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Großer Rückblick

Airbeat One 2017: Review

(Geschätzte Lesezeit: 9 - 18 Minuten)
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Anfahrt und Camping

Im Allgemeinen ist das Camping ja immer ein sehr großes Thema bei einem Festival, da es ja sozusagen das „eigene Heim“ für ein paar Tage darstellt. Demzufolge bringt das auch immer das eine oder andere Problem mit sich. Jedoch hat die Organisation vom Airbeat One dieses Jahr schon im Voraus versucht, diesem aus dem Weg zu gehen, was ihnen auch super gelungen ist. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren war die Anfahrt um einiges unkomplizierter. Schon vorher wurde via Facebook und E-Mail-Newsletter ausreichend über die verschiedenen Wege zum Campinggelände hingewiesen. Ebenfalls fand man an der Autobahn Hinweisschilder, sodass man die Ausfahrten gar nicht verpassen konnte. Es war schnell festzustellen, dass die Anfahrtswege ausgebaut wurden und somit auch keine Staus mehr zustande kamen. Allerdings musste der eine oder andere vorher eine Polizeikontrolle mit einplanen. Auch einige Flixbusse wurden angehalten und genau untersucht. Für Sicherheit war also gesorgt.

Was das Camping betraf, gab es wieder drei Bereiche, in denen die Besucher ihre Zelte aufschlagen konnten: Green Camping, Main Camping und VIP Camping.

Wie man es dem Namen schon entnehmen kann, war das Green Camping eine umweltfreundliche Zone. Das Auto konnte hier nur auf einem separaten Parkplatz abgestellt werden und sämtliche Stromgeneratoren waren nicht erlaubt. Insofern konnten auch keine Musikboxen das Gelände beschallen. Vergleicht man dies mit dem Main oder VIP Camping war es hier, ohne Frage, ruhiger.

Wer also ein bisschen mehr Action in der Bude brauchte, konnte sich sprichwörtlich im Main Camping austoben. Abgesehen von der Primetime, muss man sagen, dass Ausschlafen hier nicht möglich war. Ab spätestens 09:00 Uhr wurden alle Anlagen auf Hochtouren gebracht. Dabei waren Musikstile aller Art vertreten. Neben 90er-Hits, Rockmusik und natürlich der auf dem Festival vertretenden Musik, war auch wieder die klassische Cantina-Band zu hören.

Wenn man im Nachhinein einen Blick auf den Main-Campingplatz wirft, fallen einem aber in erster Linie die Unterschiede der einzelnen Gruppen auf. Alles war vertreten. Von Besuchern, die nur mit einem Zelt und einem Koffer angereist waren, bis hin zu welchen, die mit Zirkuszelt, Lichtanlagen, Couchgarnituren und Pool auf dem Platz eintrafen. Doch dies tat im Hinblick auf die Stimmung nichts zur Sache, denn der Grund für die Anreise war bei allen gleich: Feiern! Flunkyball-, Volleyball- und Trichter-Turniere fanden an jeder Ecke statt.

Doch beim Zustandekommen der einzelnen Camprunden stockte es. Die Anreisenden ohne Auto bekamen keine Orte zugewiesen und mussten, egal mit wie vielen Leuten man da war, auf eigene Faust mit dem Gepäck durch die Gänge wandern und Lücken suchen, in die man sich engen musste. Dies tat im Grunde genommen aber wenig zur Sache, da die Konzentration ja nicht auf dem Verweilen im Zelt lag.

Je weiter hinten man campte, desto mehr erlebte man auch. Auf dem Weg zum Festival gab es Unzähliges zu sehen. Die Sofas wurden teils auf große Busse gehievt, Dancefloors wurden ebenfalls auf diesen errichtet und die Mittelgänge wurden zu unterschiedlichen Zonen umfunktioniert; so gab es Slo-Mo-, Dance- oder Limbo-Bereiche und wer nicht mitwirkte, erhielt eine Ladung Wasser ins Gesicht (auf Dauer eine ziemlich nasse Angelegenheit). Langeweile wurde somit gänzlich aus der Welt geschafft. Zusätzlich spielte das Wetter mit. Es war warm und die Sonne schien zur meisten Zeit.


Betrachtet man den Tagesablauf genauer, ging der erste Weg morgens für viele nach einer Runde Dosenfutter und dem ersten Bier in Richtung Duschen. Diese zeigen eine starke Steigerung zum letzten Jahr auf. Nahezu alle Anlagen waren das ganze Wochenende über einsatzfähig und sauber. Zudem wurden Zelte zum „Aufstylen“ errichtet mit Stromanschlüssen für Fön, Glätteisen, whatever. Die Toiletten hingegen konnten mit nahezu „mangelhaft“ bewertet werden. Während sie letztes Jahr mit überdurchschnittlicher Qualität überzeugten, waren alles in allem die WC-Bereiche fast alle drei Tage über geschlossen. Die Urinale liefen ab mittags über und die Dixi-Klos waren teilweise aufgrund großer Seen vor diesen schlichtweg nicht erreichbar. Aber wer gesucht hat, der hat auch gefunden.

