so. Dieser Song entstand hauptsächlich durch eine Gesangsmelodie, die Ida mir geschickt hat und die gab mir einen klaren Impuls, in welche Richtung der Song gehen sollte. Manchmal weißt du sofort, was du machen musst, damit es zusammenpasst. Ich bin zufrieden mit dem, was dabei herumgekommen ist.

Dance-Charts: Drei Monate zuvor ist die Single “Love’s Gonna Get You“ mit D.O.D. erschienen. Wie hat dir die Arbeit mit D.O.D. gefallen?

Fedde Le Grand: Es hat echt Spaß gemacht mit D.O.D. zu arbeiten. Wir haben die Kollaboration ausschließlich über das Internet gemacht, einfach unsere Versionen hin und her geschickt. Aber wir haben uns einmal in Miami bei einem Event von Darklight Sessions während der Music Week getroffen. Dort haben wir später gemeinsam ein Q & A mit einem Fan via Skype gemacht, was sehr lustig war. Ich denke, Dan ist ein Supertalent und ein lustiger Typ. Ihm steht eine große Karriere bevor.


Dance-Charts: Manche Leute behaupten, du hättest keinen Signatursound. Würdest du dieser Aussage zustimmen oder gibt es einen Sound, bei dem du dich am wohlsten fühlst?

Fedde Le Grand: Oh definitiv gibt es einen solchen Sound! Ein Sound mit einem krassen Groove und ich denke, es gibt in jedem meiner Songs, die aus meinem Studio hervorgehen, eine Signatur meinerseits. Es ist vielleicht schwierig sie zu finden, weil es bei mir nicht DAS Element gibt, aus dem hervorgeht, dass das ein Track von mir sein muss. Ich war noch nie so der Typ, der sich auf einen speziellen Sound konzentriert hat, aber ich mag es inspiriert zu werden und damit zu arbeiten, was mir gefällt. Das spricht mich musikalisch an.

Dance-Charts: Man merkt, dass du viele neue Sounds ausprobierst. Können wir auf einen Track im aktuell so beliebten Future-Bass-Style hoffen?

Fedde Le Grand: Nein, ich denke nicht. Vielleicht findet ihr ein paar Einflüsse hier und da, aber ich versuche meistens Einflüsse aus verschiedenen Styles zu nehmen, anstatt mich auf ein spezifisches Genre zu fokussieren.

Dance-Charts: Du bist länger als 17 Jahren im Musikbusiness unterwegs und veröffentlichst seit 2000 professionelle Musik. Wie würdest du die Entwicklung des Sounds der Szene und von dir selbst in den letzten 17 Jahren beschreiben?

Fedde Le Grand: Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, Musik entwickelt sich immer weiter und das ist auch gut so. Es fühlt sich jetzt jedoch so an, als würde sich ein Kreis schließen. Die Sounds  wurden eine Zeit lang immer härter, lauter, energischer und ich finde, dass lässt momentan wieder etwas nach. Der Raum zum Experimentieren und Ausprobieren von neuen Dingen hat wieder etwas zugenommen. Mir persönlich gefällt das sehr und es fühlt sich nach einer sehr inspirierenden Zeit im Studio an. Ich liebe es, wenn man so wenig Regeln wie möglich hat und einfach dem Sound seines Herzens folgen kann.

Dance-Charts: Dein 40. Geburtstag steht vor der Tür. Es gibt noch ein paar DJs wie Armin van Buuren oder Tiesto, die so alt sind wie du, aber wenn man es mit der Szene vergleicht, seid ihr ziemlich alt. Was denkst du: Welche Vor- und Nachteile hat das Alter?

Fedde Le Grand: Haha, diese Frage gefällt mir nicht (lacht). Ich bin einfach glücklich, dass ich immer noch das machen kann, was ich am meisten liebe und das ist echt nicht selbstverständlich. Ich muss sagen, dass das Reisen manchmal härter ist als es früher war, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ein Problem des Alters ist oder, dass man lange Flüge generell heute mehr scheut als früher. Außerdem hat die Aufregung an einem neuen Ort zu sein etwas nachgelassen, denn man war schon an so vielen besonderen Orten und hat einfach schon so viel gesehen. Aber ich muss dazu sagen das sind echt alles Luxusprobleme, wie du gesagt hast.

Dance-Charts: Arbeitest du momentan an einer Kollaboration?

Fedde Le Grand: Ja, sogar an mehr als an einer, aber ich muss das leider für mich behalten. Aber ich habe ja noch eine aktuelle Kollab, die gerade auf Spinnin‘ Records veröffentlicht wurde. “Coco’s Miracle“ – Eine Kollaboration zwischen mir und Dannic.


