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Sunday, 04. December 2016

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03
Mai
2016

Shootingstar auf Hardwells Label Revealed Recordin

Julian Calor im Interview

Julian Calor

Julian Calor wird nicht erst seit dem Release seines Debütalbums „Evolve“ als der Shootingstar von Hardwells Label Revealed Recordings  gehandelt. Der junge Holländer war im Rahmen der Revealed Labelnight des Veranstalters Deepblue. im Bootshaus in Köln zu Gast. Während des Events in dem wohl besten deutschen EDM-Club sprach der 22-Jährige mit uns. Im Interview erwähnt er, was er gemeinsam mit seinem Labelchef Hardwell Großes vor hat und erzählt ein Wenig über den aktuellen Future-Pop-Trend.


Das musst du über Julian Calor wissen

Julian Calor hat mit 22 Jahren wohl schon alles erreicht, was sich ein junger DJ so erträumen kann. Er hat 2015 auf dem Tomorrowland in Belgien aufgelegt und war auch bereits im berühmten Ministry Of Sound in London an den Decks. Auch für die Hardcore-Partygänger auf Ibiza ist der Newcomer kein Unbekannter mehr, der riesige Open-Air-Club Ushuaia durfte ihn bereits live erleben.

Richtig angefangen hat es für Julian Calor mit einem Track auf der „Revealed Recordings pres. Talent Revealed Vol. 2 EP“. Der darauf enthaltene Song „Space Dial“ entwickelte sich zum Geheimtipp in der Szene, Support kam von Megastars wie Nicky Romero oder Dada Life. Für richtigen Wirbelwind sorgte dann vor etwas mehr als zwei Jahren seine „Typhoon / Storm EP“ auf Revealed Recordings. Letztes Jahr dann kam sein Soloalbum „Evolve“, ein Longplayer der die verschiedensten Styles enthält, wie beispielsweise an dem Track „Another Template“ zu hören ist.


Julian Calor im Interview mit Dance-Charts

 

Dance-Charts: Hi Julian, wie geht es Dir? Wie ist 2016 bisher gelaufen?

Julian Calor: Es ist großartig, bisher war es ein sehr inspirierendes Jahr für mich. Ich probiere gerade mit einigen neuen Sounds herum, dieses Jahr ist also ziemlich anders als die vorherigen, was cool ist.

Dance-Charts: Heute Abend spielst Du im Bootshaus. Ist das dein erstes Mal in Deutschland? Was erwartest Du?

Julian Calor: Das ist mein drittes Mal, dass ich in Deutschland spiele, aber das erste Mal im Bootshaus. Ich habe viele großartige Storys über das Bootshaus gehört. Ich war gerade erst unten, der Sound ist genial! Das Soundsystem ist ziemlich cool, die Leute sind gut drauf, also freue ich mich drauf.

Dance-Charts: Stark! Es ist ein Jahr vergangen seit Du Dein erstes Album „Evolve“ veröffentlicht hast. Wie ist das für Dich gelaufen?

Julian Calor: Das hat erstklassig geklappt!. Ich konnte einige Tracks von mir selbst aus den verschiedensten Genres veröffentlichen, was sonst wohl nicht möglich gewesen wäre. Und dann auch noch auf Revealed! Ich konnte viele verschiedene Sounds ausprobieren und diese der großen Anhängerschaft von Revealed sowie natürlich den Hardwell-Fans präsentieren. Es verwundert mich, dass es schon ein Jahr her ist. Für mich ist es noch wie gestern, es ging alles ziemlich ziemlich schnell.

Dance-Charts: Hast Du Dir gedacht "Okay, ich mache jetzt ein Album", oder wie lief das?

Julian Calor: Nein, überhaupt nicht. Ich hatte einige Tracks fertig und dachte mir okay ich könnte wieder eine EP veröffentlichen. Vorher hatte ich ja bereits die „Typhoon / Storm EP“ veröffentlicht. Dann wollte ich eine größere EP veröffentlichen, also mit 6 oder 7 Songs. Nur hatte ich da bereits 6 oder 7 Tracks fertig und war dann, ich weiß nicht mehr genau warum, irgendwie inspiriert, sodass plötzlich 20 Tracks da waren. Mein Management kam dann zu mir und fragte mich, warum ich kein Album mache. Es hat perfekt gepasst, ein Album passt perfekt in mein Profil. Ich halte mich in erster Linie für einen Produzenten und erst nachrangig für einen DJ. Ein Album ist das wohl „Produzentischte“ was man machen kann und das hab ich dann gemacht, darauf bin ich irgendwie stolz. Es war eine große Überraschung, dass Hardwell es auf Revealed veröffentlichen wollte, und auch eine große Ehre.

 

Dance-Charts: Gerüchte sagen Du hast an einem Track mit Hardwell gearbeitet.

Julian Calor: Die Gerüchte stimmen, ich habe einen Track mit Hardwell gemacht. Ich kann aber leider noch nichts über das Release-Date sagen, da muss noch ein wenig dran gearbeitet werden. Es wird aber richtig cool werden!

Dance-Charts: Ist es etwas Neues? Oder ist es mehr Hardwell?