Die Essensstände konnten auf ein Neues mit Vielfalt und Qualität überzeugen. Neben standardgemäßen Pommes und Pizza gab es unter anderem auch einen großen Veggie-Stand. Auch hier lief natürlich laut Musik. Safeboxen und Aufladestationen waren ebenfalls zu finden, genauso wie eine Zweirad-Bahn, ein Tattoostudio und sämtliche Merch-Stände. Zu einem großen Spektakel wurde der von Karstadt-Sport gesponserte „Beach“, der aus einer großen Sandfläche, einem Volleyballfeld und einem großen Pool bestand. Neben viel Spaß war hier auch Chillen und Kräftesammeln für den Abend angesagt.

Schade ist jedoch, dass die Dekoration hier eher Mangelware war. Vom Thema „USA“ war hier rein gar nichts zu spüren. Es kann natürlich auch sein, dass dies Taktik war, da man am Eingang einen sogenannten „Boardingpass“ (siehe Anfang des Berichts) erhielt und der Campingplatz in Terminals und Gates aufgeteilt war. Der Flughafen ist ja auch im „echten Leben“ ein neutraler Ort. Aber diese Vermutung ist auch lediglich Interpretation. Vielleicht gibt das Motto für das nächste Jahr mehr Raum für Dekoration - noch wurde ja kein Thema bekanntgegeben.

Im Allgemeinen ist das Main-Camp mehr als ausreichend, sofern man nur schlafen und sich nötigst fertig machen will und die Hauptintention das Festivalgelände ist. Die sanitären Anlagen haben viel Luft nach oben gelassen, hingegen war die Stimmung einfach großartig und es gab viele Aktivitäten, was definitiv genug Möglichkeiten für Spaß offen ließ. Doch im Fall von Sauberkeit und Hygiene konnte der Platz nicht im Geringsten mit dem VIP-Camp mithalten. Dazu kam, dass hier keine „Livemusik“ verfügbar war.

Airbeat One 2017

Im VIP Camping ging es dann also doch etwas ordentlicher vonstatten. Allerdings stieg ebenso hier eine Party nach der anderen - auf den privaten Dancefloors der Besucher (jedoch etwas glimpflicher, als im Main Camping) aber auch im VIP Camping Village. Dieses stellte viele Extra-Angebote bereit, wie Chill-Möglichkeiten, Waterworld, Pool sowie einen VIP-Floor mit extra DJ-Sets (welche wirklich zu empfehlen sind!).

Aber auch für die persönliche Versorgung wurde mehr als genug gesorgt: Im Gegensatz zum Green und Main Camping gab es hier nämlich ein exklusives Frühstücks-, Mittags- und Abendbrotsangebot, welches man sich gönnen konnte. Besonders ein frischer Kaffee und Brötchen am Morgen wurden gerne in Anspruch genommen. Für die ganz vornehmen Camper gab es sogar einen Friseur, Nagelstudio und Massage. Wie man schon merkt, konnte man mit diesen ganzen Angeboten unbesorgt in die Festivalnacht starten, denn Entspannung gab es hier genug. Der VIP-Campingbereich empfiehlt sich also besonders für die, die gerne neben dem Festival auch Lust auf ein wenig Urlaub haben.

Des Weiteren waren hier, wie schon angekündigt, die Sanitärbereiche etwas mehr ausgebaut sowie auch dauerhaft Reinigungspersonal anwesend, dass sich super um die Sauberkeit der Anlagen kümmerte (auch wenn dies nicht immer zu 100% möglich war, wenn es zum Beispiel draußen regnete und dementsprechend alles matschig war). Jedoch sollte man, wenn man nicht unbedingt auf Dixi-Klos steht, auch hier einen etwas längeren Fußweg (wir brauchten eine Viertelstunde) zu den Toiletten einplanen. Vielleicht wäre in dem Fall für das nächste Jahr ein zweiter Sanitärbereich für das VIP Camping ja möglich. Obendrein noch ein kurzer Punkt zum Security- und Ordner-Personal: Im Großen und Ganzen waren alle unglaublich freundlich und hilfsbereit. Jedoch gab es, wie im Main Camping, einige Probleme mit der Stellplatzvergabe. Deshalb würden wir uns freuen, wenn demnächst auch alle Mitarbeiter Bescheid wissen, wo noch freie Plätze beziehungsweise Gates sind, um eine längere Suche (gerade, wenn man ohne Auto da ist) zu vermeiden.