Dance-Charts: In den Niederlanden war letztens ein großer Fußball-Hype, weil die Frauen die Europameisterschaft gewonnen haben. Hast du die Spiele gesehen oder bist du kein Fan von Fußball?

Fedde Le Grand: Um ehrlich zu sein, ich bin ziemlich arbeitssüchtig, besonders während des Sommers. Wenn ich nicht auf Tour bin, bin ich in meinem Studio und zu sehr seltenen Gelegenheiten versuche ich mich um mein Privatleben zu kümmern (lacht). Neben dem Tourleben würde man mich nicht oft auf dem Sofa vor dem Fernseher finden. Also nein, leider habe ich es nicht gesehen, aber ich habe gehört, es war legendär.

Dance-Charts: Hier sind sieben Länder, in denen oft Urlaub gemacht wird. Sortiere sie nach dem Kriterium, wie gern du dort Urlaub machen würdest und erkläre uns warum. USA, Thailand, Schweden, Spanien, Österreich, Niederlande, Griechenland

Fedde Le Grand:

  1. Niederlande: Ich liebe es zu Hause zu sein, vielleicht sogar lieber als Urlaub zu machen. Ich könnte nicht irgendwo außerhalb meines Hauses lange wohnen, ich liebe eine gute Nacht in meinem eigenen Bett, aber wenn es eine Distanz ist, die mit dem Auto erreichbar ist, bin ich gerne dabei.
  2. Thailand: Ich denke, es ist ein atemberaubendes Land, in dem super freundliche Menschen wohnen.
  3. Spanien: Ich liebe Spanien! Ich liebe Ibiza, Barcelona … es gibt so viele tolle Orte dort, die mir gut gefallen.
  4. USA: Dort gibt es großartige Orte, aber Los Angeles wird immer einer meiner Lieblingsorte sein, wenn ich unterwegs bin und mal ein paar Tage frei habe. Ich bin glücklich dort wo ich lebe, aber wenn ich jemals ins Ausland gehen würde, wäre für mich sicherlich LA die erste Option.
  5. Schweden: Die Natur ist absolut atemberaubend. Ich denke ich würde nicht gerne einen ganzen Urlaub dort verbringen, aber um ein paar Tage zu relaxen und sich zu erholen, wäre das auf jeden Fall denkbar.
  6. Griechenland: Ich mag Griechenland sehr. Zwei Freunde von mir haben vor ein paar Jahren dort geheiratet und wir hatten eine wirklich tolle Zeit, aber irgendwie wäre es für mich nicht das erste Reiseziel, was ich zum Urlaubmachen wählen würde.
  7. Österreich: Österreich ist ebenfalls toll. Es ist echt schön und entspannend. Dort ist allerdings nicht das beste Wetter, um für ein paar Tage Urlaub zu machen.


Dance-Charts: Nenn uns jeweils drei Newcomer/Talente aus der aktuellen EDM-Szene, die dir gefallen. Drei Newcomer in DJing und drei Newcomer im Produzieren.

Fedde Le Grand:

DJ-Newcomer: Ich weiß nicht genau, was man als Newcomer bezeichnen kann, aber ich möchte an dieser Stelle gerne folgende Namen nennen: Brohug, Kryder und Tom Staar.

Produzenten-Newcomer: Funkmachine ist definitiv ein Name, den man sich merken sollte und ich darf auf keinen Fall meinen Buddy Dannic vergessen, mit dem ich ja kürzlich noch “Coco’s Miracle“ veröffentlicht habe, womit ich sehr glücklich bin. Ich würde Dannic nicht als Newcomer bezeichnen, aber eine kleine Erwähnung schadet nicht. Der Letzte ist D.O.D. Er ist sehr talentiert und hat einen tollen Charakter. Unsere letzte Kollab “Love’s Gonna Get You“ war super!

Dance-Charts: Danke für das Interview! Hast du ein paar letzte Worte an deine deutschen Fans?

Fedde Le Grand: Ich freue mich, euch bald wieder zu sehen. Ich wünsche euch alles Gute!

 

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Über den Autor
S. Wernke-Schmiesing

Während meines Studiums gründeten wir 2008 die Dance-Charts. Als reine Musik-Promotion-Agentur gestartet, entwickelte sich die Plattform zu einem der größten Blogs und News-Portale für Dance-Musik in Deutschland. Als Chefredakteur heißt es täglich News recherchieren und Entscheidungen treffen. Neben der Tätigkeit für die Agentur bin ich regelmäßig als DJ in Clubs und Großraumdiskotheken unterwegs.

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