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Trio Infernale!

Cazzette vs. AronChupa - She Wants Me Dead

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten)

Cazzette vs. AronChupa – She Wants Me Dead

Es soll ja solche Tage geben, an denen es eigentlich gar nicht mehr besser werden kann... und dann beweist einem ein trio infernale bestehend aus den musikalischen Genies Cazzette und AronChupa das glatte Gegenteil! Heute erschien auf Aviciis Label PRMD Recordings ihr gemeinsamer Track „She Wants Me Dead“. Die rein schwedische Kollaboration zwischen dem Duo Cazzette, bestehend aus den DJs und Produzenten Sebastian Furrer und Alexander Björklund, und dem Albatraoz-Schöpfer AronChupa, bürgerlich Aron Michael Ekberg, begeisterte uns bereits nach wenigen Takten. Cazzette, zuletzt im vergangenen Jahr durch die Future-House-Granate „Together“ auffällig geworden, werden nicht umsonst von Aviciis Studiopartner Ash Pournouri gemanaged. Und AronChupa dürfte sich uns dank seiner diversen Ohrwürmer inzwischen in den präfrontalen Cortex gebrannt haben: „I'm An Albatraoz“ dürfte wohl das erfolgreichste Melbourne-Bounce-Lied gewesen sein, seit weiland The Chainsmokers ein #selfie getaked haben.


Jazz-Trap: Ein Heim für herrenlose Ohrwürmer!

„She Wants Me Dead“ ist einmal mehr ein Beispiel, wie sehr absolute Perfektion auf allen Bereichen einen gestandenen Autor umhauen kann: Sowohl das Lied an sich als auch das offiziele Musikvideo sowie der gesamte Kontext dieses Tracks wissen absolut zu beeindrucken. Wie nun zweifelsohne auch der letzte Musikliebhaber mitbekommen haben dürfte: Die Zukunft des EDM heißt „Future Pop“! Dieser Maxime folgte unser trio infernale vorliegend kurzerhand und produzierte einen jazzigen Trapsong mit unfassbarem Groove. „She Wants Me Dead“ basiert musikalisch auf drei Instrumenten: Einer sehr tief gestimmten Oboe im ersten Breakpart, einem Altsaxophon und einem Honky-Tonk-Piano zur Untermalung des Ganzen.

Der gesamte Track besteht quasi aus einem einzigen Riff, der jeweils nur leicht abegwandelt oder umgekehrt wird. Ein abwechslungsreiches, funkiges Arrangement aus den verschiedenen Synthesizern, Vocal-Chops und einem Breakbeat in einem Tinge-Rhythmus unterlegen die souligen Vocals. Im Drop sticht neben dem sehr dreckigen Altsaxophon insbesondere die Bass-Stimme hervor, die als eine „viel zu tiefe Sinus-Welle, die einem die DNA auf Links dreht“ (Zitat The Clavinover), erscheint. „Hach, so eine Großhirnrindenmassage tut doch immer wieder gut!“


Wallace & Gromit lassen grüßen!

Von der grandios umgesetzten Musik einmal abgesehen weiß auch das offizielle Musikvideo zu „She Wants Me Dead“ durchaus zu überzeugen. Es handelt von einer Katze namens Lula, die sich an ihrem rücksichtslosen Halter Max rächen möchte und ihn nur zu gern tot sähe (daher der Titel). Dazu ersinnt sie einen diabloischen Plan, der an Komplexität beinahe an die Konstruktionen aus der Claymation-Serie „Wallace & Gromit“ heranreicht: Lula bedient sich einer Art von Rube-Goldberg-Mechanismus, um in einer Aneinanderreihung von Nonsens-Wechselwirkungen eine Rakete auf Max' Haus abzufeuern und so die ultimative Rache zu üben. In den Drops ist jeweils eine blutige Arcade-Version der Handlung zu sehen. Der für ein Musikvideo durchaus üppige Animationsstil ist da dann noch das Zuckerl oben drauf. Besonders amüsant: Die Zeitungsannonce „Dr. Pournouri empfiehlt: House-Musik zur Bewältigung von Schlafstörungen!“ Selbstironie pur und geradezu weltmeisterlich untergebracht!

Zusätzlich zu dem Track und dem Musikvideo entwickelten die Gamedesigner von „Hello There“ das auf dem Song basierende, gleichnamige PlayStation-4-Spiel. In dem blutigen, levelbasierten Arcade-Game verkörpert der Spieler Max, der den diabolischen Plan seiner Katze zu verhindern versucht und dabei den sich im Rhythmus der Musik bewegenden Todesfallen ausweichen muss.

 

Fazit: Wir ziehen den Hut vor dieser Produktion! Tolles, humorvolles Musikvideo, überragender Track und das alles auch noch absolut dem Geist der Zeit entsprechend aufgemacht! Jazz meets Trap! Wer Lula nicht spätestens nach einer Minute ins Herz geschlossen hat…

 

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Über den Autor
Maximilian Wild

Ich bin Jurastudent und bereite mich derzeit auf mein Staatsexamen vor. Meine Interessenschwerpunkte liegen im Bereich des geistigen Eigentums, das sich mit meinem ausgeprägten Interesse für Musik trifft. Für Dance-Charts.de verfasse ich hauptsächlich Nachrichten, Kommentare und Kolumnen, die sich mit aktuellen Entwicklungen der Szene befassen. Ich favorisiere kein Genre besonders, sodass sich in meinen Playlisten bunte Mischungen aus Tech House, Hardstyle und EDM finden. Mein absoluter Lieblingsact ist allerdings das deutsche House-Duo Claptone.

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