Airbeat One 2017


Besonderheiten

Das Airbeat One bietet neben der megacoolen Musik noch weitere Höhepunkte, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Wir haben euch hier mal ein paar zusammengefasst.

Feuerwerk

Das Feuerwerk gehört, wie jedes Jahr, zu den Mega-Hinguckern beim Airbeat One. Nicht umsonst ist zu dem Zeitpunkt der Platz vor der Mainstage immer komplett gefüllt. Untermalt von sämtlichen EDM-Dauerbrennern, wie „Spaceman“ (Hardwell), „Don't Let Me Down“ (The Chainsmokers feat. Daya) oder „Alone“ (Marshmello) sowie einer grandiosen Licht- und Feuershow, erleuchtete dieses Jahr Sonntagnacht, pünktlich um 0 Uhr, der Himmel von Neustadt-Glewe in allen möglichen Farben. Ein überwältigender Gänsehaut-Moment! Aber wie sagt man so schön - ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, also seht selbst…

Airbeat One 2017


Platzhirsch

Als eine große Besonderheit, im wahrsten Sinne des Wortes, galt der Platzhirsch. Diesen konnte man mit seinen knapp 20 Metern Höhe bereits beim Betreten des Campinggeländes sehen. Wer die Ankündigung im sozialen Netzwerk nicht gesehen hatte, dachte eventuell erst an das Pferd von Troja oder etwas dergleichen. Tatsächlich wurde der Hirsch von der Marke Jägermeister gesponsert. Dieser stand jedoch nicht zur Deko da, sondern man konnte diesen auch betreten und von oben hatte man den besten Blick auf die Mainstage. Doch dies war noch nicht alles - drinnen erhielt man Jägermeister-Shots for free und mit Pyrotechnik war er auch versehen. Eine sehr coole Sponsoren-Aktion!

Airbeat One 2017


Rummel

Wie jedes Jahr war im Festivalgelände auch ein kleiner Rummel inbegriffen. Dieser bestand aus einem Kettenkarrussel, auch „Skydancer“ genannt, dem „Beast“, einer Off-Ride-Attraktion, einem Riesenrad sowie auch Bungee-Jumping. All diese hatten zwar königliche Preise, doch es wurde einem die Möglichkeit geboten, bereits vorab eine All-Fun-Flat zu buchen, bei der man alle drei Tage alle Attraktionen so oft wie man wollte, nutzen konnte. Der Rummel war gut besucht und erst recht zum Feuerwerk konnte das Kettenkarussell eine ganz außergewöhnliche Perspektive auf das Airbeat One ermöglichen.


Food Court

Ja, auch Essen kann ein Highlight sein! Beim sehr abwechslungsreichen Food Court auf dem Festival war sicherlich für jeden was dabei, denn hier gab es mehr als nur Pommes, Bratwurst und Bier (aber auch bei diesen wurde natürlich gerne zugegriffen). Zu sehr angemessenen Preisen fand man zum Beispiel auch (passend zum amerikanischen Motto) ein Super-Angebot an Burgern. Ebenso gab es Stände oder Foodtrucks mit Asia Food, Falafel, Käsespätzle und Co. - eine prächtige Alternative zum üblichen Grillfleisch am eigenen Campingplatz. Verhungern konnte man hier also nicht!

Fazit: Die 16. Ausgabe des Airbeat Ones war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und eine Steigerung zu den letzten Jahren. Dass hier ein neuer Zuschauerrekord entstand, ist kein Wunder! Das 1A-Line-Up sorgte für eine unverwechselbare Ausnahmestimmung bei den Besuchern und auf jeder Bühne stieg eine Party der Extraklasse. Vor allem aber an der Mainstage war der Timetable mit zahlreichen DJ-Größen nicht mehr zu überbieten. Ein Highlight jagte das nächste. Zudem wurde auch das diesjährige Reiseziel USA sehr gut auf dem Festivalgelände umgesetzt und verzauberte die Zuschauer. Leider konnte man aber nichts vom amerikanischen Stil beim Camping wahrnehmen. Vielleicht wäre das ja ein Plan für das nächste Jahr auch hier das Motto aufzuzeigen. In Sachen Camping und Anreise gab es wohlgemerkt auch einige positive Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren. Die Anfahrt erwies sich als deutlich einfacher und Staus konnten vermieden werden. Können wir also das Airbeat One weiterempfehlen? Ja, auf jeden Fall! Es hebt sich ganz klar von anderen EDM-Veranstaltungen ab, da es keine Kopie von Tomorrowland, sondern ein Festival mit eigenem Konzept ist, welches es in sich hat, denn hier wird die Nacht zum Tag gemacht. Für jeden Fan der elektronischen Tanzmusik ist das Airbeat One ein Wochenende, wo Träume wahr werden.

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