Julian Calor: Es ist wirklich Julian Calor und Hardwell, also tatsächlich eine Zusammenführung unserer beider Sounds. Wenn ich mir eine Kollaboration von Hardwell und Julian Calor vorstellen sollte, dann würde sie genau so klingen. Ein typischer Julian-Calor- und ein typischer Hardwell-Track!

Dance-Charts: Dieses Jahr hast du einen „Faded“-Remix gemacht. Geht es in diese Richtung, ist das Dein neues Experiment?

Julian Calor: Der „Faded“-Remix hat diesen bassy-trappy Future-Bass-Sound den ich sehr mag. Ich mag es wirklich sehr, ist auch aktuell ziemlich beliebt. Ehrlich gesagt ist es das, was ich gemacht habe, als ich jung war. Ich habe damals mit Hip-Hop-Beats angefangen. Meine Wurzeln kommen also quasi zurück. Ich kombiniere diese Hip-Hop-Beats, diese bassy Beats, mit Progressive-House-Melodien. Ich denke ich werde mehr solcher Tracks in der Zukunft machen, natürlich immer in Kombination mit Progressive House.

Dance-Charts: Gehst du also in diese Richtung, also in Richtung Future Bass? Oder kommt weiterhin auch mehr House?

Julian Calor: Es ist nicht so, als würde ich in irgendeine Richtung gehen. Ich versuche, dieselbe Atmosphäre zu schaffen wie bei meinen älteren Tracks. Ein melodischer Track mit guter Energie und einer harten Karte. Das sind meine Hauptzutaten für einen guten Track. Und ob es dann Trap, Progressive, Future Bass oder gar Hip Hop wird, ist vollkommen egal. Ich möchte ein Feeling rüberbringen und kein Genre.

Dance-Charts: Was kommt sonst noch von dir?

Julian Calor: Es gibt also die Hardwell-Kollaboration. Ich arbeite an einem Track mit David Gravell. Es ist eher ein Trance-Track, mit einer starken Melodie. Ich arbeite auch an einem Track mit Manse. Toller Typ, ja ein wirklich cooler Typ. Dann natürlich einige Solo-Projekte, Progressive, Future Bass. Ich habe genug Tracks für ein neues Album, aber ich sage jetzt nicht, dass ich das machen werde.

Dance-Charts: In der Vergangenheit hattest du nicht viele Kollaborationen, hauptsächlich Solo-Tracks. Und jetzt erzählst du uns von all diesen Kollaborationen.

Julian Calor: Das ist eine der großen Veränderungen, die ich dieses Jahr durchgangen bin. Die letzten Jahre habe ich nicht viele Kollaborationen gemacht. Mit Tom & Jame vor langer Zeit mit „Ambush“, auch mit Oliver Heldens vor wirklich langer Zeit und danach keine Kollaborationen mehr. Also außer mit Sängern. Aber jetzt arbeite ich mit anderen DJs und Produzenten, eine wirklich coole Sache, wie ich finde.

Dance-Charts: Damals mit Tom & Jame, wie kam das zu Stande? Seid ihr immer noch cool, hängt ihr regelmäßig zusammen ab?

Julian Calor: Natürlich! Jame, die eine Hälfte von Tom & Jame ist aus der selben Stadt wie ich, Wageningen. Wir haben zusammen vor acht Jahren angefangen Musik zu machen. Ich habe Hip Hop gemacht, er hat House produziert. Es ist wirklich cool zu sehen, dass wir beide noch immer dabei sind! Sie spielen gerade, ich liebe es!

Dance-Charts: Ein paar kurze Fragen zum Abschluss. Wenn du kein Musiker wärst, was wärst du dann?

Julian Calor: Ich denke ich würde immer noch etwas Kreatives machen. Als ich jung war wollte ich immer ein Zeichner für Cartoons oder Animes sein. Hinter den Kulissen von Filmen oder Cartoons zu sein. Aber ich weiß es wirklich nicht, Musik ist seit acht Jahren mein Leben.

Dance-Charts: Was ist dein Traumauto?

Julian Calor: Mein Traumauto, wow! Ich halte deutsche Autos für ziemlich gut. Ich habe meinen Führerschein noch nicht, arbeite aber dran! Audi ist eine ziemlich gute Marke, Mercedes, BMW: Ich bin eher nicht so der Sportauto-Typ. Die sind mir zu schnell und zu klein, ist mir nicht komfortabel genug für mich. Vielleicht ein Audi oder gar ein Hummer, ich bin ein kleiner Typ, ich brauche ein großes Auto!

Dance-Charts: Was ist dein aktueller Lieblingssong?

Julian Calor: Wow, das ist eine der schwierigsten Fragen! Aber „Major Lazer - Be Together“, ich liebe den Track! Das ist nur einer der vielen Tracks die ich grade gerne höre. Ich kann nicht sagen, was mein Lieblingstrack gerade ist, aber auch nicht über alle Zeiten. Obwohl, „Toto - Africa“, den mag ich!

Dance-Charts: Vielen Dank für das Interview. Ein paar letzten Worte für deine deutschen Fans!

Julian Calor: Ich liebe euch! Ich Hoffe ich spiele hier noch öfter, ich trete in 15 Minuten im Bootshaus auf, hoffentlich sehe ich euch bald!

Interview: Vitus Benson, Dominik Ulewicz; Übersetzung: Vitus Benson

 



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